absolut keine Kondition :(

Alle haben irgendwann einmal angefangen. Erfahrungsaustausch, Tipps und Tricks für Anfänger.

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absolut keine Kondition :(

Beitragvon Drowning » 16.08.2007 / 15:42

Hallo!
Ich hab vor 3-4 Wochen angefangen mit dem Laufen. Dabei habe ich feststellen müssen, dass ich außergewöhnlich große Probleme mit der Kondition habe. Ich würd einfach mal gern eure Meinung dazu hören, vielleicht kann auch jemand meine Fragen beantworten. Ich bin relativ leicht und mein Ruhepuls liegt bei 58 abwärts (obwohl ich absolut untrainiert bin). Sobald ich loslaufe steigt mein Puls stetig an, nach spätestens 3 Minuten ist er bei 180 aufwärts und ich fang an nach Luft zu schnappen. Ich geh schon nach einem Trainingsplan vor, der Lauf-Geh-Phasen vorsieht. Also die erste Woche fing ich an mit 2 Minuten Laufen, 2 Minuten Gehen usw. Im Moment häng ich bei 3 Minuten Laufen und 1 Minute Gehen fest, weil ich einfach nicht mehr schaffe. Jetzt stellt sich mir die Frage: Was soll ich tun?? Ist es gut wenn ich jedesmal bis zur harten Grenze geh oder wärs es besser wenn ich lieber schon nach 2 Minuten aufhör? Ich würde halt gern wissen, mit welcher Methode mein Körper mehr Ausdauer bekommt. Noch eine Anmerkung: Ich lauf schon so langsam wie ich kann, beim schnellen Gehen fühl ich mich absolut unterfordert, da ist mein Puls bei 120.
Ich finds ganz schön deprimierend, dass ich nicht mal 20 Minuten durchlaufen kann :((
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Beitragvon Suelztalrunner » 16.08.2007 / 19:14

Hallo Drowning,

einige wichtige Details hast du vergessen, wie z.B. Alter und BMI. Wenn du das nachreichst, rundet es das Bild ab um Tipps zu geben.
Zuletzt geändert von Suelztalrunner am 12.02.2011 / 17:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: absolut keine Kondition :(

Beitragvon claudihgl » 16.08.2007 / 20:48

Drowning hat geschrieben:Ich finds ganz schön deprimierend, dass ich nicht mal 20 Minuten durchlaufen kann :((


Hallo Drowning,

mir ging es am Anfang ganz genauso! :cry: Anfangs konnte ich 20Minuten nur mit sovielen Gehpausen schaffen, dass ich es gar nicht als "Lauf" benennen wollte. Ich bin jeden zweiten Tag gelaufen und habe einfach den Mut nicht aufgegeben. Mittlerweile klappt es bei mir schon ganz gut...
Ich wünsche Dir, dass Du nicht aufgibst, bald Spaß am Lauf findest und der Punkt des "Durchlaufens könnens" bald eintritt!

Grüße,
Claudi
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Beitragvon Speedy » 17.08.2007 / 10:17

Ich stimme Egbert zu:
Wir brauchen weitere Informationen, um uns eine Meinung zu bilden.
    * Alter
    * Größe+Gewicht oder auch BMI (kann z.B. mit dem BMI-Rechner auf RUNNING LIFE ganz einfach ermittelt werden.)
    * "Vorgeschichte": Gar kein Sport in den letzten Jahren bzw. falls doch, was für Sportarten und in welchem Umfang? Auch Spaziergänge oder die Radfahrt zum Büro gehören durchaus zum Bereich "Aktivitäten".
    * Abweichungen sofern bekannt (z.B. Bluthochdruck)

Es gibt in Deiner Aussage in meinen Augen auch zwei Ungereimtheiten:
Drowning hat geschrieben:Ich lauf schon so langsam wie ich kann, beim schnellen Gehen fühl ich mich absolut unterfordert...

Das verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Wenn Du beim schnellen Gehen absolut unterfordert bist, dann kannst Du meiner Meinung nach bei "so langsamen Laufen wie Du kannst" nicht total kaputt sein, oder aber, Du bist eben nicht wirklich langsam gelaufen, sondern eben doch zu schnell!

Drowning hat geschrieben:Ich finds ganz schön deprimierend, dass ich nicht mal 20 Minuten durchlaufen kann :(

Zuvor erwähntest Du, dass Du nach Trainingsplan zwischen Geh- und Laufintervallen wechselst. Was ich bei einem Anfänger auch für eine ausgezeichnete Wahl halte. Nun sprichst Du davon, es deprimierend zu finden, "nicht mal 20 Minuten durchlaufen zu können".
20 Minuten durchzulaufen sind für einen Einsteiger (der längere Zeit keinen oder kaum Sport getrieben hat) eine wirklich anspruchsvolle Aufgabe!
In diesem Sinne gilt auch für:

Drowning hat geschrieben:Ist es gut wenn ich jedesmal bis zur harten Grenze geh oder wärs es besser wenn ich lieber schon nach 2 Minuten aufhör?

dass es bei Dir derzeit nicht darum geht, an irgendwelche "harten Grenzen" zu gehen, sondern etwas Geduld aufzubringen. Viele Anfänger waren jahrelang inaktiv, erwarten aber, innerhalb von 2 oder 3 Wochen fit zu sein. Ein ähnliches Phänomen gibt es ja bei Übergewichtigen, die sich ihr Gewicht über Jahre hinweg angefuttert haben, dann aber die "Sünden der Jahre" mit einer Crashdiät im Nullkommenichts verschwinden lassen wollen.

Ich coache selbst gerade als Personal Trainer eine Laufanfängerin und mache einmal mehr die Erfahrung, dass sich auch Anfänger verblüffend schnell steigern können, wenn sie sich nicht zu viel auf einmal vornehmen. Die erste Woche wurde 2x gelaufen, beide Male eine halbe Stunde mit Geh-/Laufintervallen 3-2-3-2 (also 3 min warm-gehen, 2 min langsam joggen, 3 min gehen usw.). Klappte sehr gut. In der zweiten Woche und in Anbetracht der Fortschritte wechselten wir auf 2-3-2-3 Intervalle und liefen 3x in der Woche. In der dritten Woche sind wir wieder nur 2x unterwegs gewesen (es waren 3x vorgesehen, klappte aber aus Termingründen nicht) und probierten bereits 2-4-2-4 aus, also 2 min gehen, 4 min langsam joggen, einmal eine halbe Stunde, einmal rund 33 min, in denen wir immerhin bereits 4 Kilometer zurückgelegt haben.
Spätestens nächste Woche werden wir bei 2-5-2-5 sein. Die Läuferin fühlt sich dabei ausgezeichnet, überanstrengt sich nicht, hat Erfolgserlebnisse und Spaß am Laufen. Zudem hat sie nicht einmal mehr (wie bei ihren ersten - selbständigen - Laufversuchen) Muskelkater, was zu einem beträchtlichen Teil natürlich auch am passenden Stretchingprogramm liegt.
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Beitragvon claudihgl » 17.08.2007 / 13:29

Speedy hat geschrieben:Ich coache selbst gerade als Personal Trainer eine Laufanfängerin und mache einmal mehr die Erfahrung, dass sich auch Anfänger verblüffend schnell steigern können, wenn sie sich nicht zu viel auf einmal vornehmen. Die erste Woche wurde 2x gelaufen, beide Male eine halbe Stunde mit Geh-/Laufintervallen 3-2-3-2 (also 3 min warm-gehen, 2 min langsam joggen, 3 min gehen usw.). Klappte sehr gut. In der zweiten Woche und in Anbetracht der Fortschritte wechselten wir auf 2-3-2-3 Intervalle und liefen 3x in der Woche. In der dritten Woche sind wir wieder nur 2x unterwegs gewesen (es waren 3x vorgesehen, klappte aber aus Termingründen nicht) und probierten bereits 2-4-2-4 aus, also 2 min gehen, 4 min langsam joggen, einmal eine halbe Stunde, einmal rund 33 min, in denen wir immerhin bereits 4 Kilometer zurückgelegt haben.
Spätestens nächste Woche werden wir bei 2-5-2-5 sein. Die Läuferin fühlt sich dabei ausgezeichnet, überanstrengt sich nicht, hat Erfolgserlebnisse und Spaß am Laufen. Zudem hat sie nicht einmal mehr (wie bei ihren ersten - selbständigen - Laufversuchen) Muskelkater, was zu einem beträchtlichen Teil natürlich auch am passenden Stretchingprogramm liegt.


Wo finde ich so einen Trainer in meiner Region? Über die gelben Seiten? Gibt es dafür extra Infoseiten?
Vielleicht hat der super Stretching Tips für mich?
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Beitragvon Drowning » 17.08.2007 / 17:13

@speedy
Ok, also ich bin 22 und mein BMI ist 18,93. In den letzten Jahren habe ich keinen Sport gemacht, vor ca. 3-4 jahren war ich noch sportlich aktiv (war im Volleyball Verein, hab Tennis und Basketball gespielt), danach allerdings wie gesagt tote Hose. Neben meinen 12 Stunden Schichten bin ich ab und zu mal spazieren gegangen, aber nix regelmäßiges.

Zu Abweichungen.. ich habe etwas niedrigen Blutdruck (in der Schule und bei Aufregung auch schon paar mal bewusstlos geworden). Ich weiß nicht obs erwähnenswert ist, aber meine "Herzrichtung" hat sich mal gedreht, also es liegt jetzt "rechtsherum" und vorher.. lag es halt anders, sorry für die Ungenauigkeit :roll:

Ok also lauf ich immer noch zu schnell. Müsste ich noch langsamer laufen, würde ich selbst beim schnellen gehen noch schneller vorwärts kommen, ist das richtig so? Ist mir auch ein Rätsel, wieso der Bewegungsablauf beim laufen für mich so viel anstrengender ist *schulterzuck*

Das deprimierende an dem 20 Minuten nicht durchlaufen können kam z.b. in der Berufsschule (hab noch bis vor einem Jahr eine Aubildung gemacht) und dort haben es ALLE geschafft 20 Minuten Dauerlauf durchzuhalten, selbst die, die genauso unsportlich waren, wie ich. Und ich war schon in der Gruppe, die am langsamsten lief. :/


@claudihgl
Danke, gut zu hören, dass es bei dir dann geklappt hat, das motiviert :]
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Beitragvon Suelztalrunner » 17.08.2007 / 19:44

Hallo Drowning,

nicht verzagen! Bei deinem Alter und dem BMI ist noch alles möglich! Zu deinem Blutdruck kann ich nichts sagen, vielleicht mal beim Hausarzt durchchecken lassen und das ok. geben lassen.

Prinzipiell hat Speedy schon alles geschrieben, genau so würde ich dir auch raten anzufangen.

Das langsame Laufen ist deshalb anstrengender wie schnelles Gehen, da du bei jedem Schritt die gesamte Körpermasse beschleunigen und wieder abbremsen musst (Flugphase). Beim Gehen hast du keine Flugphase, ein Fuss berührt immer den Boden.

Als ich anfing zu Laufen war ich wesentlich älter wie du und mein BMI war auch nicht so toll. Die ersten 2 Monate habe ich nach jedem Lauf gedacht ' nie wieder'. Irgendwann fing es aber an Spaß zu machen, weil es plötzlich locker flockig von statten ging. Also, nicht verzweifeln und dran bleiben!
Zuletzt geändert von Suelztalrunner am 12.02.2011 / 17:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon claudihgl » 18.08.2007 / 18:12

Suelztalrunner hat geschrieben:Als ich anfing zu Laufen war ich wesentlich älter wie du und mein BMI war auch nicht so toll. Die ersten 2 Monate habe ich nach jedem Lauf gedacht ' nie wieder'. Irgendwann fing es aber an Spaß zu machen, weil es plötzlich locker flockig von statten ging. Also, nicht verzweifeln und dran bleiben!


*unterschreib*
So ging es mir auch... setze Dir Deine Ziele nicht zu hoch, damit Du sie auch erfüllen kannst! Das motiviert ebenfalls! :wink:
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Beitragvon Drowning » 18.08.2007 / 18:25

Ich habs gestern nochmal probiert, da bin ich so langsam gelaufen, dass ich wirklich quasi nur einen Fuß vor den andern gesetzt hab. Aber es hat funktioniert, mein Puls ging nicht über 170! Ich konnt dann auch 10 Minuten durchlaufen, vielleicht hät ich noch mehr geschafft, aber ich wollts nicht gleich übertreiben, es war jedenfalls ein tolles Gefühl :D Leider gings auch viel mehr in die Waden, die richtige Technik schein ich noch nicht zu haben. Vielleicht solltet ihr in eure Video Laufanalyse einen Anfänger reinnehmen, um zu zeigen, wie mans richtig macht. Denn wenn ich die langsamen Läufe sehe, die man momentan dort anschauen kann :shock: viele blutige Anfänger sind mit der Geschwindigkeit schon überfordert glaube ich.
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Beitragvon Speedy » 20.08.2007 / 09:42

Hallo Drowning,

ich kam übers Wochenende nicht dazu, auf Deinen Beitrag zu antworten. Außerdem ist es auch ganz gut, den anderen nicht ständig zuvorzukommen :wink:
Egbert hat da was Schönes gesagt, dem ich voll und ganz zustimme:
22 Jahre jung und ein BMI von ca. 18 - da ist noch vieles möglich!

Egbert hat ja bereit erwähnt, aus welchen Gründen langsames Joggen anstrengender sein kann, als flottes Gehen. Hinzu kommt ggf. noch, wie effizient oder eben ineffizient Dein Laufstil ist. Ich habe hier schon alles mögliche gesehen. Zum Beispiel auch Läufer, die die Arme (etwas überspitzt ausgedrückt) "in alle Himmelsrichtungen rotieren lassen". Klar, dass das Energie kostet, die nicht der Fortbewegung zugute kommt, sondern einfach verschwendet wird.
Die Laufstilanalyse scheinst Du ja schon gefunden zu haben, auf die nimmst Du bereits Bezug. Hier finden sich auch Beiträge zum optimalen Laufstil. ("Alles, was Sie auf Ihrem Weg zum perfekten Laufstil wissen müssen").
Übrigens: Die Videos zeigen tatsächlich keine Laufanfänger sondern fortgeschrittene Läufer (viele von ihnen laufen Marathon) und es wurde ein langsamer und ein schneller Lauf gemacht, um die Unterschiede analysieren zu können. Es geht hierbei aber vor allem um die Fehler, die die einzelnen Läufer machen und das ist erstaunlich oft unabhängig davon, ob der Läufer noch Anfänger oder bereits fortgeschritten ist. Komischer Weise glauben viele Läufer, ganz toll laufen zu können. Tatsächlich ist der Stil bei den allermeisten noch verbesserungswürdig.
Merke: Es ist generell gut, wenn Anfänger von vornherein auf einen möglichst guten Laufstil achten, denn Fehler, die sich erst mal eingeschliffen haben, wird man oft nur schwer wieder los. Sofern möglich, wäre es auch gut, wenn einmal ein erfahrender Läufer konsultiert werden könnte, der Deinen Laufstil analysiert und Tipps zur Verbesserung gibt.

Bei Deinen Beiträgen bekomme ich unterschwellig das Gefühl, dass Du recht schnell sehr viel möchtest.
Ganz normal :D
Aber ein Schuss, der nach hinten losgehen kann. Es ist natürlich schön, dass Du im langsamen Joggingtempo nun schon 10 min mit einem Puls unter 170 unterwegs warst. Aber derzeit sollte Dein Ziel meiner Meinung nach anders aussehen. Du könntest beispielsweise nach den von mir vorgeschlagenen Geh-Jog-Intervallen trainieren und prüfen, ob Du damit klar kommst.
Dein Puls sagt zudem überhaupt nichts aus, solange Du nicht deine Maximale Herzfrequenz (maxHF) kennst (vergleiche den Artikel "Im Schneckentempo" auf RUNNING LIFE).
Über dieses Thema wird hier immer wieder leidenschaftlich diskutiert, aber meine Meinung ist, dass Du in der Anfangsphase viel auf Dein Gefühl hören solltest (ob Du Dich überlastet fühlst) und weniger streng auf die Pulswerte schielen solltest.

Du erwähntest, dass es in der Berufsschule alle geschafft haben, 20 min Dauerlauf durchzuhalten. Das ist schön. Aber Du solltest überlegen, warum Du eigentlich läufst? Um zu zeigen, dass Du das auch schaffst? Ich halte nicht viel von solchen "Tests". Wir mussten in der Schule (ich bin damals noch nicht gelaufen) im Sportunterricht 5 km laufen! Und um überhaupt Punkte zu bekommen, musste man das auch noch unter 30 min schaffen. Für jemanden, der nicht trainiert ist, ist das die blanke Tortur (und meist eh nicht machbar!). Damit erreicht man ganz sicher nicht, dass die Schüler Spaß am Laufen finden! Eher, dass sie erst Recht anfangen, es zu hassen! Für mich hingegen war das schlechte Ergebnis ein (Mit-) Auslöser, warum ich mit dem Laufen begonnen habe.
Aber letztendlich meine ich, das Wichtigste ist, erst einmal SPASS am Laufen zu finden. Das fällt gerade Anfängern die ersten Wochen oder auch ersten Monaten oft schwer, weil es eben anstrengend ist und der Innere Schweinehund sich ständig zu Wort meldet. Gerade deshalb ist es wichtig, nicht zu viel auf einmal zu wollen, sich nicht gleich zu zwingen, 10 min oder 20 min oder.... durchzulaufen, sondern sich nicht zu sehr zu überanstrengen. Die Kondition kommt relativ rasch! Aber Bänder, Sehnen, Gelenke, Muskeln,... brauchen länger, um sich anzupassen. Ein weiteres Argument, das für Geh-Jog-Intervalle spricht.
Am längsten aber, so Studien, braucht der KOPF. Vom "äääächz, nicht schon wieder!" zum "ja, prima, ich will!!!".
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Beitragvon Speedy » 20.08.2007 / 09:52

@Claudia:
Personal Trainer gibt es viele. Schwieriger ist es da schon, einen zu finden, der gut ist. Oft helfen da nur Empfehlungen oder ausprobieren. Also absichtlich Fehler zu machen und wenn dem Personal Trainer das nicht auffällt und er nicht korrigiert, dann taugt er auch nichts.

Ich selbst mache es aus Zeitgründen nur gelegentlich und nicht als Full-Time-Job. Mein Hauptberuf ist Multimediadesigner.
In den Gelben Seiten habe ich noch nie unter Personal Trainer nachgeschaut :D Viele wird man wohl einmal mehr über's Internet finden. Manchmal liefern auch die Webseiten von Personal Trainern schon gute Anhaltspunkte. Webseiten Marke Eigenbau mit dürftigen Informationen über den Leistungsumfang sagen oft schon viel über den Betreiber. Professionelle Coachs sollten sich auch professionell präsentieren (sie können ihre Webseite dann zum Beispiel von uns gestalten lassen :D ).
Ich wundere mich sowieso, dass bisher noch kein einziger Personal Trainer mit der Frage an uns herangetreten ist, ob wir nicht eine entsprechende Liste bzw. Linkliste auf RUNNING LIFE erstellen können.

Ein Bekannter von mir ist Personal Trainer in Frankfurt. Allerdings betreut der unter anderem viele Manager und ist meines Wissens recht teuer.
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Beitragvon jens77 » 20.08.2007 / 18:24

Speedy hat geschrieben:In den Gelben Seiten habe ich noch nie unter Personal Trainer nachgeschaut :D Viele wird man wohl einmal mehr über's Internet finden. Manchmal liefern auch die Webseiten von Personal Trainern schon gute Anhaltspunkte. Webseiten Marke Eigenbau mit dürftigen Informationen über den Leistungsumfang sagen oft schon viel über den Betreiber. Professionelle Coachs sollten sich auch professionell präsentieren (sie können ihre Webseite dann zum Beispiel von uns gestalten lassen :D ).
Ich wundere mich sowieso, dass bisher noch kein einziger Personal Trainer mit der Frage an uns herangetreten ist, ob wir nicht eine entsprechende Liste bzw. Linkliste auf RUNNING LIFE erstellen können.

Ja, die meisten Personal Trainer findet man eher übers Internet. Allerdings kann man sie auch in den Gelben Seiten finden.
Und nein, die Internetseite sagt nicht immer über die Profession im Sinne von Qualität des Trainers etwas aus. Das sage ich auch mal zur Selbstverteidigung.
Denn, genauso wie Speedy, biete ich meine Dienstleistungen quasi nebenbei an, da auch ich einen Hauptberuf nachgehe. Meine Arbeit hat sich auch soweit rumgesprochen, dass ich auf einen großen Internetauftritt verzichten kann. Ist ja auch eine Geldsache. Aber Speedy; Du kannst mir ja mal ein gutes Angebot machen! :wink:

Aber Speedy hat recht; Wenn ein Personal Trainer nur damit sein Geld verdient ist er recht teuer und für den Normalverdiener kaum erschwinglich. So waren in Köln Stundensätze von 60 Euro keine Seltenheit, in Düsseldorf durfte es auch mal über die Hundert gehen! Da muss dann auch ich auf Sportvereine verweisen, die oftmals auch sehr gute Trainer haben (einfach mal nachfragen-kostet ja nix). Manchmal lohnt auch ein Blick in das Programmheft der VHS. Viele Trainer, ich gehöre auch dazu, stellen sich als Dozent bei dieser zur Verfügung.
Oder Ihr schaut einfach weiter bei RUNNING LIFE rein, hier sind ja schon mal mindestens zwei Personal Trainer die kostenlose Tipps geben. :)
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Beitragvon claudihgl » 20.08.2007 / 22:04

jens77 hat geschrieben:Manchmal lohnt auch ein Blick in das Programmheft der VHS. Viele Trainer, ich gehöre auch dazu, stellen sich als Dozent bei dieser zur Verfügung.
Oder Ihr schaut einfach weiter bei RUNNING LIFE rein, hier sind ja schon mal mindestens zwei Personal Trainer die kostenlose Tipps geben. :)


Nur hier online ist das mit dem "Vormachen" und "Gegenkontrollieren" so schwierig... :wink:
Ich mache meine vier Stretchübungen und habe irgendwie nicht so den Supereffekt dadurch. :? Mein Hintern tut mir z.B. seit den letzten zwei Läufen ziemlich weh... obwohl ich wohl nicht anders gelaufen bin. Deshalb dachte ich so ein Trainer wäre ne gute Idee.
Ich trainiere ja nicht nach Trainingsplan oder so...bin im Augenblick ja mein eigener Plan. :D
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Beitragvon Speedy » 21.08.2007 / 10:17

@Jens:
60 EUR sind in der Branche noch direkt günstig. Klar, für den "Normalsterblichen" klingt das viel. Aber man darf eins nicht aus dem Auge verlieren: Jeder muss von was leben. Und nicht jeder kann seinen Service so altruistisch anbieten wie wir RUNNING LIFE :wink:
Überlegen wir mal: Ein Personal Trainer muss sich sich ein Netzwerk aufbauen und es pflegen. Das kostet Zeitinput, der nicht bezahlt wird.
RUNNING LIFE wurde auch nicht von heute auf morgen "ganz von selbst bekannt". Wir mussten andere Webseitenbetreiber bitten, auf das Portal zu verlinken (und nicht jeder war interessiert, da wir ja keiner der "Großen" waren und ein Gegenlink wenig reizvoll für die anderen), wir haben Karten bei Laufveranstaltungen verteilt, usw. usw. Das kostet eine Menge Zeit. Auch die Betreuung von RUNNING LIFE und dem Forum erledigen sich nicht von selbst. Ebenso wenig die Programmierung neuer Tools für das Lauftagebuch, die Beantwortung von Mailanfragen oder das Verfassen und Einstellen neuer redaktioneller Beiträge. Wir sind immer froh, wenn der eine oder andere aus der RUNNING LIFE-Community mit der Anfrage an uns herantritt, ob wir seine Webseite (bzw. die Firmenwebseite) gestalten können oder wenn wir von Laufveranstaltern, Anbietern von Laufequipment (etc.) gesponsert werden.

Wie auch immer: Zurück zum Personal Trainer:
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Nun hat er zum Beispiel an einem Tag 4 Kunden, zwei davon betreut er eine Stunde, einen 1.5 Stunden, den vierten 2 Stunden. Macht insgesamt 5.5 Stunden. Das erfordert (je nach Sportart(en) ) Fitness. Und bringt ihm 330 EUR. Tatsächlich ist er aber womöglich 8 Stunden oder mehr beschäftigt, weil die Kunden verstreut wohnen, er jeden von ihnen aufsuchen muss usw. Kosten für's Benzin oder die Bahnfahrten hat natürlich auch und und und.
Am nächsten Tag hat er nur einen Kunden, am übernächsten Tag zwei. Bleiben die Kunden (z.B. zur Urlaubszeit) aus, so verdient er nichts. Kein Arbeitgeber bezahlt Krankengeld, finanziert die Kranken-, Pflege-, Rentenversicherung mit. Arbeitslosengeld gibts schon gar nicht.

Mein Bekannter in Frankfurt nimmt 150,- EUR pro Stunde. Das ist natürlich extrem großzügig bemessen. Andererseits ist er erstens sehr qualifiziert (u.a. auch Diplom in Sport) und zweitens hat er Kunden, die sich das leisten können... Da die Nachfrage bei ihm stimmt, kann er diese Sätze verlangen. Klar kann man diskutieren, ob das angemessen ist. Ebenso wie man diskutieren kann, ob es wirklich okay ist, dass der Deutsche Bank Chef über 13 Millionen EUR im Jahr bekommt und damit ungefähr 300x so viel verdient wie einer der durchschnittlichen Angestellten der Deutschen Bank. Ist er wirklich 300x so leistungsfähig? Rechtfertigt die hohe Verantwortung dieses Gehalt? Und das, wo Manager selten für ihre (teuren, teuren, teuren) Fehlentscheidungen zur Verantwortung gezogen werden...?

@Claudia:
Ich habe das Problem mit den Schmerzen im "verlängerten Rückgrat" :wink: auch seit einer ganzen Weile und trete nunmehr auch schon seit einiger Zeit kürzer, auch wenn das wohl definitiv dazu führen wird, beim Marathon im Herbst nicht nach Bestzeiten schielen zu können (evtl. starte ich auch nicht). Gesundheit ist wichtiger!
Das Problem sind die vielen Laufeinheiten. Die Sehnen verkürzen sich dadurch und dann "ziehen" sie bis in den Hintern hoch. Der Ausweg heißt Stretchen (Massage oder Physiotherapeut können natürlich ebenfalls helfen). Aber Stretchen ist nicht gleich Stretchen. Oft wird das Stretching zu halbherzig oder gar falsch angegangen.
Man sollte nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht auf kalte Muskulatur stretchen. Obwohl ich das immer wieder sehe.
Mache ich die Betroffenen dann darauf aufmerksam, erhalte ich oft ein gönnerhaftes Lächeln, denn viele wissen es eh besser und brauchen sich nichts sagen zu lassen. Man kann stretchen, nachdem man sich warmgelaufen hat. Oder aber nach dem Lauf. Und dann sollte es nicht zu zaghaft angegangen werden. Aus Zeit- und Bequemlichkeitsgründen habe ich mich selbst wohl zu oft auf 3,4,5 Stretchingübungen beschränkt, hatte die nach 5 Minuten durch und das war eben wohl zu wenig. Derzeit probiere ich umfangreicher zu stretchen, um das in den Griff zu bekommen.

Evtl. bringen wir auch mal ein Stretchingprogramm auf RUNNING LIFE. Damit wären wir mit Sicherheit nicht die ersten, die das anbieten :D
Mal sehen, wann sich Zeit findet, so was zu realisieren. Derzeit arbeite ich an etwas anderem (wann immer es die Zeit so erlaubt) und ihr werdet dann per Newsletter informiert (vorausgesetzt, ihr seit beim RUNNING LIFE Lauftagebuch registriert und somit im Mailverteiler). Lasst euch überraschen :D
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Beitragvon claudihgl » 21.08.2007 / 21:09

Hi Speedy,

danke für Deine ausführllichen Ausführungen. Also mein "verlängerter Rücken" hat sich nun wieder akklimatisiert und ich werde also mal schauen, ob ich meine vier Stretchübungen nicht erweitern werde.
Im Augenblick laufe bzw. "walke" ich mich 500m ein und starte dann den Lauf. Nach dem Lauf stretche ich gute 10Min, wobei ich meine vier Übungen sehr langsam angehe und laaaaange halte. :wink: Aber wie ich festgestellt habe... wohl nicht lange genug? Na mal sehen.

Mit einem Stundenlohn von 130-160EUR für einen Personal Trainer in Frankfurt hätte ich übrigens gerechnet. Ich schau jetzt erst mal nach ein paar weiteren Strechting Übungen für meinen verlängerten Rücken. Offensichtlich fordere ich doch mehr als ich gedacht habe...

Grüße,
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