absolut keine Kondition :(

Alle haben irgendwann einmal angefangen. Erfahrungsaustausch, Tipps und Tricks für Anfänger.

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Beitragvon Drowning » 22.08.2007 / 01:49

Also das mit dem Lauftrainer muss ich erstmal sehn, also liegt nicht unbedingt an dem Stundenlohn aber ich bin leider ganz schön schüchtern :oops:
Die Tipps zum richtigen Laufstil hab ich mir bereits zu Gemüte geführt. Ist ein Fehler im Laufstil eigentlich "nur" ein Verlust von Energie (z.b. die Arme nicht rechtwinklig und parallel zur Laufrichtung schwingen), oder kann man davon auch Langzeitschäden bekommen? Oder, etwas übertrieben, ist der in eurem Beitrag beschriebene anzustrebende Laufstil das non plus ultra und alle Abweichungen davon sind schädlich?
Du hast natürlich Recht mit den Lauf-Geh-Phasen, ich bin auch bereits wieder nach Plan gelaufen, das mit den 10 Minuten war vollkommen spontan, weil es einfach so ungewohnt gut lief. Der Plan nach dem ich gehe ist übrigens ein "7 Wochen Aufbauplan", also in 7 Wochen von 2min Geh - 1min Lauf Intervallen hin zu 20 Minuten Dauerlauf, glaubst Du das ist realistisch? Den Puls von 170 hab ich mir übrigens nicht ausgerechnet, sondern wie du schon vorschlägst bin ich da nach Körpergefühl gegangen.
Du sagst die Kondition passt sich relativ rasch an, na da bin ich ja mal gespannt, wenn das klappt bin ich schon mal sehr froh.

Naja mit dem Kalt-Stretchen sagt irgendwie auch jeder was anderes, ich mach auch immer ein paar Übungen vor dem Laufen *schulterzuck*
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Beitragvon claudihgl » 22.08.2007 / 07:44

Drowning hat geschrieben: "7 Wochen Aufbauplan", also in 7 Wochen von 2min Geh - 1min Lauf Intervallen hin zu 20 Minuten Dauerlauf, glaubst Du das ist realistisch?


Auch wenn die Frage nicht an mich gerichtet ist: nach meinen persönlichen Erfahrungen ist das ziemlich realistisch. :wink: Ich habe zwar nicht nach so einem Plan trainiert sondern jeden zweiten Tag nach Gefühl aber gestartet habe ich am 5.5.07 und konnte bereits fünf Wochen später am Stück 20min durchlaufen (allerdings natürlich sehr langsam). In den 20min habe ich "damals" so 2,5km geschafft. :) Mittlerweile laufe ich 5km am Stück und an guten Tagen schaffe ich die in 38min... an schlechten brauche ich so 42-45min dafür.
Bei mir war es das Problem (und ist es auch heute noch) den inneren Schweinehund regelmäßig rigoros zu überwinden. Jeden zweiten Tag, egal ob Regen oder Hitze, raus und laufen... wenn ich das weiter durchhalte finde ich es schon mal ne Leistung. :D

Halt durch! Ich wünsche Dir viel Spaß!
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Beitragvon Speedy » 22.08.2007 / 08:42

Drowning hat geschrieben:Die Tipps zum richtigen Laufstil hab ich mir bereits zu Gemüte geführt. Ist ein Fehler im Laufstil eigentlich "nur" ein Verlust von Energie (z.b. die Arme nicht rechtwinklig und parallel zur Laufrichtung schwingen), oder kann man davon auch Langzeitschäden bekommen? Oder, etwas übertrieben, ist der in eurem Beitrag beschriebene anzustrebende Laufstil das non plus ultra und alle Abweichungen davon sind schädlich?


Naja, wir hier bei RUNNING LIFE sind auch nicht allwissend :D
Auch hier im Forum tummeln sich einige Experten mit Tipps und Hinweisen, die für mich neu sind. Namentlich ist zum Beispiel der ernährungswissenschaftliche Hintergrund von Jens und Marathonmädchen beeindruckend! :wink:
Aber zurück zu Deinen Fragen:
Was nun "richtig" oder "falsch" ist, ist so eine Sache. Früher war man der Ansicht, dass dieses oder jenes richtig ist (so empfahl man z.B., vor dem Laufen zu stretchen), heute sagen viele Experten das Gegenteil. Und oft ist es so, dass für "jede" Meinung, die es gibt, irgendwer mit einer Gegenmeinung ankommt. Die Leute hier im Forum geben gute Tipps und tun das nach bestem Kenntnisstand. Aber natürlich immer ohne Gewähr und in Zukunft wird sicher auch das eine oder andere, was wir heute für richtig halten, dann wieder anders gesehen.
Entsprechend sind auch die Tipps zum "perfekten Laufstil" zu sehen. Wer ergonomisch und korrekt läuft, wird seine Energie besser einsetzen. Jemand hat mal zu mir gesagt, er glaubt nicht, dass er beim Marathon so schnell sein wird wie die flotten Afrikaner, nur weil er seinen Laufstil optimiert. Das ist natürlich richtig :wink: Und es gibt auch Beispiele für Spitzenläufer mit schlechtem Laufstil. Manche sind so gut, dass sie sich einen schlechten Stil erlauben können. Aber die Vermutung liegt nahe, dass sie mit einem besseren Stil noch schneller sein könnten. Das Problem ist, dass sich viele nicht mehr umstellen können (oder wollen), weil sie sich in dem eingeschliffenen Stil "wohl fühlen". Ein Bekannter von mir pendelt z.B. mit einem Arm viel stärker als mit dem anderem. Darauf wurde er auch schon hingewiesen, ändern will er aber nichts. Mit seinen 3:04 Stunden auf Marathon ist er zwar nicht zufrieden (drei Mal hintereinander 3:04:xx aber eben nicht das ersehnte Ziel, unter 3 Stunden zu kommen), aber am Stil kann es seiner Meinung nach nicht liegen. Ob ein besserer Laufstil gleich 4 Minuten Zeitgewinn bringen würde, darüber lässt sich streiten.

Ob bei falschem Laufstil Langzeitschäden zu erwarten sind, lässt sich bestimmt nicht pauschal sagen. Wegen einem bisschen falscher Armhaltung sicherlich nicht (nur sehr wenige Läufer, die mir begegnen, haben einen wirklich guten Laufstil ergo müssten die übrigen ja alle zu Invaliden werden :shock: ). Aber mir sind tatsächlich schon Läufer begegnet, die laufen dermaßen "unorganisiert", dass einem Angst und Bange werden kann. Zum Beispiel mit stark abknickenden Fußgelenken, verdrehtem Oberkörper usw. Da kann längerfristig durchaus mit Schäden gerechnet werden.

Drowning hat geschrieben:Der Plan nach dem ich gehe ist übrigens ein "7 Wochen Aufbauplan", also in 7 Wochen von 2min Geh - 1min Lauf Intervallen hin zu 20 Minuten Dauerlauf, glaubst Du das ist realistisch?

Warum nicht? Das sollte bei regelmäßigem Training ohne große Probleme machbar sein und klingt sehr vernünftig. Da Menschen aber keine Maschinen und nicht "planbar" sind, wird es immer einige geben, die dann doch etwas länger brauchen und andere, die schon nach viel kürzerer Zeit auf diesem Niveau sind. Drastisches Beispiel: Jemand mit 50 Kilo Übergewicht wird in aller Regel auch nach 7 Wochen besser mit Walking, denn mit 20 Minuten Laufen zurechtkommen...
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Beitragvon jens77 » 22.08.2007 / 17:33

Zum Laufstil:
Ich denke auch, dass nicht jeder "Laufstilfehler" unbedingt leistungsmindernd oder gar gesundheitsbeeinträchtigend ist. Es kommt allerdings meiner Meinung nach auf die Fehlerart und den Grad der Ausprägung an.
Am Bsp. an Paula Redcliff (sie möge mir verzeihen, ist auch nicht wissenschaftlich) verdeutlicht: Paula wackelt ja etwas stärker mit dem Kopf, sie kennt das "Problem" wird aber nicht daran arbeiten (nach eigenen Aussagen). Ich habe mir auf dieses Interview hin die Mühe gemacht und sie bei einer Wettkampfaufzeichnung etwas genauer beobachtet. Fazit: Ihr Kopf nickt immer im Laufrhytmus, genauso wie auch die Arme im Laufrhytmus leicht pendeln. Wir wissen, dass es gut ist, wenn die Arm- und Beinbewegung gegensetzlich ausgleichend also stabilisierend auf den Oberkörper wirken. Meine Theorie: Würde sie den Kopf gerade halten wollen, müsste sie die Nackenmuskulatur durchgehend anspannen, da sie das bisher nicht so stark gemacht hat, bedeutet dies eine erhöhte Kraftanstrengung also auch erhöhter Energiebedarf und das ist schlecht. Da ihr Oberkörper aber sehr stabil ist wirkt sich das Nicken auch nicht negativ auf den Gesamtlaufstil aus. Fazit: Kopf weiter "wackeln" lassen.
Ein Läufer, der mit seinen Armbewegungen in der Lage ist die halbe Straße leer zu fegen, kann dagegen kein "runden" Laufstil haben. Fazit: an der Armhaltung muss und kann sehr einfach gearbeitet werden. Wie das aussieht kann an den hier vorhandenen Videos gut gesehen werden.
Die Hüpfläufer müssen ebenso an ihrem Stil arbeiten, denn durch die hüpfende Laufbewegung müssen die Gelenke mehr Kraft beim Aufprall absorbieren, was im schlimmsten Fall auch zu stärkerer gesundheitlicher Abnutzung führen kann und natürlich auch unnötig Energie frisst.
Aber wie gesagt, dies ist nur (m)eine Meinung.

Grüße
Jens
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Beitragvon Drowning » 22.08.2007 / 21:23

Mit Hüpfläufer hast du da einen interessanten Punkt angesprochen, darüber mach ich mir nämlich im Moment Gedanken. Ich laufe ja sehr, sehr langsam und das geht mir total auf die Waden (und ich glaube das, was man Achilles Sehne nennt, ich bin kein Mediziner).. Wenn ich meinen Lauf aber mehr "schwinge" (und vielleicht ist es das hüpfen, was du meinst), dann tut es bei weitem nicht so weh und ich laufe viel entspannter. Habt ihr das im Forum hier schonmal ausführlich diskutiert? Ich will ja nicht, dass ihr euch ständig wiederholen müsst. Und naja, was ich vor dem laufen mache, kann man vielleicht nicht richtig stretchen nennen, ich kann bei Interesse ja mal die Übungen hier posten, ich hab eher das Gefühl, dass man damit die Gelenke schmieren soll, indem man deren Radien voll ausnutzt.

@ claudihgl 2,5km in 20 Minuten, wenn ich soweit bin ist das bestimmt ein interessanter Vergleichswert, da Du ja dabei auch noch Anfängerin warst. Bis dahin sind es aber noch ein paar Wochen.
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Beitragvon claudihgl » 23.08.2007 / 11:23

Drowning hat geschrieben:

@ claudihgl 2,5km in 20 Minuten, wenn ich soweit bin ist das bestimmt ein interessanter Vergleichswert, da Du ja dabei auch noch Anfängerin warst. Bis dahin sind es aber noch ein paar Wochen.


Als Anfängerin würde ich mich nach wie vor bezeichnen. :wink: Ich war wirklich fasziniert wie schnell ich Fortschritte gemacht habe und noch immer mache. Aber ich mache immer schön langsam... man überschätzt sich doch ziemlich leicht.

Bin gespannt wie Du mit dem Plan zurecht kommst. Aber denke wirklich dran... Du bist keine Maschine und nur weil andere eine Strecke in einer bestimmten Zeit schaffen muß das für Dich -noch- kein Maßstab sein. Ich werde auf meiner Strecke ständig überholt... mittlerweile kennt man sich und ich werde aufgemuntert. :D Jeder ist eben sein eigener Laufherr.
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Beitragvon jens77 » 23.08.2007 / 19:33

Hüpfläufer meine ich wörtlich. Das heißt, dass tatsächlich die Kraft mehr nach oben gerichtet ist als zum Vorschub genutzt wird. Dies liegt meist daran dass der Laufschritt zu wenig aus der Hüftmuskulatur, bei meist zu steifen Knien, gemacht wird. Weiterhin kommt der Abdruck über die Zehen zu zeitig, das heißt noch bevor das Bein unter dem Körperschwerpunkt durch ist, also im Prinzip auch das Bein zu weit vor dem Körper aufgesetzt und zu wenig nach hinten "durchgezogen" wird. Auch hier kann ich nur auf die Videos auf dieser Seite verweisen, da sich das doch etwas schwer erklären lässt.
Aber Hüpfläufer haben eher Knieprobleme und eher Schmerzen im Oberschenkelbereich, aber auch die Fußsohle wird stark in Anspruch genommen. Und in der Tat, durch das sehr starkes Abdrücken muss auch die Achillessehne mehr arbeiten. Also Dehnen!
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Re: absolut keine Kondition :(

Beitragvon pascaal » 06.08.2010 / 14:32

Ich denke das ist am Anfang normal, man sollte nicht zu viel von sich abverlangen und dann stetig immer etwas drauf legen, so steigert sich das dann und die Kondition müsste sich bessern, problematischer wäre es vielleicht wenn sie die Kondition gut wäre und du auf einmal nicht mehr kannst :P
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