Regenerationsdauer nach Marathon

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Regenerationsdauer nach Marathon

Beitragvon mcilav » 17.11.2008 / 23:02

Hallo zusammen,

vor 8 Wochen bin ich meinen ersten Marathon gelaufen und habe feststellen müssen, dass ich mich erst nach 6 Wochen danach wieder fit gefühlt habe. Wie geht es euch nach einem Marathon?
Wie lange braucht ihr bis ihr wieder zu 100% fit seit. Mich würde es hauptsächlich interessieren die mein Leistungsniveau haben (42 J, 183 cm, 68 kg, 10 km in 47:20, Marathon in 4std, Wochen km 30-50 km).
Ich hatte auch nach meinem Marathon mit einem hartnäckigem Infekt der oberen Atemwege zu tun, wem wiederfährt ähnliches?

Grüße

Milan
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Beitragvon Suelztalrunner » 20.11.2008 / 10:54

Hallo Milan,

ich bin zwar etwas älter, größer und schwerer, aber die anderen Parameter treffen zu. Ich bin nach einem Marathon auf der muskulären Seite kaum angeschlagen, dafür aber beim Imunsystem umso mehr. Habe immer geschwollene Lymphdrüsen im Halsbereich und zusätzlich einen Infekt der oberen Atemwege. Bis ich wieder hergestellt bin vergehen in der Regel 5 bis 6 Wochen.
Bei Freunden aus der Laufgruppe ist es wiederum ganz anders, Muskuläre- und Gelenkprobleme.

Wir zählen wohl zu der Sorte mit schwächerem Imunsystem :(

Gruß
Zuletzt geändert von Suelztalrunner am 12.02.2011 / 17:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Speedy » 21.11.2008 / 12:00

Hallo Milan,

ich bin jünger als ihr und auch in einer etwas anderen Leistungsklasse. Unabhängig davon braucht der Körper aber auch bei jüngeren Menschen Zeit, um sich von so einer Strapaze zu erholen. Marathon. Das ist ein Wort mit 8 Buchstaben. Schnell ausgesprochen, mit einem mysteriösem Flair. In der Realität ist und bleibt das aber eine Strapaze, bei der man dem Körper einiges zumutet.
Profis laufen in der Regel daher nur max. 4 Marathons im Jahr, weil der Körper 3 Monate braucht, um wieder 100% fit zu sein. Natürlich fühlen sich Marathonteilnehmer nicht erst nach 3 Monaten wieder fit - rein subjektiv betrachtet. Aber bis alle "Systeme" wieder Hochleistung auf solch einer Strecke bringen können, vergehen eben mehrere Monate.

Deshalb ist es auch wichtig, nach einem Marathon viele regenerativen Einheiten einzubauen.
Ich selbst fühle mich nach ca. 1.5 bis 2 Wochen wieder "fit". Dabei möchte ich betonen: Ich fühle mich fit. Das ist nicht das gleich, wie wirklich fit zu sein. Und bedeutet schon gar nicht, dass ich dann in der Lage wäre, z.B. meine 10er Bestzeit zu knacken. Einmal davon abgesehen, dass ich es gar nicht erst versuchen würde :wink:
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Beitragvon Gabi » 27.11.2008 / 22:20

Hallo Zusammen,

als Frau spiele ich zwar in einer anderen Klasse als ihr Männer, aber ich denke trotzdem, dass ich zu dem Thema was beitragen kann. Ich bin im Frühjahr in Freiburg meinen ersten Marathon gelaufen. 4:36:56 war meine Zeit. Ich habe bewusst langsam gemacht, um die Distanz überhaupt zu schaffen. Fit war ich nach 8 Tagen wieder. Zu diesem Zeitpunkt habe ich auch mein ganz normales Training wieder aufgenommen. Ich wurde von allen Seiten gewarnt. Man sagte mir, das sei nicht gut und ich wäre nicht regeneriert. Ich solle mich zwingen, wenigstens 3 Wochen einen Gang zurückzuschrauben. Weil ich diese guten Ratschläge nicht beachten wollte, bekam ich dann die Quittung. Erst zwei Monate später war ich so erschöpft, dass ich fast nicht mehr laufen konnte. Dann kam ein Muskelfaserriss und damit verbunden ein langer Trainingsausfall. Jetzt erst fange ich an, mich wieder hoch zu arbeiten. Ich jedenfalls habe daraus gelernt, dass der Körper eine Ruhephase braucht. Ansonsten nimmt er sie sich.

Gruß
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Beitragvon Speedy » 08.12.2008 / 17:36

Gabis Erfahrung überrascht mich nicht. Wie bereits geschrieben fühle ich mich nach 1.5 bis 2 Wochen wieder fit. Es ist jedoch wichtig, sich dabei klar zu machen, dass sich fit zu fühlen und wirklich fit zu sein zwei Paar Schuhe sind.

Zwar kenne ich auch Läufer, die genau wie Du, Gabi, schon nach relativ kurzer Zeit nach dem Marathon wieder ins "normale Training" eingestiegen sind bzw. 1-2 Wochen nach dem Marathon gleich den nächsten Wettkampf absolviert haben und zumindest von sich behaupten, das wäre überhaupt kein Problem gewesen (im Sinn von: "Ich bin ein ganz Harter!!!"), aber zur Nachahmung würde ich das nicht empfehlen.
Selbst wenn keine "Quittung" im Sinne von Verletzungen folgt, so ist dieser Weg keiner, der zu einer Leistungssteigerung führt. Ganz im Gegenteil...
Manche Läufer wissen das ganz einfach nicht und machen selbst ihre Erfahrungen. Andere haben darüber zwar mal etwas gelesen oder gehört, sind jedoch beratungsresistent und lernen es dann eben auf die harte Tour.
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Beitragvon runningsteve » 11.01.2009 / 10:53

Hallo!

Ich bin letztes Jahr meinen zweiten Marathon (Bottwartal - Mitte Oktober) gelaufen mit einer nicht erwarteten persönlichen Bestzeit von 03:11:41 (hat einfach alles gepasst).

Am 01. November war dann der letzte Lauf (7,3 km Berglauf) einer Cup-Wertung. Da ich bislang alle dazugehörenden Läufe mitgemacht hatte, wollte ich die Gesamtwertung nicht sausen lassen und bin mitgelaufen. Ich bin, mit dem Marathon im Kopf und in den Beinen, völlig ohne Druck mitgelaufen und hab dann dennoch fast exakt die gleiche Zeit wie in den Vorjahren erreicht.

Anfang Dezember bin ich noch den Nikolauslauf Halbmarathon in Tübingen als läuferischen Jahresabschluss mitgelaufen und auch hier locker an den Start: Ich konnte meine persönliche Bestzeit um 3 Minuten verbessern (unterwegs hätte ich das aber nicht gedacht).

Lange Rede kurzer Sinn: Ich hatte nach dem Marathon keinen wirklichen Leistungseinbruch und zum Glück auch keinerlei Beschwerden. Ich bin auch in der Woche nach dem Marathon wieder gelaufen, locker und entspannt.

Ich lauf ziemlich aus dem Bauch heraus und vor allem setz ich mich nicht unter Druck. Ich denke, man kann sich zwar aus der Laufliteratur Empfehlungen holen, aber viel wichtiger ist sich selbst zu kennen und in sich "hinein zu hören". Gerade bei uns (wenn auch ambitionierten) Freizeitsportlern gilt doch, alles kann, nichts muss.

Nichts erzwingen, locker bleiben und vor allem den Spass am Laufen nicht vergessen.

Keep On Running

Stefan
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