Laufen aber richtig

Allgemeines rund ums Laufen, was sich nicht in eine der anderen Kategorien einordnen lässt

Moderatoren: Buscapé, Speedy

Laufen aber richtig

Beitragvon Porridge » 29.09.2010 / 15:29

Hallo liebe Läufer und Läuferinnen,

ich bin ein porridge, laufe schon ein gefühltes Leben lang mit vielen Höhen und Tiefen, ich liebe diesen Sport in all seinen Möglichkeiten und habe mir mit viel Fleiß einen Lebenstraum erfüllt.

Ich betreibe eine Laufschule, keine Angst Speedy, keine Schleichwebung - es werden weder Namen noch Ort meines Tuns auftauchen, deshalb habe ich als langjähriger Nutzer dieses Forums auch eine Neuanmeldung als porridge gemacht :wink:

Drei Jahre lang habe ich Trainerlizenzen gemacht und darf nun auch Laufkurse in der Prävention machen und mit Krankenkassen zusammenarbeiten.

Mein Ziel war es "vorderglotzeaufdercouchhocker" Freude an der Bewegung speziell am Laufen zu vermitteln.
Bei meinen ersten Kursen, die ich aushilfsweise für eine Muckibude geleitet habe, ist mir klar geworden, dass ich zwar super motivieren konnte, aber meine zwar langjährigen aber halt nicht fundierten Kenntnisse nicht ausreichten für eine anspruchsvolle Begleitung von Laufanfängern.

Erst dachte ich, hm... so ein zwei Wochenkurs sollte doch ausreichen und aus zwei Wochen ist dann eine lange erkenntnisreiche Zeit über drei Jahre geworden.

Bei Volksläufen gerade im letzten Drittel sehe ich häufig LäuferInnen die sich so sehr quälen und mit ein paar kleinen Korrekturen bei der Lauftechnik garantiert gesünder und schneller ans Ziel kämen.

Nun zu meiner Frage an euch, liebe Foris:

Wie haltet ihr es mit Lauftechnik?
Was macht ihr außer laufen?
Wie siehts aus mit Lauf ABC, Kräftigen, Dehnen?
Wieviel Abwechslung habt ihr in eurer Laufpraxis?

Na dann mal los, teilt euch mit - ich bin gespannt!

Liebe Grüße, Haferflockenbrei
Porridge
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Re: Laufen aber richtig

Beitragvon ronaltpeter » 02.10.2010 / 13:55

Hallo!
Da ja hier viele schüchtern sind :oops: möchte ich mal den Anfang machen.
Also ich achte schon etwas auf die Lauftechnik,aber ohne mich jetzt ernsthaft zu zwingen eine
bestimmte Ideal-Haltung einzunehmen.Es ist für mich besser die "körpereigene" Laufhaltung anzuwenden und
nur kleine Korrekturen durchzuführen.Die Ideal-Laufhaltung führt bei mir dazu,das ich mich dann zu sehr auf den
Bewegungsablauf konzentrieren muß und dabei auf dauer den Spaß am Laufen verliere,da ich Ständig am Verändern der Laufhaltung
war und keinen Rythmus beim Lafen fand.Also so loslaufen,wie es der Körper vorgibt und nur wenig korrektur ist für
mich am besten-als Hobby-Läufer,der Wettkämpfe mehr als Spaß sieht und auch mit den letzten Platz keine Probleme hat.
Ausser Laufen gehe ich noch ins Fitness-Studio und die Sauna.Wenn es die Zeit zulässt fahre ich noch Fahrrad (in der Natur)
Dehnen tue ich eigentlich nur nach den Laufen für 5-10min.
Nun Abwechslung beim Laufen?Ich persönlich hatte ich mir 5-6 Strecken angelegt um Abwechslung zu haben,dann aber
festgestellt, das mehr und mehr nur eine Lieblingsstrecke übriggeblieben ist.Selbst da verändert sich soviel im kleinen,das ich immer mal
wieder was sehe wo ich mich frage-nanu- :D war das schon immer da?

Gruß
ronaltpeter
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Re: Laufen aber richtig

Beitragvon sirikit » 03.10.2010 / 18:34

Hallo,
ich bin nicht schüchtern, ich resigniere. Dies ist das einzige Forum, an dem ich mich hin und wieder beteilige, ich bin also nicht "forumerfahren", aber wie bereits gesagt, ich stell mir ein Forum etwas lebhafter vor. Die Beteiligung empfinde ich als öde. Manchmal denke ich, vielleicht bin ich zu wenig Profi und es dürfen nur "Auserwählte" sich daran beteiligen. Aber wenn dem so wäre, wo sind die dann?

Aber jetzt (trotzdem) zu Deiner Frage Porridge:

Ich laufe seit 11 Jahren, seit 2003 auch Wettkampf (Halbmarathon/10/5 km). Ich lese auch Läufer-Zeitschriften und interessiere mich sehr für Lauftechnik. Habe sehr an mir gearbeitet und wurde in diesen Jahren auch schneller. Bin jetzt 59 Jahre alt und versuche 3 Läufe je Woche unterzubringen (voll berufstätig, Familie etc.). Dehnen ist bei mir auch immer nach dem Lauf, da ist es "Pflichtprogramm". Im Winter lauf ich auch mal quer durch Wald und Wiesen, das ist anstrengend und gut für die Koordination.
ABC mach ich leider nicht - weil die Zeit knapp ist, hat Laufen immer Vorrang. An den lauffreien Tagen mach ich Übungen (das geht auch neben der Tagesschau). Da mach ich momentan Muskeltraining - so eine Art Kraft-Zirkel (MAXX). Es ist anstrengend, aber nicht "schweißtreibend". Deshalb mach ich sie ganz gern.

So das war's. Ein bißchen Frust von der Seele geredet. Jetzt seid ihr dran - oder auch nicht.

Sigrid
Lenke deinen Blick auf die kleinen Geschenke des Alltags. So vermehrst du dein Glücklichsein.
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Re: Laufen aber richtig

Beitragvon Porridge » 05.10.2010 / 15:49

Sigrid: ja, ich kann das was du zum Thema Forum schreibst absolut nachvollziehen, unter meinem alten Usernamen habe ich viele Beiträge geschrieben, aber irgendwie kam selten eine echte Diskussion zustande, höchstens wenn sich unser Wasseronkel zu wort meldete, anscheinend ist das Thema Ernährung brisanter als Training, Ausrüstung ect.
Woran es liegen mag, ich weiß es nicht. Vielleicht ist running life nicht bekannt genug, es gibt Laufforen, da wird zum 1000000000000mal ein Hunde Thema erstellt, jeder regt sich auf, nicht schon wieder!, und ruck zuck sind hundert Antworten da und schreiben haargenau das, was sie davor auch schon geschrieben haben, naja:roll:

Man weiß auch nicht, was in einem Forum mit kommerziellem Hintergrund alles reingestellt wird, was gar nicht von den Foris selbst kommt, so nach dem Motto ein Pfund Sensationsgeschichtchen, 200g Tussigehabe ein Kilo saudumme Fragen macht zusammen 10000 Beiträge mit dreimal soviel hits und was weiß ich soviel € Profit für den Betreiber...sag ich einfach mal so :!:
Ab und an amüsant zu lesen aber man will nicht so recht an die Echtheit glauben - trotzdem haben diese Foren ihr hohen Userzahlen.

Da fühl ich mich bei running life irgendwie wie zuhause bei Oma auf dem Sofa und Opa erklärt mir die Welt. Nur wenn immer nur Opa und ab und zu mal Onkel Emil erzählt, wirds halt schon sehr gleichförmig und man weiß irgendwie schon im Voraus wer was rät!
(wer weiß, vielleicht entsteht hier was...)

Aber zurück zu Thema laufen aber richtig.
Bei meinen Anfängerkursen lege ich Wert darauf, dass jeder das Lauf ABC beherrscht und die einzelnen Übungen später in seine Läufe einfließen lassen kann. Auch beim Thema Armarbeit nerve ich meine Läuferinnen, am Ende des Kurses sitzt dann alles und keiner muß sich mehr um seine koordinativen Fähigkeiten Gedanken machen weil es einfach läuft.

Auch bei den Fortgeschrittenen kann ich bereits nach wenigen Trainingseinheiten feststellen wie der Lauf ökonomischer, runder und sauberer wird.

Ich gestalte das Training insgesamt zielgerichtet auf Wettkämpfe und saisonal, niemals aber langweilig und gleichförmig. Es findet sich auch mal ein Natur Zirkel, oder ein Intervalltraining mit Krafteinheiten. Koordination mit immer wechselnden Elementen wie Stock und Stein, Gummitwist und Seilspringen, Laufleiter und Slalomlauf... der kreativität sind keine Grenzen gesetzt solange sie dem Laufsport dienen.

Und jetzt schreibt was dazu, lasst das Forum beben!!!!
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Re: Laufen aber richtig

Beitragvon Wasseronkel » 05.10.2010 / 22:08

Hallo
Porridge hat geschrieben:anscheinend ist das Thema Ernährung brisanter als Training, Ausrüstung ect.


Glaube ich nicht daß Ernährung brisanter ist, nur die meisten fühlen sich auf den Schlips getreten weil sie ihre Ernährung nur für richtig halten.

Aber wir sind jetzt beim Laufen aber richtig.
Laufe jetzt seit fünf Jahren, aufbauend vom Laufgegner weil keine Puste vorhanden als ehemaliger Kettenraucher mit 80 Zigaretten täglich mit der Laufsucht angesteckt und weiter suchtbesessen durchgeführt.
Inzwischen 60 Jahre jung ( und sirikit nicht alt, jung sind wir seitdem wir laufen) und war ein paar mal dabei den Laufstil zu ändern. Man liest vieles und viele halten ihren Laufstill für das Beste. Kenne das früher von Motorrad-Sicherheitstraining wie die Linien auseinandertrifften und beim Laufen ist es nicht viel anders.
Ein Jeder soll seinen Laufstil finden der seinem Körper am besten unterstützt. Habe etliche Bücher gelesen und mehrere Anregungen erhalten und vieles ausprobiert und wieder sein gelassen weil es nur Schmerzen gebracht hatte. Manche Anregungen waren hervorragend aber der Körper zu schwach um dies dauerhaft durchzuführen aber trotzalledem bleibt man dran. Es gibt Zeiten da Laufe ich jeden Tag, da können auch mal 60km am Tag sein so richtig schöne Erlebnisläufe um die Heimat kennen zu lernen. Laufen wo man noch gar nicht war, obwohl es nur ein paar Kilometer von zu Hause entfernt ist.
Dehnen ist für mich ein Fremdwort, habe es am Anfang getan und ist mir nicht bekommen und soetwas sollte man dann sein lassen. Auch das Training vom Verein auf der Tartanbahn brachten mir nur Schmerzen, dies sehe ich nicht ein. Bin es gewohnt, zu laufen als wenn ich keine Füsse hätte weil ich sie nicht spüre. Habe mir angewöhnt nach allen Läufen meine Füße so kalt wie möglich abzuduschen.
Ganzkörpertraining im Fitnessraum mache ich vorwiegend zur kalten Jahreszeit, bin handwerklich genügend tätig um die meisten Körperzonen einzusetzen.
Zu den Foren, hier ist es ruhig aber es auch ein Forum ohne aggressivität, könnte mehr los sein ob es dann auch noch so ist das sei dahin gestellt. Es gibt auch Foren wo Fragen gleich einmal dagegen geschossen wird.
Unser Gesundheitswesen kostet zuviel, es schließt zu viele Menschen aus, und es fördert weder Gesundheit noch verhindert es Krankheit. Es ist Zeit sich zu erheben, reinen Tisch zu machen und die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst zu übernehmen.
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Re: Laufen aber richtig

Beitragvon Speedy » 06.10.2010 / 12:51

Beim Thema "Ernährung" kann man in den meisten Fällen auf Wasseronkel zählen! :D

Ansonsten gebe ich euch völlig Recht: Es könnte hier im Forum lebhafter zugehen. Ich versuche auch immer wieder, interessante Diskussionsthemen einzubringen, kann aber natürlich niemanden dazu zwingen, sich zu beteiligen... Die Qualität der Beiträge finde ich aber ebenfalls wichtig, nicht nur die Quantität. Porridge (was war eigentlich Dein alter Benutzername - oder soll das geheim bleiben?) bringt es ja schon auf den Punkt: Es gibt ziemlich viele Foren wo es eher wüst zugeht, sich alles ständig wiederholt und trotzdem viele Leute Beiträge schreiben.
Vielleicht geht's hier für einige qualitativ zu hochwertig zu und sie wollen es lieber lockerer ("Hallo, wie geht's", "mir geht's gut", "ich war heute laufen", "ja, ich auch, das Wetter war so schön").

Ich habe keine Ahnung... :panikdrop:
Hier im Forum war ja auch schon mal mehr los. Obwohl ich eigentlich nicht den Eindruck habe, die Beiträge würden weniger gut aufgefunden werden als früher. Aber früher gab es auch nicht so viele "Laberforen" zum Thema Laufen mit zehntausenden von Beiträgen. Die werden von Suchmaschinen wohl inzwischen vor diesem Forum gelistet... Das könnte dazu beitragen, das weniger Läufer herfinden.
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Re: Laufen aber richtig

Beitragvon Porridge » 06.10.2010 / 16:09

Hi Speedy,

ich bin sicher du wirst drauf kommen wie mein alter Nutzernamen war :wink: , aber ich habe ganz bewußt einen neuen Namen gewählt, weil ich gerne die vielen Erkenntnisse der letzten Jahre hier im Forum einbringen möchte, jedoch ohne den Beigeschmack hier Eigenwerbung zu machen.
Wie gesagt, ich betreibe eine Laufschule die sich sehr gut entwickelt, weil ich als Läuferin ander Läufer auch nicht abzocken möchte - es sind ja nicht nur Kunden sondern auch Weggefährten wenn ich das so sagen darf.
So, jetzt drückt wieder die Zeit,
bis bald
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Re: Laufen aber richtig

Beitragvon Speedy » 07.10.2010 / 20:27

Marathonmädchen???
Unter "Porridge" hätte ich vom Namen her eher einen Mann vermutet. Aber wenn Du schreibst "Läuferin"...
Ebinas wäre auch eine heiße Kandidatin. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob sie eine Laufschule betreiben würde.

P.S: Du kannst mir es auch als PN schreiben, wenn nicht jeder mitlesen soll :D
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Re: Laufen aber richtig

Beitragvon SprinterFlo » 12.10.2010 / 18:31

Hi Leute,
Ich weiß zwar nich ,ob das hier her gehört, aber da sich hier schon mehrere über das wenig besuchte Forum beschwert haben, wär mein Vorschlag vll. mal drüber nachzudenken sich eine Facebook-Seite oder ähnliches einzurichten, um mehr Leute zu erreichen und die Seite unter Läufern bekannter zu machen.
Nur mal so ne Idee
euer Flo
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Re: Laufen aber richtig

Beitragvon Enibas » 12.10.2010 / 20:23

Hi Speedy,

wie Du siehst: ich trete nicht unter neuem Namen auf - bin immer noch mit meinem alten dabei. Ich war nur lange nicht im Forum, weil ich nicht mehr so kann, wie ich will. Ich laufe noch, aber mit ständigem Handycap. Dazu vielleicht mal später. Heute nicht mehr.

Liebe Läufergrüße

Sabine
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Re: Laufen aber richtig

Beitragvon Speedy » 18.10.2010 / 19:52

SprinterFlo hat geschrieben:Hi Leute,
Ich weiß zwar nich ,ob das hier her gehört, aber da sich hier schon mehrere über das wenig besuchte Forum beschwert haben, wär mein Vorschlag vll. mal drüber nachzudenken sich eine Facebook-Seite oder ähnliches einzurichten, um mehr Leute zu erreichen und die Seite unter Läufern bekannter zu machen.
Nur mal so ne Idee
euer Flo


Das ist natürlich eine Möglichkeit. Macht momentan ja sowieso jeder :P
Was mich an Facebook jedoch stört, ist deren laxe Haltung zum Datenschutz. Dagegen ist Google (Streetview hin, Google Map, Google Earth, etc. etc. her) ja schon die reinste Festung!!! Aber vielleicht lasse ich mich ja doch noch überzeugen (oder eher breitschlagen? :shock: ) :uncledoc:

Enibas hat geschrieben:Hi Speedy,
wie Du siehst: ich trete nicht unter neuem Namen auf - bin immer noch mit meinem alten dabei. Ich war nur lange nicht im Forum, weil ich nicht mehr so kann, wie ich will. Ich laufe noch, aber mit ständigem Handycap. Dazu vielleicht mal später. Heute nicht mehr.
Liebe Läufergrüße
Sabine

Glaube ich Dir glatt. Umso mehr, als dass ich inzwischen weiß, wer "Porridge" ist. :heartbeat:
Auf jeden Fall ist es schön, dass Du wieder vermehrt vorbeischaust. Was ist denn das Handycap? Das alte, mit dem Du Dich schon länger rumschlägst, oder ist etwa noch was Neues hinzugekommen? :crazy: Ich will's ja wirklich nicht hoffen. Wir Läufer LEBEN irgendwo auch von dem Glauben, dass uns weniger schnell was passieren kann (Herzkranzgefäßverengung, Raucherbein, Bluthochdruck, Depression,...) als den Couch-Potatoes.

Liebe Grüße
Speedy
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Re: Laufen aber richtig

Beitragvon Enibas » 19.10.2010 / 21:01

Hi Speedy,

ja ich habe so ein Talent, alles einzusammeln, was man so mitnehmen kann.
Meine Plantarfascitis meldet sich mindestens einmal jährlich. Bis jetzt hatte ich aber nie wieder starke Schmerzen. Wenn ich merke, dass es wieder losgeht, mache ich sofort die Kräftigungsübungen und dehne die Sehne am Fuß gezielt. Muss ich eine Weile durchhalten und dann geht es erst mal wieder.
Probleme mit dem Knie (beide) habe ich immer wieder, aber inzwischen auch die Diagnostik hinter mir. Nichts wirklich beängstigendes. Eigentlich dürften die Knie nicht weh tun, aber sie tun es trotzdem immer wieder. Ich bin wieder bei der Diagnose muskuläre Dysbalancen. Ich habe gezielte Übungen für zu Hause für die Kräftigung bekommen, die soll ich drei mal täglich jeweils 10 Minuten machen. Schaun wir mal. Bin gerade mal eine Woche im Trainingsprogramm. Angeblich soll das alle meine Probleme in den Knien lösen.
Chronisch ist inzwischen das Patellaspitzensyndrom. Ich bin lange beschwerdefrei, bis es mal wieder losgeht. Kommt in Abständen immer wieder. Momentan probiere ich als was Neues das Kinesiotape aus.

Auf jeden Fall führt das dazu, dass ich meine Laufumfänge nicht erhöhen kann. Bei 10 km ist in aller Regel Schluss. Strecken darüber hinaus verstärken meine Beschwerden. Ich laufe also weiter, muss aber eher mal eine Pause einlegen. Über einen zweiten Marathon denke ich nicht wirklich nach. Leider.

Mein zweites Problem sind ventrikuläre Herzrhythmusstörungen. Also Extraschläge. Die sind Anfang 2008 zufällig mal festgestellt worden und seitdem warnen die Kardiologen vor zu hohen Belastungen. Ich soll nicht zu lange laufen (also keinen Marathon) und nicht zu schnell (also nicht mal einen 10 km - Wettkampf). Ich fühle mich nicht krank und beeinträchtigt. Ich merke die Zusatzschläge meist nicht einmal. Ich soll ja auch weiterlaufen, weil man sieht, dass mein Herz erstklassig trainiert ist. Aber warum muss ich denn unbedingt Wettkämpfe laufen? Eigentlich muss ich. Ohne fehlt mir ein wenig die Motivation. Ich muss nicht nur Zwangspausen machen, sondern lasse bei widrigen Umständen auch mal eher das Training ausfallen, als ich das früher getan habe. Kommt ja nicht darauf an. Und in dieser Gesamtstimmung war mir nicht danach, hier im Forum mitzureden. Ich hatte massiv mit mir selbst zu tun.

Deshalb bin ich momentan dabei, mir die Angst abzulaufen. Hätte man das nicht durch Zufall gefunden, wüsste ich heute noch nichts davon und würde mich nicht darum scheren. Ist aber etwas schwierig, das komplett zu ignorieren. Und ich suche nach Alternativen. Vorigen Winter bin ich bei uns im Laufseminar spontan als Ersatztrainer für die Einsteiger eingesprungen. Das hat mir unheimlich Spaß gemacht. Und dann bin ich mit einem Teil der Truppe einen 10 km -Wettkampf gelaufen. In 68 Minuten die 10 km war für mich auch nicht riskant und es hat mich glücklich gemacht, die Anfänger ins Ziel zu bringen. Es ist mir auch irgendwie gelungen, die Truppe zusammenzuhalten und zu motivieren. Das möchte ich gern wieder tun, aber die Organisatoren wollen mich nicht wieder als Anfängertrainer. Auf mein Angebot hat keiner reagiert.

Deshalb suche ich jetzt nach einem Weg, eine kleine Schar Anfänger um mich zu scheren, denen das "Laufen" beizubringen und mit Ihnen gemeinsam auf ein Ziel hin zu trainieren. Einfach so. Ich will keine Laufschule aufmachen und auch kein Geld damit verdienen. Es würde mir Spaß machen, das reicht für mich. Nur weiß ich noch nicht, wie ich das angehe, laufinteressierte Anfänger hier in Leipzig zu finden. Mit Facebook habe ich es nicht so.

Reicht für heute. Du siehst aber auch: wer einmal wirklich angesteckt ist, hört nicht so schnell wieder auf. Und es gibt keinen Grund, vorschnell mit dem Laufen aufzuhören. Ich sage immer: Nordic Walking mache ich erst dann, wenn wirklich nichts mehr geht. Und davon bin ich noch weit entfernt. Ich liebe das Laufen einfach und es macht mich krank, wenn ich zu lange aussetzen muss.

Liebe Grüße

Sabine
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Re: Laufen aber richtig

Beitragvon Speedy » 21.10.2010 / 18:55

Hallo Sabine!

Enibas hat geschrieben:Hi Speedy,
ja ich habe so ein Talent, alles einzusammeln, was man so mitnehmen kann.


Wir Läufer kommen halt auch einfach mehr rum als der Durchschnittsbürger und können daher auch mehr einsammeln :P
Kleiner Scherz am Rande. Denn das klingt ja wirklich eher besorgniserregend. So eine Diagnose möchte ich lieber nicht vom Arzt hören. Das ist wohl einer der Gründe, warum nicht wenige Zeitgenossen (vor allem Männer) sich gerne vor Vorsorgeuntersuchungen drücken. Was man nicht weiß, macht einen nicht heiß. Wenn's natürlich wirklich schlimm um einen bestellt ist, sollte man es eben besser doch wissen, um sich vernünftig verhalten zu können. Aber erst gestern habe ich einen Bericht im Fernsehen gesehen (weiß jetzt nicht mehr welche Sendung, war ARD oder ZDF) und da ist ein Mann mit Knieschmerzen zu 3 verschiedenen Spezialisten. Jeder Arzt hat eine andere Diagnose gestellt, die Kosten haben sich zwischen ca. 250 und 800 EUR bewegt aber im Grunde genommen haben alle drei nur geraten. Habe leider nicht den ganzen Beitrag gesehen, aber ich hatte den Eindruck dass war nur ein Test und der "Patient" war Reporter und eigentlich kerngesund. Würde mich auch nicht über die Gebühr überraschen.
Manchmal ist der Spruch gar nicht so falsch: "Ärzte helfen uns, Krankheiten zu überwinden, die wir ohne sie gar nicht hätten".

Kräftigungsübungen sind sicherlich eine gute und sinnvolle Sache. Nicht nur für die Läufer, bei denen sich bereits Probleme eingestellt haben, sondern auch durchaus bei denen, die (noch) keine Probleme haben. Aber wenn's nicht zwickt, sieht auch kaum einer die Notwendigkeit, irgendwie vorbeugend tätig zu sein.

Bei den Knien helfen Kräftigungsübungen nicht? Evtl. solltest Du Dich mal von einem guten Physiotherapeuten beraten lassen. Was der auch gleich mal prüfen sollte ist, ob Du einen leichten Beckenschiefstand hast. Das muss nichts dramatisches sein. Hatte ich durch's viele Laufen auch schon. Zwei mal behandelt und alles war wieder im Lot.

Hey... ich weiß nicht mal was ein "Patellaspitzensyndrom" ist. Oute mich ja ungern als unwissend, aber wenn man so was noch nie hatte und nicht gerade Arzt oder Therapeut ist, weiß man das wohl eher nicht. "Patella" sagt mir immerhin was. Wo zwickt Dich es denn da chronisch? Kinesiotaping habe ich zum ersten Mal gehört, als ich vor rund 1 Jahr ein Webportal für eine Ärztin erstellt habe, die auch TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) anbietet. Wirkt das denn gut? Berichte mal, wenn Du mehrere Behandlungen hattest.


Enibas hat geschrieben:Mein zweites Problem sind ventrikuläre Herzrhythmusstörungen. Also Extraschläge. Die sind Anfang 2008 zufällig mal festgestellt worden und seitdem warnen die Kardiologen vor zu hohen Belastungen. Ich soll nicht zu lange laufen (also keinen Marathon) und nicht zu schnell (also nicht mal einen 10 km - Wettkampf). Ich fühle mich nicht krank und beeinträchtigt. Ich merke die Zusatzschläge meist nicht einmal. Ich soll ja auch weiterlaufen, weil man sieht, dass mein Herz erstklassig trainiert ist. Aber warum muss ich denn unbedingt Wettkämpfe laufen?


Meine Güte! Du schöpfst wirklich aus den Vollen und lässt nichts aus! Laufen tust Du trotzdem weiter. Das muss man ehrlich bewundern. Wenn man sich da die 1.000 und eine Entschuldigung anhört, die Couch-Potatoes einfällt, nur damit sie nicht ihren faulen Hintern hochbekommen müssen... Die würden Dich um Deine "Ausreden" glatt beneiden - die haben Hand und Fuß!
Ich bin (verletzungsbedingt) auch lange keinen Wettkampf mehr gelaufen. Andererseits war ich im Laufe der Zeit bei so vielen dabei, dass es auch kein unbedingtes MUSS ist, sich ständig was zu beweisen. Vor 3 Wochen bin ich dann zum ersten mal seit längerem wieder am Start gewesen. Und gleich ein Halbmarathon.

Toll, dass Du die Anfängergruppe ins Ziel gebracht hast. Ein richtiger "Hase" bzw. Pacemaker also!
Also ich würde es tatsächlich über Internet probieren, eine Anfängerlaufgruppe zusammen zu bekommen. Wenn Du willst, können wir auf Running Life mal einige Wochen was auf der Startseite bringen. Du solltest Dir ggf. eine gesonderte Mailadresse zulegen, die man angeben kann (und die Du später löschen kannst, falls dann SPAM reinkommen sollte). Hier im Forum ist wohl inzwischen einfach zu wenig los, als dass Du viele Anfänger (und dann auch noch aus Leipzig) zusammentrommeln könntest.
Eine andere Idee: Ein paar Zettel an beliebten Laufstrecken aushängen.

Liebe Grüße
Speedy
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Re: Laufen aber richtig

Beitragvon Porridge » 25.10.2010 / 15:07

Hallo Sabine,

find ich gut, dass du dir diese Aufgabe mit den Laufanfängern gestellt hast. Mein Tipp für dich, über den Deutschen Sportbund kannst du sehr kostengünstig Kurse (auch Tagesseminare) belegen. Dieses Wissen wird dich in deiner Arbeit mit Laufanfängern stärken. Ein fundiertes Grundwissen ist wichtig, um Anfängern Laufen zu vermitteln. Ich hab das am Anfang auch nicht geglaubt, später ist mir klar geworden, wie wichtig dieses Wissen, das ich glaubte zu haben (es aber doch nicht hatte!!) für Läufer, die unter Umständen das erste mal im Leben Sport betreiben, ist.

Motivation zu übertragen ist das eine, Bewegungsmuster zu analysieren, grundlegende Fehler zu erkennen und konstruktiv zu korrigieren, ist eine andere Sache - aber ebenso wichtig. Erkundige dich doch mal in deinem Verein, ob solche Maßnahmen unterstützt werden.

Liebe _Grüße, Porridge
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Re: Laufen aber richtig

Beitragvon Enibas » 17.11.2010 / 14:18

Danke Porridge, für den Tip mit dem Seminar. Darüber habe ich wirklich noch nicht nachgedacht. Bisher habe ich Freunde und Familienmitglieder beim "Laufen lernen" begleitet und da war das unkritisch. Es dauerte meist nicht sehr lange und da haben die meine Unterstützung gar nicht mehr benötigt. Heute laufen die mir alle davon. posting.php# Und beim Laufseminar vergangenes Jahr hatte ich ja auch die Anfänger und ich konnte bei allen Fragen helfen.

Aber es stimmt schon, was Du sagst. Icch will das zwar nicht kommerziell machen, aber wenn man Fremden Hilfe anbietet, ist wohl fundiertes Wissen wichtig. Ich bin nur leider in keinem Verein Mitglied. Bin nicht so der Vereinstyp. Aber ich werde mich diesbezüglich kümmern. Man kann auch aus den Erfahrungen der anderen lernen.

Momentan muss ich meine Pläne sowieso auf Eis legen. Das Privatleben schlägt etwas Purzelbaum (Renovierung unserer Einliegerwohnung, Umzug der Kinder - der Sohn zieht aus, die Tochter ein....) und ich kann nur schlecht regelmäßige Verpflichtungen eingehen. Außerdem ärgert mich mein Knie wieder, so dass ich immer mal wieder ein Training ausfallen lassen muss.

Speedy - Du hast nach dem Kinesiotape und dem Patellaspitzensyndrom gefragt. Ich mache dazu am Besten ein neues Thema auf, weil mich da auch die Erfahrungen anderer Läufer interessieren.

Liebe Läufergrüße
Sabine
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