Möchte mich kurz vorstellen und: erster 5er(!)

Alle haben irgendwann einmal angefangen. Erfahrungsaustausch, Tipps und Tricks für Anfänger.

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Möchte mich kurz vorstellen und: erster 5er(!)

Beitragvon Sp. Gonzales » 09.06.2008 / 21:55

Meine Damen und Herren!

Ich bin neu hier und wollte nur mal erzählen: da ich mich, was das Laufen betrifft, nun wirklich als blutigen Anfänger bezeichnen muss, denn ich laufe regelmäßig erst seit 2 Monaten (trainiere aber fast täglich!)und besitze erst seit zwei Wochen ein ordentliches Paar Laufschuhe, finde ich es geradezu unglaublich, dass ich heute zum ersten Mal überhaupt 5km hinbekommen habe! :D
Die Zeit ist mit 35min 40sec zwar völlig indiskutabel, ich will aber (noch nicht!) keine Wettkämpfe laufen, so stört mich das nicht.
Ich finde running-life.de einfach großartig und freue mich, dass ich nun auch zu dieser großen, lebensfrohen Community gehören darf!
Dickes Dankeschön!
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Beitragvon Speedy » 10.06.2008 / 09:07

Hallo Sp. Gonzales,

willkommen im Club! :D
Ganz so förmlich brauchst Du nicht zu schreiben, wir sind hier alle "per Du", obwohl sich nur einige wenige schon "in echt" getroffen haben. Besonders die Damen waren hier sehr aktiv und sind sogar schon Wettkämpfe zusammen gelaufen, obwohl sie sich vorher noch gar nicht gekannt haben (z.B. Gabi und Marathonmädchen).

Sp. Gonzales hat geschrieben:Die Zeit ist mit 35min 40sec zwar völlig indiskutabel...

Wieso sollte sie indiskutabel sein? Du bist sein 2 Monaten aktiv, das ist keine schlechte oder inakzeptable Zeit! Vergiss nicht: Du läufst!
Manch andere (und das sind nicht wenige) hängen während dieser Zeit vorm Fernseher!

"Fast täglich" zu laufen finde ich allerdings nicht so empfehlenswert. Ich kenne natürlich die Umfänge nicht, aber denk daran, Deinem Körper auch Pausen zu gönnen, sonst rebelliert er womöglich und das Ergebnis sind Frust und Verletzungen statt Läuferglück. Dein Körper muss sich erst mal auf das Laufen einstellen.
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Beitragvon Sp. Gonzales » 10.06.2008 / 11:50

Lieber Speedy,

danke für Deine Fürsorge! Du hast recht, natürlich möchte ich auf mich achten, denn das Laufen soll meinem Körper ja gut tun und mich nicht umbringen. Deswegen habe ich nach dem 5km Lauf gestern beschlossen, meinem Körper heute eine, zumindest läuferische, Pause zu gönnen und statt dessen Krafttraining (mit einem Theraband) und ein bißchen Stretching einzubauen. Vielleicht noch ein bißchen Radfahren? Und mein Laufplaner sieht für morgen auch nur einen kurzen Lauf vor (ca. 2km), den ich dann aber auch etwas schneller angehen möchte. Wäre das so sinnvoll?
Allerdings muß ich schon sagen, dass es mich heute bei diesem Wetter ganz gewaltig auf die Piste zieht - aber ich habe mir eine Pause vorgenommen.
Ich bedanke mich bei Dir und Euch für die wertvollen Tipps - kann ich nur von profitieren!

Alexander (um die Anrede etwas zu vereinfachen!)
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Beitragvon Speedy » 11.06.2008 / 08:24

Hallo Alexander,

Deine Sportgestaltung macht einen vernünftigen Eindruck. Doch sehr variantenreich. Dich hat der Laufvirus ja schon nach 2 Monaten richtig gepackt - Gratuliere! Ich finde, da bist Du schon ganz schön weit gekommen. Viele haben nach dieser Zeit längst wieder aufgesteckt, von "Laufrausch" kann oft auch keine Rede sein. Es ist manchmal gar nicht so einfach, sich zu bremsen, nicht wahr? :wink:

Radfahren ist auch eine sehr gute Alternative. Die Beanspruchung ist von einer anderen Art und trägt gut zu einer Balance bei. So werden nicht immer dieselben Muskelgruppen auf die (mehr oder weniger) gleiche Art strapaziert. Du wirst sehen: Deine vermeidlich langsamen Laufzeiten werden sich gerade jetzt nach und nach quasi "wie von selbst verbessern". Vor allem, wenn Du nichts übers Knie brichst.
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Beitragvon Sp. Gonzales » 11.06.2008 / 09:44

Lieber Speedy,

ich danke Dir für Deine schnelle Antwort. :)
Zum Laufvirus: ich hoffe, der hält an und verlässt mich nicht schon bald wieder. Geht mir nämlich öfter so: erst mit Feuereifer bei der Sache und nach einiger Zeit herrschen auf einmal Tristesse und Langeweile. Aber im Moment macht das Laufen viel Spaß und ich bin mit Eifer dabei.
Ich habe noch mal eine Frage an Dich, bzw. Euch, bezüglich meines Trainings: ich hatte ja erzählt, dass es mir gelungen ist, zum ersten Mal 5km zu laufen. Jetzt meine Frage: kann ich, besonders jetzt in der Anfangsphase meines Laufens (von wegen Leistungssteigerung gerade in der Anfangszeit), auf diesem Niveau weitertrainieren und nun mehrere Läufe in ca. dieser Länge einbauen - oder sollte ich nun wieder mit kleineren Längen weitermachen und mich langsam steigern? :?:
(Ich weiß: Pausen nicht vergessen!) :!:
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Beitragvon Speedy » 12.06.2008 / 08:26

Hallo Alexander,

mein Tipp lautet auf diese Frage in der Regel, dass der Läufer oder die Läuferin sich auch auf sein Gefühl verlassen sollte. Das ist ein Parameter, den Dir auch die beste Beratung nicht abnehmen kann. Wenn Du Dich zu kaputt fühlst nach einem Lauf, dann warst Du vielleicht zu schnell oder bist zu lange (zu weit) gelaufen. Entsprechend solltest Du dann tempomäßig bzw. entfernungsmäßig auch mal etwas zurückstecken können.
Ein Personaltrainer, der schon mit Dir gelaufen ist und Dich kennt, kann natürlich intensiver beraten. Wir im Forum wissen hingegen nur das über Dich, was Du geschrieben hast - da sind der Beratung natürlich Grenzen gesetzt.

Dass Du es nicht gleich übertreiben solltest, hatte ich ja bereits geschrieben :wink: Wenn Du Dich bei 5 km wohl fühlst, dann sehe ich keinen Grund, ständig nur 2 km zu laufen. Ein Plan könnte so aussehen, dass Du z.B. 3x die Woche läufst, Sonntag 5 km, Mittwoch 3 km, Freitag 4 km. Auch kannst Du natürlich nach und nach die Distanz verlängern, also beispielsweise nach 2 Wochen den längsten Lauf auf 6 km erhöhen und Dich so schrittweise an die längeren Distanzen heranarbeiten. Achte darauf, die längeren Läufe vernünftig anzugehen (also im ruhigen Tempo und nicht "so schnell wie möglich").

Den Spaß bzw. die Euphorie sicherst Du Dir längerfristig am besten, indem Du realistische Ziele setzt. Sind die Ziele zu hoch, bist Du nach den Läufen zu ausgepowert, so ist es natürlich naheliegend, dass dann der Entspannungs-/Spassfaktor auf der Strecke bleibt. Sicher: Wer im Wettkampf mit Bestzeiten liebäugelt, kommt nicht darum, sich im Training auch mal quälen zu können (siehe den aktuellen Beitrag von Marathonmädchen zum Thema "Intervalltraining"). Aber solche Ambitionen sollten bei einem Anfänger zunächst einmal nicht auf der Prioritätenliste stehen!
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Beitragvon Gabi » 12.06.2008 / 11:11

Hallo Alexander,

beim Thema "übertreiben" kann ich Speedy nur Recht geben. Als ich von 2 1/2 Jahren bei Null anfing, ging es mit meiner Kondition steil bergauf. In ganz kurzer Zeit war ich in der Lage, immer weitere Strecken zu laufen. Probleme machten mir allerdings meine Knochen. Die Schienbeine, die Oberschenkel usw. Natürlich hab ich das alles durchgebissen, ich wollte ja immer besser werden. Außerdem hatte ich mir für den Herbst bereits meinen ersten Halbmarathon vorgenommen. Der Pfälzerwaldmarathon ist allerdings eine sehr schwierige Strecke, mit vielen Höhenmetern. Eine echte Herausforderung für mich. Dann, beim Bergtraining passierte es: Ich zog mir einen Ermüdungsbruch im rechten Schienbein zu. Pause: 6 Wochen. Daraus lernte ich, dass die Knochen und die Muskulatur einfach länger brauchen, um sich auf diese Sportart einzustellen, als die Kondition, die ganz schnell wächst. Hör verstärkt auf deinen Körper, dann bleiben dir die schlechten Erfahrungen die ich gemacht habe, erspart.

Liebe Grüße
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Beitragvon Sp. Gonzales » 13.06.2008 / 15:37

Liebe Gabi,

herzlichen dank für Deinen Hinweis. Ich möchte etwas ähnliches wie Du nicht erleben und habe gerade vorgestern dazu eine gefährliche Erfahrung gemacht. Ich hatte einen Abendtermin, zwischendurch aber noch etwas Zeit. Also dachte ich mir, denn das Wetter war ja dementsprechend gut: "Na ja, für einen kurzen, schnellen Lauf hast Du schon noch Zeit."
Also bin ich drauflos gesprintet. Natürlich, wegen Zeitmangel, ohne vorheriges, langsames Einlaufen.
Das wird mir nicht nochmal passieren! Im linken Bein hat das auf einmal gezogen! Also habe ich, ungeplant und aus reiner Dummheit, gestern vorsichtshalber einen Tag Pause einlegen müssen. Ich laufe mich sonst immer langsam ein und absolviere 10min Stretching nach dem Lauf. Aber, weil es schnell gehen sollte, habe ich es in diesem Fall unterlassen - so ignorant werde ich mich nicht nochmal anstellen! Dann laufe ich lieber gar nicht!
Ich plane für heute abend einen Lauf - aber schön langsam und relaxt. Ich hoffe, mein linkes Bein hat mir die Aktion nicht übel genommen.
Ansonsten plane ich für Montag meinen nächsten Lauf über 5km und dann werde ich mich, ganz nach dem Hinweis von Speedy, versuchen zu steigern. Aber bis zu den ersten 10km oder gar dem ersten Halbmarathon lasse ich mir sehr viel Zeit - ich habe ja gerade erst angefangen!
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Beitragvon schwarzwaldmadel » 14.06.2008 / 20:52

Auch von mir ein herzliches Willkommen! :D
Mach langsam, steiger deine Umfänge vorsichtig und dosiert und dann bleibst du auch mit Spass dabei.

@speedy
"Täglich laufen" ist nicht schädlich, solange man es nicht übertreibt. Schließlich ist der Mensch jeden Tag auf den Beinen um zu gehen und/oder zu laufen. Entscheidender ist doch eher Tempo und Umfang der ganzen Aktion. Man sollte da vorsichtig sein mit Pauschalvorurteilen. :wink:
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Beitragvon Sp. Gonzales » 15.06.2008 / 21:49

Meine Lieben,

es ist schön, von so vielen Seiten gute Ratschläge zu bekommen. Das motiviert erheblich und unterstützt die Lust am Laufen ganz ungemein. Ich werde langsam machen und mich nicht überlasten.
Morgen plane ich zum ersten Mal ein Intervalltraining, um meine Schnelligkeit langsam auszubauen. Aber ich merke bei jedem Lauf, dass auch meine Grundlagenausdauer einer ständigen Aufmerksamkeit bedarf.
Ich danke Euch!
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Beitragvon Speedy » 16.06.2008 / 09:12

schwarzwaldmadel hat geschrieben:@speedy
"Täglich laufen" ist nicht schädlich, solange man es nicht übertreibt. Schließlich ist der Mensch jeden Tag auf den Beinen um zu gehen und/oder zu laufen. Entscheidender ist doch eher Tempo und Umfang der ganzen Aktion. Man sollte da vorsichtig sein mit Pauschalvorurteilen. :wink:


Liebes Schwarzwaldmädel: Du kannst nicht von Dir auf alle anderen schließen :wink:
Einerseits ist tägliches Laufen für einen Anfänger meiner Meinung nach nicht der richtige Einstieg. Andererseits befürworte ich auch bei fortgeschrittenen Läufern Ruhepausen. Der Körper braucht auch Regeneration, um sich steigern zu können. Das ist nicht weniger wichtig als das eigentliche Training. "Täglich laufen" bedeutet für mich, an mindestens 7 Tagen in der Woche laufen zu gehen (oder zusätzlich gleich mehrmals am Tag - gibt es ja auch...). Hier möchte ich die Behauptung wagen, dass selbst Du als deutlich fortgeschrittene Läuferin so was nicht machst :wink:
Vier Mal in der Woche, fünf Mal in der Woche - okay, okay. Aber täglich? Was Anfänger betrifft, so ist die Regeneration und die langsame Anpassung natürlich noch viel wichtiger (Regeneration nicht nur für den konditionellen Aufbau, sondern auch für Muskeln, Bänder, Sehnen,...) - Ermutigung ist schön und gut, aber man muss auch lernen, sich am Riemen reißen zu können und es nicht gleich zu übertreiben...!
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Beitragvon schwarzwaldmadel » 16.06.2008 / 10:03

@speedy
Du hast völlig recht, das ich das täglich laufen selber nicht praktiziere. Ganz im Gegenteil, ich freue mich sogar auf die Tage an denen ich nichts mache. Nur muss man vorsichtig sein mit dem Begriff des täglichen Laufens. Es ist ein Unterschied ob ich täglich 10-20 km laufe oder ob ich mich auf kurze Distanzen, bzw. unterschiedlicher Länge, beschränke. Davon mal abgesehen denke ich, das jeder Körper anders reagiert: was für mich gut ist, kann für jemand anderes ganz falsch sein und wenn jemand mit Spass, Lust und Freude jeden Tag seine km läuft, dann tut es im und seinem Körper offentsichtlich gut und dann soll er/sie das auch machen. Wir alle neigen immer etwas dazu den eigenen Weg als den einzig richtigen und gesunden zu sehen, aber viele Wege führen zum Ziel und ich würde mir unter allen Läufern manchmal etwas mehr Toleranz und Verständnis untereinander wünschen. Ich nehme mich von der Klugscheißerei gar nicht aus, aber ich versuche an mir zu arbeiten. :wink:
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Beitragvon Sp. Gonzales » 16.06.2008 / 11:26

Meine Lieben,

nicht streiten!
Ich mache das bisher ganz einfach so: ich höre auf meinen Körper. Und wenn der mir sagt, zum Beispiel durch einen Muskelkater oder ähnliches, ich sollte besser Pause machen, dann mache ich Pause. Wenn ich mich aber gut und imstande fühle, gleich am nächsten Tag zu laufen, dann laufe ich. Das heißt ja nicht, dass es sich hierbei gleich um einen Marathon handelt. Ihr wißt doch: ich bin Anfänger. Wenn ich sage ich laufe, dann handelt es sich hierbei maximal um für Euch lächerliche 5km!
Ich bin Anfänger, d.h. ich mache langsam. Wie schon gesagt: ich möchte meinem Körper was Gutes tun und mich nicht umbringen!

Liebe Grüße

Alexander
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Beitragvon schwarzwaldmadel » 16.06.2008 / 11:34

Hallo Alex,
keine Angst, speedy und ich streiten nicht. Wir tauschen uns aus. Dafür ist so ein Forum ja auch da. Wenn wir alle die gleiche Meinung hätten wär´s ja langweilig. :D
Gruß Andrea
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Beitragvon Sp. Gonzales » 16.06.2008 / 22:04

Lieber Speedy, liebe Gabi, liebe Andrea,

ich bin heute zum ersten Mal in meinem Leben 7km gelaufen(!!!!) Ich fühlte mich einfach pudelwohl, mein Körper hat mitgemacht und ich habe diesen Lauf unwahrscheinlich genossen! Jetzt fühle ich mich wohltuend müde, fröhlich und erstaunt wegen dieser noch vor wenigen Monaten für absolut unmöglich gehaltenen Leistung! Jetzt möchte ich euch, zur besseren Einschätzung meiner Trainingsleistungen, noch ein paar wenige Daten durchgeben:
Größe 1,76m
Gewicht 80kg
Ruhepuls ca.75
Gelegenheitsraucher (unglücklicherweise, aber ich arbeite dran!)
Ich möchte mich bei Euch herzlich bedanken für Euren fachmännischen und kompetenten Rat - so macht das Laufen Spaß!

Gruß,

Alexander
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