Knieprobleme und Kinesiotape

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Knieprobleme und Kinesiotape

Beitragvon Enibas » 17.11.2010 / 14:50

Speedy bat mich zu berichten, welche Erfahrungen ich mit dem Kinesiotape bei einem Patellaspitzensyndrom gemacht habe.
Vorab: Ein Patellaspitzensyndrom ist eine Entzündung der Sehne, die den Unterschenkel mit der Kniescheibe verbindet. Die Schmerzen spürt man unterhalb der Kniescheibe.

Bei mir ist diese Entzündung chronisch. Ich laufe also lange Zeit schmerzfrei um dann wieder Probleme zu bekommen. Im akuten Zustand wird eigentlich Laufpause verordnet, aber das hat bei mir nicht wirklich das Ausheilen gebracht, außer, dass ich 6 Wochen lang unleidlich war.
Ich bin jetzt monatelang mit einem Knieband gelaufen. Das ist nicht sehr teuer, aber meiner Meinung nach ungeheuer effektiv. Damit konnte ich lange schmerzfrei laufen. Momentan habe ich wieder etwas stärkere Probleme und bin durch eine Achillessehnenentzündung meines Mannes auf das Kinesiotape gestoßen. Für mein Knie kostete das Tape bei einer Behandlung 5 EUR. Ich habe es dann jeweils eine Woche getragen und dann ein neues machen lassen. Die Empfehlung war, maximal 3 Wochen das Tape zu tragen und dann eine Pause einzulegen. Während ich das Tape trug konnte ich problemlos laufen. Das Knieband habe ich in dieser Zeit nicht benutzt. Das Knie fühlt sich stabiler an, obwohl man das Tape eigentlich gar nicht merkt. Es war also ein gutes Gefühl. Nur leider war der Effekt noch nicht langfristig. Ich trage derzeit kein Tape und habe deshalb wieder etwas stärkere Schmerzen. Da die mich aber im Alltag noch nicht beeinträchtigen, laufe ich gemäßigt (jetzt wieder mit dem Knieband) weiter. Nicht so häufig und nicht so weit wie sonst.

Ich werde mich nach 3 Wochen wieder um ein neues Tape kümmern. Noch bin ich davon überzeugt, dass es gut tut.

Gibt es jemanden hier im Forum, der auch schon damit Erfahrungen gemacht hat?

Ich habe in diesem Zusammenhang auch noch eine andere Frage:
Ein Sportmediziner meint, dass ich mit den richtigen Kräftigungsübungen die Probleme wegbekomme. Er hat mir die Übungen gezeigt, ich habe auch das Gefühl, dass es hilft. Mein linkes Knie ärgerte mich auf unbekannte Weise (der Arzt hatte keinen Begriff dafür und der Bild-Befund war negativ) und da sind die Probleme so gut wie weg. Das Patellaspitzensyndrom lässt sich noch nicht wirklich davon beeinflussen.
Ich mache also täglich die Kraftübungen. Der Arzt empfahl 3 x täglich und das immer. 2 x täglich schaffe ich in aller Regel. Ich merke allerdings, dass nach mehreren Tagen die Muskeln nicht mehr wollen und ich muss eine Pause einlegen. Ich pausiere einen Übungszyklus oder einen ganzen Tag. Danach geht es wieder besser und ich kann wieder 3 bis 4 TAge am Stück trainieren.
Ich kenne vom Laufen, das Regenerationsphasen ganz, ganz wichtig sind. Ist das bei Kraftübungen auch so? Kann mir jemand sagen, ob ich wirklich konsequent jeden Tag die Kraftübung machen soll ohne Rücksicht darauf zu nehmen, dass es jeden Tag schlechter geht, weil die Muskeln nicht mehr wollen? Ist das der gewollte Effekt?
Oder ist es auch besser, Trainingspausen einzulegen um Regeneration zuzulassen?

Wer hat also mit diesen Krafttraining Erfahrungen gemacht? Ich hoffe nicht, dass diese Läufer alle nicht mehr im Forum sind, weil sie ihre Probleme nicht in den Griff bekommen haben und nun gar nicht mehr laufen. posting.php#

Ich bin auf Eure Antworten gespannt.

Liebe Läufergrüße und lasst Euch von nichts abbringen. Auch die Wehwehchen kann man überwinden.

Sabine
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Re: Knieprobleme und Kinesiotape, vorsicht lang!

Beitragvon Porridge » 19.11.2010 / 10:18

Hi Sabine,

sehr interessantes Thema, nicht nur in Bezug auf das Knie, sonder im Bezug auf entzündliche Prozesse im Allgemeinen. Da ich ja Anfänger betreue habe ich auch oft ältere mit diversen Problemen mit den Gelenken. Um auch hier mehr Sicherheit zu bekommen, habe ich einen Vortrag mit dem Titel "Neue Wege bei Rheuma und Arthrose" besucht.
Ich habe in diesen fast vier Stunden unglaublich wertvolle Erkenntnisse zum Thema Entzündungen auch bei Sportlern bekommen. Auch zum Thema Schmerzen und deren Behandlung war dieser Vortrag einfach wertvoll.
Es war alles andere als eine Verkaufsveranstaltung, denn die entzündungshemmenden Stoffe sind in fast jedem Haushalt vorhanden, es sind Gewürze, Öle, Pasten, Nüsse ect. - und all dies mit wissenschaftlichem Hintergrund, also alles in Wissenschaftlichen Studien belegbar.
Mein Mann betreibt Leistungssport und hat ständig Probleme mit dem Patellaspitzessyndrom. Herkömmliche Behandlungen brachten zwar mal Linderung jedoch keine beständige Besserung. Seit 2 Monaten hat er nun alle Schmerz-und Entzündungshemmer abgesetzt und behandelt das Knie mit Quark-Chilli Umschlägen. Eine Ernährungsumstellung (war eh schon sehr vollwertig) hauptsächlich bezüglich der Fette und das konsequente Einnehmen von Chilli Schoten, Ingwer, Zimt, Kurkuma, Kakao, Pfeffer, Meerrettich, Senf, Tomatenmark, Leinöl haben zur fast vollständigen Beschwerdefreiheit geführt - ohne Sportpause!!
Mal ganz plakativ formuliert gibt es eben die guten und die bösen Fette, die einen fördern die anderen hemmen Entzündungsprozesse. In den Gewürzen sind sowohl entzündungshemmende wie schmerzlindernde Substanzen, die schwefelhaltigen Verbindungen in Senf und Meerrettich fördern den Knorbelaufbau und der Wirkstoff in den Tomaten (wird erst beim Kochen aktiviert - deshalb das Mark) hat schützende Wirkung auf die Knorbelsubstanz.
Die üblichen Schmerzmittel schädigen dagegen den Knorbel und der negative Kreislauf ist somit besiegelt.
Da Kinesio Tape ja auch keinerlei Nebenwirkungen hat, kann ich mir gut vorstellen diese Methode zu kombinieren. Mir hat der Tape nach meiner Schulter OP so gut geholfen, dass sich fast keine Schwellung gebildet hat und die Heilung sehr schnell war.

So, ich habe mich bemüht ohne FachChinesisch auszukommen, wer spezielle Info dazu haben will, kann mich gerne über PN kontaktieren. Ich habe eine kurze Zusammenfassung des Vortrags hinsichtlich Ernährung verfasst, eine paar Rezepturen zur alltagstauglichen Einnahme der genannten Substanzen sind auch dabei - ich werde euch das gerne zukommen lassen (koscht nix :wink: )
Porridge
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Re: Knieprobleme und Kinesiotape

Beitragvon Enibas » 20.11.2010 / 20:39

Hallo Porridge ,

wie gehen die Quark-Chili-Umschläge? Quarkumschläge kenne ich schon, die hat mein Mann für die Achillessehnenentzündung empfohlen bekommen. (Hat ihm auch gut getan. Hat allerdings noch nicht gereicht, die Beschwerden ganz weg zu bekommen.) Wie kommen hier die Chilis ins Spiel? Pulver oder kleine Chilis in den Quark mischen? Das möchte ich mal probieren.

Entzündungshemmende Medikamente und auch die Enzyme nehme ich schon lange nicht mehr. War teuer, hat nie wirklich nachhaltig geholfen und vor allem habe ich von den entzündungshemmenden Tabletten immer Wasser im Körper angesammelt. 3 kg Gewicht zugelegt. Das ging dann zwar immer wieder weg (war ja nur Wasser), aber das hat gedauert und in der Zwischenzeit passten die Klamotten nicht.

Du hast kein Fach-Chinesisch benutzt. War alles verständlich. Wie das mit der privaten Nachricht (PN) geht, habe ich noch nicht ausprobiert, werde ich aber heute das erste Mal tun. Ich habe nämlich Interesse an Deinen Tips.
Ich weiß, dass der Stoffwechsel massiven Einfluss auf Gelenkprobleme hat. Ich hatte mal eine Zeit lang Schmerzen in den Daumengelenken. Rizarthrose nennt sich das. Die ERgotherapeutin empfahl mir, mal eine Weile völlig auf Fleisch und Wurst zu verzichten. Und siehe da - nach 3 Wochen war alles wieder okay. Und das mache ich heute noch: sobald sich meine Daumengelenke melden, ernähre ich mich konsequent vegetarisch und es geht gleich wieder weg. Leider esse ich gerne Fleisch. Ich esse es bewusst und nicht oft, aber ganz verzichten will ich nicht.

Ansonsten hier mein öffentlicher Dank an Dich, Deine Tips uns einfach so zur Verfügung zu stellen. Ich werde es auf jeden Fall ausprobieren.

Sabine
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Re: Knieprobleme und Kinesiotape

Beitragvon laufsocke » 10.05.2011 / 11:45

Hallo Sabine,

ich kann zwar nicht genaus sagen welche Knieprobleme ich genau hatte, sie waren aber sehr intensiv. Sprich keine Laufen mehr möglich, nach läufen keine richtiges gehen mehr möglich. Ich dachte immer an Überlastung als Ursache.
Bandagen, Cremes und Beinmuskeltraining haben nur bedingt geholfen.
Letztendlich bin ich jahrelang mit falschem Schuhwerk gelaufen. Irgendwann habe ich mir dann beim Runnerspoint eine Laufanalyse machen lassen, die ist kostenlos und du mußt auch nichts kaufen. Zuerst wirst du auf dem Laufband analysiert und dann stellst du dich barfuß auf einen Scanner. Ergebnis mit den richtigen Schuhen: keine Knieprobleme mehr.

Viele Grüße,
laufsocke
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