Erfahrung mit Etappen-Läufen

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Erfahrung mit Etappen-Läufen

Beitragvon runner77 » 23.05.2008 / 13:01

Hallo liebe Läufer,

aufgrund der kürzlich ausgestrahlten Berichterstattung über den Marathon de Sable möchte ich euch mal fragen, was ihr grundsätzlich von solchen Abenteuern haltet.
Ich denke, man muss es auf jeden Fall als Abenteuer bezeichnen. Es ist mit Sicherheit eine körperliche und geistige Grenzerfahrung, die aufgrund der Dauer von mehreren Tagen einen Ultra nochmal um einiges toppen dürfte.
Ich muss allerdings gestehen, dass es auf mich durchaus einen gehörigen Reiz ausübt. Müsste ja nicht gleich in Afrika sein, es gibt ja auch einige Trans-Alp Läufe. :lol:
Die familiären, beruflichen, logistischen, finanziellen (....) Probleme und Belastungen, die so ein Unternehmen mit sich bringen würde, sind doch enorm, denke ich.
Wo ist da eigentlich der Schritt vom Hobby "Laufen" zum "Extrem" erreicht. Beim Marathon? Beim Ultra? Oder beim Lauf durch die Wüste?
Bin gespannt auf eure Meinungen!!

Grüße, Andi

P.S. Besonders spannend wäre es natürlich, wenn jemand bereits Erfahrungen mit so einem Rennen gemacht hat!
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Beitragvon schwarzwaldmadel » 24.05.2008 / 13:37

Hallo runner77,
intressante Frage, die auch in diversen anderen Foren schwer diskutiert wird. Z.B. wann ist man ein Ultraläufer? Wenn man schon im Training Strecken über der festgelegten Marathonstrecke läuft oder erst nach einem offiziellen Ultralauf? Ist ein Etappenlauf über mehrere Tage ein Ultra, obwohl die Einzeletappen vielleicht gar keine Ultrastrecken sind? Wann ist was extrem? Erst wenn die äußeren Bedingungen für uns Normalsterblichen unangenehm werden oder zählt einzig und allein die zurückgelegte Strecke? Schwierig, schwierig! :roll:
Ich kann dir aber in einem ganz sicher zustimmen, auf mich haben diese Dinge auch einen unheimlichen Reiz! Warum- weiß ich nicht. Denn eines ist sicher, ob du einen normalen Ultra oder Extremultra, bzw. Etappenläufe mitmachst...Ruhm und Ehre wirst du dabei nicht erringen, weil es außer den Eingefleischten niemanden intressiert. Du musst also hartes Training auf dich nehmen, das einen hohen Zeitaufwand erfordert, um hoffentlich heil zur Ziellinie zu gelangen und wirst nur ein armer Spinner bleiben, der anscheinend nix "gescheites" zu tun hat....
Aber wie gesagt, ich bewundere diese Leute unheimlich und ziehe den Hut vor soviel Disziplin, Ausdauer und Willenskraft!
Und wer weiß, was man in Zukunft noch alles so vorhat...Vielleicht sehen wir uns mal in der Wüste??? Na, wie wär´s? :wink:
Grüße aus der Baumwüste
Andrea
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Beitragvon runner77 » 25.05.2008 / 12:47

Hi Andrea,

ein Wüsten-Lauf-Date hat ich nocht nicht!! Ich bin dabei :lol: Muß nur noch mein Frau fragen :evil:
Aber mal im Ernst. Ob ein Lauf extrem ist oder nicht ist eigentlich nur Frage des Standpunktes. Vor vielen, vielen Jahren mußte ich berufsbedingt als übergewichtiger Kettenraucher hin und wieder 10 km Waldläufe machen. Das war extrem, damals, meine persönlichen Ultras. Heute sag ich, dass es nur wenig schöneres als einen streß- und uhrfreien 10 km Lauf gibt. So ändern sich die Zeiten.
Und das mit dem Ruhm und der Ehre ist ohnehin so eine Sache für sich. Bei mir zumindest verhällt es sich so, dass die frenetische Begeisterung meiner am Streckenrand stehenden Liebsten ca. eine Stunde nach Zieleinlauf erheblich nachlässt. Und wenn ich dann am Abend eines Wettkampftages zum ungefähr 23 mal erzähle, wie nah ich doch diesmal an der 40 Minuten Marke war, werd ich von allen Seiten nur noch ignoriert! :(
Wie wichtig sind da doch die Gleichgesinnten, die im Idealfall ein ähnliches "Spinner-Level" haben wie man selbst.

In diesem Sinne!

Grüße, Andi
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Beitragvon schwarzwaldmadel » 25.05.2008 / 13:46

:lol: Das mit dem Ignorieren kenn ich :lol:
Mein Freund sagt dann so Sachen wie "mmmh" oder "jaja" oder "Was hast du gesagt?" oder "Neenee, erzähl ruhig weiter. Ich find das schon interessant.Ich hab nur grad nicht aufgepasst!" :twisted:
Aber irgendwann will er mir ja auch wieder von seinem Megawichtigen Fussballspiel erzählen und.....Rache ist Blutwurst! :evil:
Andrea
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