Ambitionierte unter sich. Der richtige Platz für den Erfahrungsaustausch.
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von Speedy » 06.08.2007 / 10:26
Hallo miteinander!
Letztes Wochenende hatten wir endlich mal wieder Sonnenscheinwetter mit Temperaturen um die 30 Grad. Am Samstag Nachmittag habe ich einen langen Lauf gemacht, zunächst überwiegend durch den Wald, danach ging es durch die Sonne am Fluss entlang.
Ich hatte das Glück, Begleitung auf dem Fahrrad zu haben und über ausreichend Flüssigkeitsreserven zu verfügen, ohne mir eine "Minibar" umschnallen oder auf meine "Zweitstrategie" bzgl. Trinkbarem zurückgreifen zu müssen.
Frage:
Wie haltet ihr es (allgemein, aber natürlich ganz besonders bei höheren Temperaturen) mit der Flüssigkeitsaufnahme bzw. vor allem deren logistische Organisation? Während sich 20 Kilometer im Training - zwar nicht optimal aber machbar - ohne zu trinken durchlaufen lassen, kann sich der Versuch bei 30 Kilometern schon bitter rächen.
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von Suelztalrunner » 06.08.2007 / 10:47
Hallo Speedy,
ich war am Sonntag unterwegs. Bin um 09:00 Uhr gelaufen (geplant war 08:00 Uhr, leider verschlafen). Anfangs waren die Temperaturen noch ok., aber ab 10:00 Uhr schon ziemlich warm. Habe nur den Trinkgurt mit 3 Pullen dabei gehabt, hat aber für die 22 km gereicht. Bei längeren Läufen deponiere ich Getränke an der Strecke oder ich plane die Strecke so, dass ich bei ca. km 20 zu Hause vorbei komme um die leeren Pullen gegen volle auszutauschen. Grundsätzlich versuche ich schon vor 08:00 Uhr unterwegs zu sein, dann gehts auch mit den Temperaturen. In der Woche laufe ich auch schon mal vor der Arbeit so von 06:00 Uhr bis 07:00 Uhr, Temperaturen super, Biorhytmus bescheiden, aber immer noch besser als Abends zu laufen.
Gruss
Zuletzt geändert von Suelztalrunner am 12.02.2011 / 17:58, insgesamt 1-mal geändert.
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von jens77 » 06.08.2007 / 20:40
Hallo!
Ich habe am Sonntag meinen Langen gehabt, welchen ich um 11:00 Uhr bei 24°C gestartet habe. Ich habe grundsätzlich bei den langen Läufen mein CamelBack dabei. Diesmal mit 1.3 Liter Wasser mit einer klizekleinen Prise Salz und Teegetränkgranulat.
Ich habe nach 23 km alles weggetrunken gehabt und war froh, dass ich nur noch 5 km zu laufen hatte.
So, jetzt hab ich Durst ... Tschüß!
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von marathonmaedchen » 07.08.2007 / 12:16
Meine langen Läufe laufe ich in der Regel Samstags um 8 Uhr, bein großer Hitze starte ich auch schon mal um 7 Uhr. Ab 25 km hab ich immer Getränke dabei, in der Regel Wasser, ich bin aber auch kein arger Schwitzer. Wenn ich einen langen bei Hitze geplant habe, achte ich schon am Vortag auf ausreichen Flüssigkeitszufuhr.
Beim ersten richtig heißen Tag in diesem Jahr musste ich aus Zeitgründen mittags laufen. Zwei Tage vorher hatten wir 15 Grad, am besagten Mittag dann 35 Grad! Ich hatte einen schlimmen Einbruch erlebt, zuwenig getrunken, Temperatur unterschätzt und der Körper hatte sich einfach noch nicht auf "warm" umgestellt.
Aber solche Sachen passieren halt - auch den ganz alten Hasen!
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von raven3090 » 07.08.2007 / 12:17
Servus Speedy,
für lange Läufe ab 20km, haben wir uns Strecken in 8-Form rausgesucht. Hier wird das Auto in der Mitte abgestellt, so dass wir nach ca. der Hälfte unsere "Minibars auffüllen können.
Wichtig hierbei ist uns, dass wir in einer 8-Form laufen, damit man nicht zweimal dieselbe Strecke laufen muss ( Langeweile ).
Besten Gruß
raven
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von HCool » 08.08.2007 / 07:14
Hallo zusammen.
ich habe am Sonntag schon um 7.00 Uhr losgelegt und hatte (wie für den Langen immer) 3 kleine Flaschen mit Wasser (+Salz, der Tipp kam von Jens77) und eine Notration zedrückte Banane (der Tipp war vom Mararthonmädchen) dabei. Bis dahin hatte das Wasser immer gereicht und die Banane hatte ich nie gebraucht.
Nun ja am Sonntag war irgendwie alles anders, vor allem wärmer. Nach 20km war das Wasser alle und beim HM musste ich auf die Banane zurückgreifen, wobei ich mich so langsam gefragt habe, wie ich eigebtlich zurück zum Auto (großer Rundkurs) kommen soll.
Zum Glück hatte auf der Strecke eine Trainingsgruppe Versorgungsstände aufgebaut, an denen ich micht mit Wasser auch bedienen durfte. Ich bin also gut zurückgekommen. Um 10.00 hatte es mittlerweile 28 Grad. Ich bin dann vor dem Weg nach Hause noch direkt in einen Badesee gesprungen, um ein wenig abzukühlen.
Für die nächsten Langen bei Hitze muss ich mir also für die Wasserversorgung noch was überlegen, da ich keine Lust habe, 5-6 Mal im Kreis zu rennen, um am Auto trinken zu können.
@Jens und die anderen: Wie sind denn Eure Erfahrungen mit Trinkrucksäcken. Stören sie beim Laufen, wie sind sie zu reinigen usw?
Grüße
Harald
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von claudihgl » 08.08.2007 / 09:53
HCool hat geschrieben:@Jens und die anderen: Wie sind denn Eure Erfahrungen mit Trinkrucksäcken. Stören sie beim Laufen, wie sind sie zu reinigen usw?
Wir haben Trinkrucksäcke zum Motorrad- oder Fahrradfahren und reinigen sie wenn wir was anderes außer Wasser drin hatten mit einer Zahnreinigungstablette. Den Schlauch und das Mundstück lege ich mit dazu. Danach gut ausspülen und den Beutel mit einem Handtauch ausstopfen. Den Schlauch ungenickt an der Luft trocknen lassen. Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht.
Zuletzt geändert von claudihgl am 09.08.2007 / 12:42, insgesamt 1-mal geändert.
Wenn die Klügeren immer nachgeben, passiert nur das, was die Dummen wollen...
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von jens77 » 08.08.2007 / 18:59
Hallo Harald und Interessierte!
Ich habe durchweg positive Erfahrung mit meinem Trinkrucksack. Er stört nicht, wackelt nicht und das Getränk macht auch keine Geräusche, sofern man vorher die Luft rausgelassen hat.
Allerdings gilt beim Kauf von Trinksystemen das gleiche wie beim Schuhkauf - ANPROBIEREN! Klingt komisch, aber jeder hat einen anderen Körperbau und dadurch kann das Modell für Einen gut für den Anderen unangenehm sein. (Schmaler oder breiter Rücken, groß oder klein etc.).
Allgemein finde ich Trinkrucksäcke angenehmer zu tragen als Trinkgürtel mit Blasen gleichen Inhalts. Ich meine hier nicht die Gürtel mit den vielen kleinen Flaschen, die ich aber auch nicht mag.
Die Reinigung erfolgt bei mir mit einer weichen Bürste und warmen Salzwasser, das reicht.
Grüße
Jens
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von Speedy » 13.08.2007 / 10:10
Danke für eure Erfahrungsberichte!
Ich habe solche Trinkrucksäcke natürlich auch schon gesehen, stellte mir das aber eher störend bzw. unpraktisch vor. Vielleicht sollte ich mein Vorurteil mal auf den Prüfstand stellen
Was Trinkgurte betrifft, so sind meine Erfahrungen nicht wirklich positiv. Das Problem ist dabei vor allem, dass ich auf kürzeren Strecken oder auch mittellangen Strecken (bis ca. 20 km) auch ohne Getränke bestens klarkomme, sofern nicht gerade ein 20 Kilometerlauf in der prallen Sommersonne zur Debatte steht. Bei langen Läufen, also beispielsweise 30 Kilometern, achte ich hingegen darauf, schon sehr frühzeitig ausreichend zu trinken und komme (vor allem jetzt im Sommer) spielend auf 1-1,5 Liter Flüssigkeitsaufnahme während es Laufs (und schon mal auf 7 Liter während des gesamten Tages). 1.5 Liter Flüssigkeit am Getränkegurt hingegen würden auch 1.5 Kilo Gewicht bedeuten. Welches zwar (Trinken sei Dank) nach und nach weniger wird, aber sich vor allem in der Anfangsphase des Laufs "erschwerend" bemerkbar machen würde.
Das finde ich eher sehr ungünstig...
Sofern ich niemanden dazu begeistern kann, mich auf dem Rad zu begleiten (das schaffe ich sowieso nur extrem selten!  ) mache ich es ähnlich wie raven3090, fahre mit dem Auto zum "Starbereich" und drehe dann Runde á 10 Kilometer. Bei 30 Kilometer bedeutet das zwar 3x dieselbe Strecke, aufgelockert nur, indem ich die zweite Runde in die entgegengesetzte Richtung laufe, aber immerhin ist so die Frage der Flüssigkeitszufuhr geklärt.
Da ich am Wochenende auch gerne mal ausschlafe, starte ich außerdem eher selten um 8 Uhr (oder gar 7 Uhr!). Andererseits finde ich es auch nicht unbedingt schlecht, bei 30 Grad zu laufen... Einerseits bin ich viel im Wald unterwegs und es führen dann sicherlich nicht mehr als 20% der Strecke durch die pralle Sonne. Andererseits ist das Training bei höheren Temperaturen zwar härter, was sich aber dann positiv bemerkbar macht, wenn man im WK daran gewöhnt ist. Oder aber bei moderateren Temperaturen im WK erst Recht aufdrehen kann, weil man sein Training auch mal unter "erschwerten Bedingungen" durchgeführt hat.
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von Suelztalrunner » 13.08.2007 / 11:28
Zum Thema Trinkrucksack: habe mich damit noch nie befasst. Da das Fassungsvermögen wahrscheinlich größer ist wie 6 Gurtflaschen (in Summe 1,05 Liter) wäre das ja die bessere Alternative als 'Getränke deponieren' und '8en-Laufen', somal die Gurtflaschen eh nerven.
Mit welchen Modellen habt ihr gute Erfahrungen gemacht?
Zuletzt geändert von Suelztalrunner am 12.02.2011 / 17:59, insgesamt 1-mal geändert.
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von Speedy » 16.08.2007 / 09:34
Ja, das würde mich auch interessieren, wer welche Erfahrungen mit welchen Modellen gemacht hat?
Da ich mich ebenso wie Egbert noch nicht damit beschäftigt habe, wäre das eine interessante Info. Vermutlich gibt es aber gar nicht mal soooo viele unterschiedliche Modelle. Oder irre ich mich da? Und dann stellt sich natürlich auch immer die Frage, in welcher Preisliga sich bei den Trinkrucksäcken welcher bewegt...
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von jens77 » 16.08.2007 / 18:39
Ich habe von Camelbak das Modell "Hydrobak" (Ca. 50 EUR). Dieser ist sehr flach am Rücken, hat eine kleine Schlüsseltasche und fasst 1,5 Liter Flüssigkeit. Die Reinigung ist sehr einfach durchführbar. Ein Freund von mir hat das Modell "M.U.L.E" (ca. 90 EUR). Ist für alle Anspruchsvollen gut, da hier eine MP3-Player-Tasche sowie eine Tasche für Ersatzkleidung oder Regenjacke dabei ist und die Blase 3 Liter Flüssigkeit fasst. Allerdings ist er nicht so dünn am Rücken, sofern man die Taschen voll packt. Andererseits kann man größere Touren machen und auch mal nass werden.
@Speedy: Allein Camelbak hat über 30 verschiedene Trinkrucksäcke für alle Outdoormöglichkeiten im Sortiment. Außerdem auch noch Trinkgürtel.
Neben diesen Marktführer gibt es noch unzählige andere Anbieter von Trinksystemen, wie z.B. Deuter, Source, Mammut, Four Seasons, The North Face, Vaude und Ortlieb um nur einige zu nennen! Preise zwischen 45 und 160 EUR.
Grüße Jens
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von Suelztalrunner » 26.08.2007 / 19:08
Habe mir vor einigen Tagen einen Trinkrucksack angeschafft. Nach vielen anprobieren habe ich mich für den Camelbak Hydrobak entschieden. Er ist mit Abstand das kleinste Modell auf dem Markt und mit einer Blase von 1,5 l auch bei 30 km Läufen für mich vollkommen ausreichend. Es gluckert zwar ein wenig im Rücken, stört mich aber nicht. Von Hitzestau habe ich auch nichts gespürt da ich eh stark schwitze. Ich hatte Anfangs Bedenken bezüglich Scheuerstellen da der Hydrobak über keinen Brustgurt verfügt. Diese Bedenken waren aber völlig überflüssig. Das Gewicht bei gefüllter Blase von ca. 1,8 kg spürt man beim Laufen so gut wie gar nicht.
Fazit: für längere Läufe über 20 km ist ein Trinkrucksack für mich der ideale Begleiter, vorausgesetzt die Passform stimmt.
Zuletzt geändert von Suelztalrunner am 12.02.2011 / 17:59, insgesamt 1-mal geändert.
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von jens77 » 27.08.2007 / 18:52
Hallo Egbert,
kleiner Tipp: Nachdem Du die Trinkblase befüllt hast, diese verschließen, mit der Füllöffnung nach unten - so dass sich die Luft am Schlauchansatz sammelt - solange am Ventil "nuckeln" bis das Getränk kommt und dann erst die Blase in den Rucksack verstauen und los laufen. Dann sollte es auch nicht mehr gluckern - funktioniert bei mir prima!
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von Suelztalrunner » 27.08.2007 / 19:07
Hallo Jens,
vielen Dank für den Tipp, werde ich beim nächsten Lauf beherzigen.
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