Leistungseinbruch nach vier Wochen

Alle haben irgendwann einmal angefangen. Erfahrungsaustausch, Tipps und Tricks für Anfänger.

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Leistungseinbruch nach vier Wochen

Beitragvon Salamander » 30.04.2009 / 21:24

Hallo Ihr alle!

Ich möchte mich kurz vorstellen und gleich mal um Rat fragen: ich bin eine bislang unsportliche, 35 jährige, normalgewichtige Mama, die vor etwas mehr als vier Wochen mit dem Laufen angefangen hat.

Das Ziel ist klar: 5 oder 10 km im Herbst beim Stadtlauf, der Weg ist eigentlich auch klar:

ich laufe

a) ziemlich genau nach Plan, 1. Woche 3 min. laufen 2 min. gehen, 2. Woche 4/2 etc., diese Woche bin ich bei 6/1,5 angekommen.

b) bislang 3 - 4 x pro Woche, wobei ich mich anfangs echt bremsen musste, weil ich eigentlich Lust gehabt hätte, jeden Tag zu gehen.

c) sehr langsam, weil ich schnell Probleme mit zu hohem Puls bekomme (das ist schon immer so und ärztlich abgeklärt, es gibt dafür keine Erklärung, aber auch keinen Grund zur Besorgnis - sagt der Doc :D )

d) eine relativ flache Strecke, inzwischen etwa 4,5 km lang, die laufe ich in etwa 40 min. und komme dann auf einen Durschnittspuls von ca. 140 (gemessen vom ersten Laufintervall bis zur letzten Gehpause).

Puuuhh *applaus* für jeden der bis hierhin durchgehalten hat :oops:

Und jetzt kommt mein Problem: seit einer Woche werde ich beim Laufen irgendwie schlapp, spüre meine Beine viel mehr als vorher, als ob sie total verspannt wären und erschöpft. Muskelkater hatte ich noch keinen und habe ich auch jetzt nicht. Aber diese Erschöpfung, so daß ich das Gefühl hab, ich bekomm bald die Füße nicht mehr hoch, das passt doch überhaupt nicht zu der geringen Intensität mit der ich trainiere?!

An den Schuhen kann´s nicht liegen, die sind sorgfältig ausgewählte und probierte Gel Kayano (heißen die so?) von Asics, zwar schon ein paar Jahre alt, haben aber noch keine 500 km auf den Sohlen, da ich auch zu den Leuten gehöre, die schon 128mal versucht haben, endlich mal den Einstieg in´s Laufen zu schaffen :roll:

Und jetzt komm´ ich schon wieder an den Punkt an dem ich denke "vielleicht ist das ja doch nix für Dich!"

*grrr* ich will aber!

Habt Ihr mir vielleicht einen Rat, oder hab ich doch etwas übersehen in meiner Planung? Für Hilfe wäre ich sehr dankbar!

Viele Grüße, Lisa
Salamander
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Beitragvon Enibas » 03.05.2009 / 19:58

Hallo Lisa,

ich kann nur spekulieren und aus eigener Erfahrung berichten.
Ich kenne nur 2 Ursachen, wenn es mir so geht, wie dir gerade:
Ich habe die Regenerationsphase ignoriert und weiter aufgebaut, statt eine Pause einzulegen oder ich habe eine Krankheit im Anzug, die ich sonst noch nicht gemerkt habe.

Wenn du 4 Wochen lang steigerst, ist es sinnvoll, 1 Regenerationswoche einzulegen. Das heißt, du läufst nicht so lang wie sonst und nicht so schnell. Also deutlich weniger noch, als in der Woche davor. Man sollte langsam steigern und immer mal die Erholungswoche einlegen - ich denke, dass das für einen Anfänger erst recht gilt. Und eigentlich sollte man diese Erholungswoche, in der man einen Gang zurückschaltet, eher nach 3 Wochen Steigerung einlegen. Mir scheint auch 4 x Training die Woche für den Anfang etwas viel. Vielleicht bist du beim Laufen auch schon etwas zu schnell. Ich gebe aber auch zu, dass 40 min auf 4,5 km eigentlich schön langsam sind. Klingt nicht nach zu schnell.

Höre jetzt bloß nicht auf. Das du dich verbesserst und fitter fühlst, wirst auch du noch merken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand für moderates Laufen nicht geeignet ist. Dann müsstest du ja krank sein und gar keinen Sport treiben dürfen.

Ansonsten habe ich eine beginnende Blasenentzündung immer zuerst beim Laufen gemerkt. Ich war schlapp, mir tat alles weh, ich kam nicht voran. Das ist noch immer so - wenn ich im Training mich so fühle, weiß ich, was mir blüht. Meine Blasenentzündung geht (zum Glück) meist ohne Schmerzen ab, so dass ich es nicht gleich merke. Aber schlapp fühlen beim Laufen sagt mir immer, dass ich was ausbrüte (oder ich habe im Training übertrieben - siehe oben.)

Kann es vielleicht auch sein, dass du Allergiker bist? Wenn der Körper gegen die Frühblüher zu kämpfen hat, macht das so manchem Zeitgenossen ganz schön zu schaffen. Den normalen Alltag schafft man, aber eine körperliche Belastung ist dann doch zu viel. Auch das kannte ich - nach meiner Hyposensibilisierung habe ich damit zum Glück keine Probleme mehr.

Also geh es nächste Woche mal langsam an - du hast alle Zeit der Welt, wenn du deinen ersten Lauf im Herbst planst. Und wenn es nicht gleich in der ersten Woche besser wird, dann eben noch eine 2. Regenerationswoche. Reduziertes Training, bis du dich wieder besser fühlst. Also wenn du nicht ´ne Krankheit ausbrütest, wird das klappen. Ich würde mich freuen, wenn du hier wieder berichtest.

Und bleib schön beim Laufen. Es gibt nichts besseres im Sport. Du kannst immer im Freien, bei jedem Wetter und in jeder Jahreszeit (auch im Regen und Schnee) laufen. Welche Sportart hat das zu bieten?

Willkommen unter den Läufern. Du schaffst das. Ich wünsche dir das nötige Durchhaltevermögen.

Sabine
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Beitragvon Enibas » 03.05.2009 / 20:09

Noch mal: ich habe mal einen Blick in die Bestenliste geworfen. Lisa - du stehst als Anfänger mit 75 km !! im April drin. Da musst du ja k.o. sein. Du willst zu viel. Dein Körper kommt deinem Kopf nicht hinterher.

Du hast meiner Meinung nach auch zu schnell gesteigert. Mit 2,5 km angefangen und nach 4 Wochen schon bei 6 km - die allgemeinen Empfehlungen lauten, die einzelnen Strecken und die Gesamtlaufleistung pro Woche um 10 % (maximal 15 %) zu steigern. Und dann natürlich die Regenerationswoche nach spätestens 3 Steigerungswochen. Im Zweifelsfall solltest du so lange auf Steigerungen (Wochenlaufleistung und einzelne Strecke) verzichten, bis du dich wieder wohl fühlst und wenn es 3 Wochen dauert.
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Beitragvon Speedy » 06.05.2009 / 17:16

Hallo Salamander,

ich kann mich da Enibas nur anschließen: Du willst zu viel in zu kurzer Zeit. Sofern nicht gerade gesundheitsbedingte Faktoren mit reinspielen (z.B. eine latente Erkältung o.ä.) würde ich die Ursachen ebenfalls beim Trainingsumfang suchen.

Dein Körper will mehr Pause. Also sorgt er mit Müdigkeit dafür, Dich "auszubremsen". Dass die Intensitäten Deiner Einschätzung nach moderat sind bedeutet nicht, dass die STEIGERUNG auch moderat wäre. Ich bin Enibas Beispiel gefolgt und habe in der Bestenliste geguckt: 75 KM im April. Und Du sagst, vorher bist Du nicht gelaufen. Das ist schon ein ziemlicher Brocken für einen Anfänger.

Warum ist es so wichtig, unbedingt im Herbst schon an einem 5 km oder (sogar!) 10 km Stadtlauf teilzunehmen? Kann man das nicht erst mal hintenanstellen? Trainingsanreize sich wichtig. Ohne Frage. Aber sie sollten auch vernünftig gesetzt werden.

Und an Motivation scheint es Dir ja keineswegs zu mangeln. Viele Anfänger haben Schwierigkeiten, sich überhaupt zu motivieren und regelmäßig laufen zu gehen. Du hingegen bist schon 3-4 Mal in der Woche unterwegs und hast das Gefühl, es ist noch nicht genug.
Zu viel zu wollen ist aber genauso fatal wie zu wenig zu tun! :wink:

Ich würde es an Deiner Stelle lockerer angehen. Trainingspläne können Anfängern wertvolle Orientierung bieten und Anreize, dabei zu bleiben. In diesem Fall habe ich aber ein wenig den Verdacht, das Ding passt nicht wirklich zu Dir. Anreiz hast Du genug. Geh' mal mehr nach Gefühl. Wenn Du müde bist, dann wird pausiert (egal was der Trainingsplan sagt). Oder Du machst eben alternativ einen kleinen Spaziergang...

Noch eine Frage: Wie sieht es eigentlich mit der Ernährung aus? Eventuell führst Du auch zu wenige Mineralien zu und durch das Laufen hast Du einen höheren Verbrauch als sonst. Mineralmangel kann auch schlapp machen.
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Beitragvon Salamander » 26.05.2009 / 13:12

Hallo Sabine, Hallo Speedy,

vielen lieben Dank erst mal für Eure ausführlichen und informativen Antworten!

Tatsächlich hatte ich die letzten 3 1/2 Wochen mit einer Virusinfektion schwer zu tun, sodaß ich überhaupt nicht mehr laufen konnte - und wollte. Heute bin ich also zum ersten Mal seit fast vier Wochen wieder los und was soll ich sagen - ihr wisst wohl selber, wie das aussieht, wenn ein Anfänger ohne richtig aufgebaute Kondition so eine lange Pause einlegt :roll: .

Sabine, das mit der Streckenlänge habe ich noch nicht so richtig verstanden: ist es okay, wenn ich jetzt wieder mit 4-5 km einsteige und diese Strecke dann erst mal nicht mehr steigere? Die schnelle Steigerung kam daher, daß ich jedes Mal zwischen 45 und 60 Minuten unterwegs sein möchte und es hat ziemlich gedauert bis ich dafür die "richtige" Streckenlänge gefunden hatte.
Daß ich Allergiker sein könnte, ging mir auch schon durch den Kopf - ohne Taschentücher darf ich nämlich gar nicht loslaufen, weil mir immer gleich die Nase läuft. Das könnte ich auch mal noch testen lassen.
Und das mit der Regenerationswoche ist auch ein guter Tip, den werde ich auf alle Fälle beherzigen!

Speedy, das Ziel "Stadtlauf im Herbst" soll mir helfen, endlich mal wirklich in´s Laufen rein zu kommen, weil ich es doch schon sehr oft probiert habe. Für diesen Lauf gibt es verschiedene Vorbereitungsgruppen, unter anderem auch für Nullanfänger wie mich und diese wöchentlichen Treffen spornen mich doch an, dabei zu bleiben, sonst hätte ich vermutlich schon wieder alles hingeschmissen :lol: .
Aber Du hast natürlich recht: dieser Lauf ist im Grunde überhaupt nicht wichtig und ich muss eigentlich auch nicht wirklich dabei sein. Das Ziel ist viel mehr, eine zeitlang durchlaufen zu können und Spaß daran zu haben und dafür ist diese Vorbereitung sozusagen das Steckenpferd :wink: .
Meine Ernährung halte ich eigentlich für recht ausgewogen, allerdings trinke ich überhaupt kein Mineralwasser sondern nur Roiboos- und Kräutertee. Kann das auch zu Problemen mit dem Mineralhaushalt führen?
Und wie könnte man diesen dann begegnen ohne Mineralwasser trinken zu müssen (ich wohne zu weit oben zum schleppen :lol: ) ?

Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag und freue mich wieder von Euch zu lesen!

Viele Grüße, Lisa
Salamander
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Beitragvon Speedy » 29.05.2009 / 08:31

Salamander hat geschrieben:Tatsächlich hatte ich die letzten 3 1/2 Wochen mit einer Virusinfektion schwer zu tun, sodaß ich überhaupt nicht mehr laufen konnte - und wollte.

Na, da war die Vermutung einer "latenten Erkältung" ja gar nicht mal so falsch... Während man mit einem Schnupfen durchaus laufen gehen kann (möglichst mit geringerer Intensität, also mit angezogener Handbremse) ist bei Infekten Schluss mit Lustig. Ein absoluter Trainingsstop tut hier Not!

Salamander hat geschrieben:Sabine, das mit der Streckenlänge habe ich noch nicht so richtig verstanden: ist es okay, wenn ich jetzt wieder mit 4-5 km einsteige und diese Strecke dann erst mal nicht mehr steigere?

Nun, Enibas? Was sagst Du dazu? :wink: Ich möchte Dir nicht vorgreifen!

Salamander hat geschrieben:Daß ich Allergiker sein könnte, ging mir auch schon durch den Kopf - ohne Taschentücher darf ich nämlich gar nicht loslaufen, weil mir immer gleich die Nase läuft. Das könnte ich auch mal noch testen lassen.

Allergiker zu sein ist für die meisten Läufer kein Problem. Etwas schwieriger liegt der Fall bei Asthma. Nicht wenige argumentieren dann: "Ich kann/darf nicht laufen, weil ich AsthmatikerIn bin!!!".
Eine vorherige Absprache mit dem Arzt ist natürlich sinnvoll. Aber die meisten Asthmatiker können trotzdem Dauerlauf betreiben. Häufig bessert sich das Asthma sogar!

Salamander hat geschrieben:Speedy, das Ziel "Stadtlauf im Herbst" soll mir helfen, endlich mal wirklich in´s Laufen rein zu kommen, weil ich es doch schon sehr oft probiert habe.

Klar :wink:
Ich dachte mir schon, dass der Stadtlauf als Motivationsfaktor gedacht war. Du kannst ihn ja auch durchaus laufen. Aber er sollte (bei aller Motivation) doch nicht zum Maß aller Dinge werden. Wenn Du zu schnell zu stark steigerst, geht der Schuss womöglich nach hinten los. Frust statt Lust (weil die zu hoch gesteckten Ziele nicht erreicht werden), womöglich Verletzungen und letztendlich die Einbuße des Spaß am Laufen. Es gibt auch andere Motivationsmöglichkeiten. Sich z.B. mit einem Freund/einer Freundin regelmäßig zum Laufen zu verabreden, sich einer Laufgruppe anzuschließen, etc. Die Vorbereitungsgruppe ist genau das Richtige! Die ist auch dann "passend", wenn Du letztendlich doch nicht am Stadtlauf teilnehmen solltest.

Salamander hat geschrieben:Roiboos- und Kräutertee. Kann das auch zu Problemen mit dem Mineralhaushalt führen?

Das ist ein Thema für unsere Ernährungsexpertin: Marathonmädchen.
Selbst im Leitungswasser sind Mineralien enthalten. Je nach dem, wo das Wasser herkommt, manchmal sogar mehr als in den Wasserflaschen der Hersteller. In Frankfurt (Main) z.B. kommt ein beträchtlicher Teil des Leitungswassers aus dem Taunus...
Tee kann allerdings abführend wirken...

Salamander hat geschrieben:Und wie könnte man diesen dann begegnen ohne Mineralwasser trinken zu müssen (ich wohne zu weit oben zum schleppen :lol: ) ?

Ich denke, bei Deinen derzeitigen Trainingsumfängen ist dieses Thema nicht allzu dramatisch zu bewerten. Du kannst es ggf. mal mit entsprechenden Brausetabletten aus dem Drogeriemarkt versuchen. Ich glaube aber zumindest nicht, dass Du da einen Unterschied spürst.

Schönes (verlängertes!) Wochenende!
Speedy
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Beitragvon Salamander » 29.05.2009 / 10:16

Hallo Speedy,

Speedy hat geschrieben:
Sabine, das mit der Streckenlänge habe ich noch nicht so richtig verstanden: ist es okay, wenn ich jetzt wieder mit 4-5 km einsteige und diese Strecke dann erst mal nicht mehr steigere?

Nun, Enibas? Was sagst Du dazu? :wink: Ich möchte Dir nicht vorgreifen!


Das möchte ich gleich mal noch präzisieren:
heute morgen bin ich gelaufen: ab Haustüre bis Haustüre 4,5 km, insgesamte "Unterwegszeit" 45 min, davon 8 min. "eingehen", 3x 8 min. laufen, 2 min. gehen, 7 min. "ausgehen". Ist dieser Umfang für ungeübte Knochengerüste vernünftig? (bitte, bitte sag´ ja, noch weniger wär´ nämlich echt wenig :( )
Achja: der Puls war im Schnitt bei 141 (gemessen ab 1. Laufeinheit bis Ende letzte Laufeinheit) und ich fühl´ mich richtig gut, nicht erschöpft oder so.

Speedy hat geschrieben:Allergiker zu sein ist für die meisten Läufer kein Problem. Etwas schwieriger liegt der Fall bei Asthma. Nicht wenige argumentieren dann: "Ich kann/darf nicht laufen, weil ich AsthmatikerIn bin!!!".


Asthmatiker war ich mal, aber seit 20 Jahren hab ich "umgestellt" auf Hautprobleme :roll: , von daher droht also keine Gefahr, ich muss nur beim Laufen ständig Taschentücher parat haben, sonst läuft meine Nase schneller als ich :lol: .

Speedy hat geschrieben:Wenn Du zu schnell zu stark steigerst, geht der Schuss womöglich nach hinten los. Frust statt Lust (weil die zu hoch gesteckten Ziele nicht erreicht werden), womöglich Verletzungen und letztendlich die Einbuße des Spaß am Laufen.


Deswegen werd´ ich in Zukunft auch immer erst mal Euch nerven, bevor ich irgendwelche Steigerungen versuche :lol:

Speedy hat geschrieben:Selbst im Leitungswasser sind Mineralien enthalten. Je nach dem, wo das Wasser herkommt, manchmal sogar mehr als in den Wasserflaschen der Hersteller.


Also bei uns (Ulm) gibt´s auf jeden Fall viiiiel Kalk im Wasser, aber sonst weiß ich nicht. Vielleicht frag ich einfach mal beim Wasserwerk nach.

Ich wünsch´ Dir (und natürlich allen anderen) auch ein schönes langes Wochenende mit hoffentlich viel Sonnenschein!

Lisa
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Beitragvon Enibas » 30.05.2009 / 22:17

Hallo Lisa,

du hast gefragt, wie du steigern kannst. Ich habs damals so gemacht: Die Strecke habe ich erst mal gar nicht verlängert, sondern gesehen, dass die Gehpausen immer kürzer wurden und ich durchgängig laufen konnte. Auch meine erste Strecke war knapp 4,5 km lang. Das du nach deiner Krankheit wieder mit Gehpausen angefangen hast, finde ich richtig. Du warst lange krank und hast somit lange Pause gemacht. Meine Erfahrungen haben mir immer gezeigt, dass das einen wirklich zurück wirft. Du hattest vorher schon 6 km erreicht - also war das zurück auf 4,5 km schon eine gute Entscheidung.

Die Steigerung berechne ich mir heute noch nach dem selben Schema, wenn ich mich auf einen Halbmarathon vorbereite zum Beispiel. Da gibt es Wochenumfänge und den längsten Lauf der Woche. Beides sollte um 10 bis 15 % gesteigert werden.

Beispiel:
Die 4,5 km sind momentan deine längste Strecke.
Deine Wochenlaufleistung liegt bei 3 x laufen bei 12 km.
Du steigerst wie folgt:

----------- Längster Lauf -------------- Wochenumfang
1. Woche--- 5 km ----------------------13 km
2. Woche--- 5,5 km -------------------- 14,5 km
3. Woche --- 6 km -------------------- 16 km

4. Woche Regeneration, ca 25 % zurück
---- 4,5 km ------------------- 12 km

5. Woche --- 6 km --------------------- 16 km
6. Woche --- 7 km --------------------- 18 km
7. Woche --- 8 km -------------------- 20 km

8. Woche Regeneration, 25 % zurück
--- 6 km -------------------- 15 km

9. Woche ---- 8 km -------------------- 20 km

usw. usw.

Lieber weniger steigern. Das Beispiel oben ist das Maximum. Und die km sind gerundet. Meistens kriegt man das auf den Meter sowieso nicht hin. Mit der Zeit geht das übrigens auch. Dann nimmst du für den längsten Lauf die 45 min als Basis und rechnest genauso. Besser ist sogar am Anfang, jeweils nach 2 Wochen eine Regenerationswoche einzulegen. Und wenn du mal nicht steigerst - na und? Das ist nur für die ambitionierten Läufer wichtig, die Zeitziele für ihre Wettkämpfe haben. Die Wochenlaufleistung kannst du übrigens steigern, in dem du deine einzelnen Läufe alle etwas verlängerst oder ein viertes Training einbaust. Ich bin kein Lauf-Guru - ich kann nur meine Erfahrung weitergeben. Ich halte deshalb das 4. Training im ersten Jahr deiner Läuferkarriere und vor allem wenn man noch kurze Strecken, wie 5 oder 10 km im Wettkampf laufen will, nicht für richtig. Muskeln schaffen das, aber Bänder, Sehnen, Knochen brauchen länger. Also weniger ist hier mit Sicherheit mehr. Du musst auch überhaupt nicht die Wochenlaufleistung zusätzlich zum längsten Lauf steigern. Allein, wenn du den immer länger läufst und die anderen nicht kürzer, steigerst du dein Gesamtpensum.

Ich empfehle dir den Lauf im Herbst sehr. Ich würde an deiner STelle auch ca. 10 Wochen vorher mit einem kleinen Tempotraining beginnen. 1 x die Woche einbauen und die Betonung liegt auf klein. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie so ein gebuchter, geplanter und verkündeter Wettkampf motiviert, dabei zu bleiben. Und wenn du ihn gelaufen bist,motiviert er dich noch mehr, weiter zu machen. Ich selbst bin momentan gehandicapt. Meine Arthrose im Knie lässt mich nicht so, wie ich will. Ich wage nicht, irgendetwas zu planen und laufe momentan nur locker vor mich hin. Und obwohl ich ohne Laufen grillig werden, fehlt mir momentan ein wenig der Antrieb. Wenn ich wüsste, dass ich im Herbst wieder einen Halbmarathon laufen könnte, würde ich doch etwas anders trainieren. Ich setze für dich sogar noch eins drauf: erzähle es überall, dass du diesen Stadtlauf laufen willst. Du wirst merken, dass du dir keine Blöße geben willst, falls es in deinem Kopf mal schwächelt. Wenn ich voriges Jahr von meinen Marathonplänen keinem was gesagt hätte, wäre ich ihn wahrscheinlich nie gelaufen. Ich hatte viele Tiefpunkte psychischer Art im Training.

Wenn Dir unterwegs die Nase stark läuft, klingt das schon nach Heuschnupfen. Habe ich auch. Ich nehme Cetirizin dagegen, aber man kann auch alle anderen frei verkäuflichen Allergietabletten ausprobieren. Die meisten haben auch kleine Packungen zum Ausprobieren. Ist ja gar nicht gesagt, dass es dir hilft. Mich stört die ständig laufende Nase, also nehme ich die Tabletten. Wenn es dich nicht stört, lass es lieber.

Zum Puls kann ich gar nichts sagen. Ich bin ein Hochpulser und weiß deshalb, dass die allgemeinen Ansagen, vonwegen 220 minus Lebensalter ist der Maximalpuls, nicht allgemein gültig sind. Ich konnte damit nichts anfangen. Mein Maximalpuls liegt um 12 Schläge höher. Für mich wäre 140 ein schöner Puls für einen ganz langsamen Lauf. Ob das für dich gültig ist, weiß ich nicht.

Ansonsten kann ich mich Speedy nur anschließen. Lass es locker angehen. Es muss hauptsächlich Spaß machen. Wobei ich nicht den Eindruck bekomme, dass du derzeit Gefahr läufst, den zu verlieren. Du wirst das schon hinkriegen, wie viele andere Anfänger vor dir auch. Ich wünsche Dir also eine schöne Läuferwoche.

Sabine
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Beitragvon Salamander » 03.06.2009 / 09:31

Hallo Sabine,

vielen Dank für Deine lange und ausführliche Antwort! Und natürlich für die vielen Tips - ich hab´ mir gleich einen Trainingsplan im Lauftagebuch gemacht damit ich nicht den Überblick verliere :lol: .

Der Hauptgrund dafür, daß ich mich steigern möchte, ist, daß ich immer das Gefühl habe, noch nicht genug gelaufen zu sein, wenn ich wieder vor der Türe stehe. Da aber immer davor gewarnt wird, zu schnell zu viel zu wollen (mein Freund ist ein wandelndes Beispiel für viel-zu-schnell-eingestiegen: sein Meniskus ist völlig hinüber und er darf/kann/will gar nicht mehr laufen *schauder*) versuche ich mich doch eher zu bremsen. Aber wenn ich die Steigerung so leicht ausrechnen kann und mir selbst auch mal nach zwei Wochen eine Regenerationswoche " verordnen" ohne einen Verlust befürchten zu müssen, kann ich das Ganze viel beruhigter in Angriff nehmen.

Ja, und der zweite Grund für eine Steigerung ist natürlich auch nicht ganz unwichtig:
ich arbeite ja gerne mit Belohnungen 8) und da hab´ ich mir selber versprochen: wenn ich mal 10 km laufe (im Training, nicht als Wettkampf) dann gibt´s ein neues (zweites) Paar Laufschuhe :D :D :D - und die will ich natürlich noch dieses Jahr haben :P .

Mit der Vorbereitungsgruppe komme ich grad nicht mehr so gut zurecht. Alleine laufe ich immer ziemlich genau 10 min/km und komme wirklich gut durch und gut an, fühle mich danach auch fit. Die Laufgruppe läuft aber mittlerweile ca. 9 min/km und das ist für mich einfach zu schnell - ich weiß, daß eine Minute nicht viel ist, aber ich hechle nur noch hinter den anderen her mit einem Puls von 160-170 und fühl´ mich dann total erledigt und natürlich auch frustriert, weil die anderen trotzdem auf mich warten müssen :oops: .
Die Gruppenleiterin sagt, ich müsste unbedingt längere Strecken und auch schneller laufen, aber schneller ist glaub´ ich nicht wirklich drin ohne daß ich mich quälen muss und darauf hab´ ich gar keine Lust!! Vielmehr glaube ich, daß ich mit längeren Strecken bei gleichem Tempo besser zurecht komme.
Daß ich mit dem Schneckengang keinen 10-km-Wettkampf anfangen brauche, ist mir völlig klar, aber eben auch nicht wichtig - mir reichen auch die 5 km. Da gibt´s in der Laufgruppe auch ein ganz starkes "Ehrgeiz-Gefälle", die anderen möchten 10 km in unter 50 min. :shock: . Daher bin ich gerade eher geneigt, mein Trainig in Zukunft ohne die Gruppe weiter zu machen, aber da ist noch nichts entschieden und vielleicht muss ich ja wirklich schneller werden, wer weiß?!

Zum Thema Nase-laufen hab´ ich gestern noch einen Tip bekommen: das könnte auch Tränenflüssigkeit sein, die über die Nase abläuft wenn der Wind die Augen reizt oder eine Bindehautentzündung vorliegt (hab´ ich öfter mal, auch beim Radfahren). In diesem Fall hilft nur, mit einer Brille zu laufen, das werd´ ich mal ausprobieren und dann berichten. Falls es das nicht sein sollte, lauf´ ich eben weiter mit TaTüs, sosehr stört es mich dann auch nicht, daß ich Tabletten dagegen nehme, denn sobald ich mit Laufen fertig bin, bleibt auch die Nase stehen :lol:

Mit dem Puls ist bei mir auch so eine Sache, ich hab´ im Alltag einen Puls von 80-90, sobald ich mich bewege (z.B. aufstehen und zum Kühlschrank laufen) geht er auf 120 hoch. Warum das so ist, kann mir keiner sagen, das fing mit ungefähr 20 an. Was ich aber für mich festgestellt habe, wenn ich trainiere: bis etwa 155 fühle ich mich wohl, kann mich unterhalten und bin hinterher gut drauf, was darüber geht "erschlägt" mich. Daher möchte ich auch ungern schneller laufen, weil der Puls dann so unverhältnismäßig nach oben schießt und mir den ganzen Spaß verdirbt :roll: . Leider hab´ ich keine Pulsuhr die mir den Maximalpuls ausrechnen kann, und für die Laufbahnmethode fühl ich mich noch nicht fit genug, deshalb lauf ich weiter so wie ich mich eben wohl fühle und hoffe mal, daß es passt :D

So, und jetzt mach´ ich mich auf, meinen letzten Urlaubstag ohne Kinder in der Sauna zu feiern 8) .

Dir wünsche ich, daß es Deinem Knie bald wieder besser geht und Du wieder voll motiviert durchstarten kannst!

Viele Grüße, Lisa.
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