Genauigkeit der Kilometerangaben beim Wettkampf

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Genauigkeit der Kilometerangaben beim Wettkampf

Beitragvon Speedy » 20.09.2007 / 16:41

Wie genau sind die Kilometerangaben im Rahmen von Wettkämpfen?

Ich frage mich das schon länger...
Und nach einigen Wettkämpfen immer wieder von Neuem. Bin ich diesbezüglich etwa paranoide, oder habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? :shock:

Neulich... bei einem Laufwettbewerb.
Ich war gesundheitlich nicht voll auf der Höhe. Aber ihr kennt das sicher: Normalerweise bekommt man trotz Verletzung oder Krankheit seine Startgebühr nicht zurück. Und besonders Wettkämpfe in Metropolen sind ein kostspieliges Vergnügen...

Ich bin also trotzdem gestartet, allerdings mit angezogener Handbremse ins Rennen gegangen und mit dem festen Vorsatz, nicht zu schnell zu starten (und mich überhaupt darum zu bemühen, es nicht zu übertreiben). Es klappte auch alles prima. Verblüfft war ich lediglich, dass meine Uhr bei Kilometer 4 nicht mal 17 Minuten angezeigt hat.
Bin ich doch zu schnell gelaufen? Und warum fühlte ich mich trotz Erkältung pudelwohl? Ich überlegte, sicherheitshalber noch mehr Tempo aus dem Lauf zu nehmen, beschloss dann aber, gleichmäßig weiterzulaufen. Rechnerisch hätte ich also die 6-Kilometermarke bei weniger als 25:30 min passieren müssen. Tatsächlich zeigte die Uhr fast 27 Minuten an.

Als Läufer mit vielen Jahren Lauferfahrung denke ich durchaus, dass es mir auffallen würde, wenn ich innerhalb eines Kilometers gleich 45 Sekunden langsamer werde!
Was nahelegt, dass entweder die Kilometerangaben bis Kilometer 4 nicht gestimmt haben und es in Wirklichkeit weniger Kilometer waren, oder aber, dass die Distanzangabe zwischen Kilometer 4 und Kilometer 6 fehlerhaft waren.

Wer als Läufer aufgrund der Kilometerschilder ein vernünftiges Lauftempo planen will, ist auf korrekte Angaben angewiesen.
Mich würde mal Folgendes interessieren:
Habt ihr schon ähnliche Erfahrungen gemacht?
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Beitragvon jens77 » 22.09.2007 / 14:59

Ich habe zwar auch die Erfahrung gemacht, dass die km-Angaben nicht immer korrekt sind, aber nicht in solch einem Ausmaß wie bei dir.
Gerade bei den so genannten Volksläufen, scheint der ein oder andere Veranstalter zu meinen, dass man es mit der (Zwischen-)Zeit nicht so genau nimmt. So sucht man sich eben erst die nächste Laterne oder den nächsten Baum um das km-Schild anzubringen. Da kann die nächste Gelegenheit schon mal 200 m auf sich warten lassen. Auf nen Marathon kommt da schon was zusammen. Bei den "großen" Laufveranstaltungen habe ich aber positiv feststellen dürfen, dass die Angaben bis auf wenige Meter stimmen.
Dank meiner Pulsuhr, die auch die Streckenlänge messen kann, bin ich nicht mehr auf die Kennzeichnung angewiesen. Jetzt schau ich nur auf die Schilder, um zu Wissen wann die nächste Verpflegungsstation kommt.
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Beitragvon marathonmaedchen » 24.09.2007 / 08:16

Beim letztjährigen Baden Marathon in Karlsruhe waren die km Angaben bei den ersten 7km sehr schlecht. Wie bei Speedy hatte ich km Zeiten mit bis zu 45 sec Differenz. Aufgrund meiner langen Läufererfahrung habe ich mich nicht verunsichern lassen und bin konstant meine Geschwindigkeit gelaufen. Eine unerfahrene Läuferin, die ich dort kennenlernte, hat sich dadurch zu einem verschärften Tempo auf den ersten km hinreisen lassen und ist daraufhin bereits in der ersten Hälfte hoffnungslos eingebrochen.
Das sollte bei einem großen Marathon nicht vorkommen und hat sicher schon so manchem Läufer das Marathon Genick gebrochen.
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Beitragvon Speedy » 24.09.2007 / 09:27

Oho!!!
Das ist jetzt schon das zweite Mal innerhalb von einer Woche, dass der Baden Marathon Karlsruhe hier im Forum unangenehm ins Gespräch kommt.
Zuletzt hat hier fishmac am 17.09.2007 in der Walking-Rubrik:
http://www.running-life.de/foren/viewtopic.php?t=6
auf Missstände hingewiesen.

Die Veranstalter des Karlsruhe Marathons sollten vielleicht mal mehr in den Laufsportportalen herumstöbern, um solche Hinweise zu lesen und sich künftig zu Herzen zu nehmen...!
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Beitragvon Gabi » 04.10.2007 / 20:53

Hi,

ich habe auch was dazu zu sagen! Die Strecke des Pfälzerwaldmarathon bin ich mit dem Fahrrad abgefahren. Da sie fast ausschließlich durch den Wald geht, waren vorher schon Markierungen an den Bäumen angebracht. Ich bin manchmal stehen geblieben, wenn nach meinem Tacho der km abgelaufen war. Die Markierungen haben fast auf den Meter gestimmt. Dafür möchte ich den Organisatoren ein großes Lob aussprechen. Andererseits ist es mir schon sehr häufig passiert, dass Markierungen auf sich warten ließen und ich vollkommen verunsichert war. Leider bin ich so routiniert nicht, darüber hinweg zu sehen und mein Tempo weiter zu laufen. Da ist der eine oder andere Einbruch wirklich vorprogrammiert.

Viele Grüße

Gabi
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