Allgemeines rund ums Laufen, was sich nicht in eine der anderen Kategorien einordnen lässt
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von Speedy » 22.12.2009 / 11:50
Nachdem der Herbst bzw. Frühwinter ja recht mild war und während der meisten Läufe so 12-16 Grad geherrscht haben, sind die Temperaturen vorletztes Wochenende eingebrochen. Eigentlich sind knapp unter Null Grad bei schönstem Sonnenschein ja kein Thema. Die Tücke steckte allerdings im Detail:
Vorher waren es deutlich wärmer, nun also ein Lauf bei 15 Grad kälterer Außentemperatur. Etwas ungewohnt, aber "es lief". Nicht mehr so gut lief es schon ein, zwei Stunden nach dem Läufchen, als der eine oder andere Huster meine gereizte Lunge verließ. Am nächsten Tag ging's dann los mit dem Husten und wurde immer schlimmer. Voll auf die Bronchien und nicht nur aus Vernunftsgründen, sondern schon vom rein praktischen Aspekt her war an Laufen nicht mehr zu denken. Natürlich ist mir schon während des Laufs aufgefallen, wie aggressiv die kalte Luft wirkt. Daher habe ich möglichst versucht, durch die Nase zu atmen, um die Luft wenigsten ein wenig vorzuwärmen. Ganz offensichtlich war dieser kleine Trick dieses Mal nicht ausreichend. Was sind eure Tricks in dieser Situation? Hat vielleicht der eine oder andere von euch dieselbe schlechte Erfahrung gemacht beim ersten Lauf nach dem "großen Temperatursturz"?
Liebe Grüße von eurem Speedy
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von Königskind » 22.12.2009 / 18:37
Grundsätzlich müssen wir festhalten, dass die kalte Luft alleine keinen Husten bringt, es kommt jetzt darauf an ob Du Husten hast im Sinne einer Erkältung und die würde wirklich nur durch Viren eingefangen werden. Von Husten einfach wegen des Tempisturzes, habe ich noch nie gehört. Würde aber auch nicht sagen es gäbe es nicht. Mein erster Lauf bei eisigen -15 Grad war einfach nur herrlich, ich habe auch versucht durch die Nase zu atmen, aber das ging bald nicht mehr, also vertraute ich einfach darauf, dass es schon gut kommt. Ich gehe einfach bei solchen Temperaturen etwas kürzer Laufen. Liebe Grüsse Königskind
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von Wasseronkel » 22.12.2009 / 22:42
Habe damit kein Problem, bin am Sonntag als die Kälterekorde gab 26km gelaufen. Atmung war immer durch den Mund, versuchte ich die Nasenatmung, zog es mir die Nase zusammen zumindest war das Gefühl so. Husten ist für mich eine Seltenheit und kündigt sich wirklich einmal an nehme ich Salz und der Spuk ist vorbei.
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von runner77 » 23.12.2009 / 12:59
Servus Speedy, ich hab generell kein Problem mit der Kälte. Das mit der Nasenatmung hab ich mal versucht, aber mir gings da ähnlich wie Wasseronkel, irgendwann war die Nase zugefroren. Wenns ganz dick kommt hab ich entweder eine Sturmhaube oder ein Bandana-Tuch, was aber dann durch den Atem auch recht schnell einfriert. Ich war letzte Woche bei ca. -10 Grad mal knappe 3 Stunden Radfahren - war kein Problem. Ich konnte mich allerdings kaum mehr bewegen - eine Zwiebel hat weniger Häute  . Mir war die "extreme" Kälte übrigens deutlich lieber als das, was sich jetzt so draussen abspielt. Sehr ungemütlich! Grüße, Andi
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von Speedy » 23.12.2009 / 17:46
Mein "Kälterekord" liegt bei -23 Grad Celsius (aufgestellt in Toronto, Ontario - Kanada  ). 15 km waren es übrigens, ich war nicht mal besonders warm angezogen. Bei diesem Lauf habe ich nebenbei bemerkt übrigens keinen Husten bekommen. Natürlich lässt sich nicht ausschließen, dass wirklich Viren (mit-) verantwortlich waren. Dazu muss ich allerdings auch sagen, dass ich mich vor dem Lauf kerngesund gefühlt habe. Kein Schnupfen, kein Husten, auch sonst nichts. Dann der Lauf und praktisch sofort nach dem Lauf ging es los mit einem Huster hier und noch einem Huster dort. Dass Kälte die Lungen reizen kann, halte ich durchaus für plausibel. Ob man deshalb auch krank wird (bzw. nach der Theorie von Königskind gar nicht aus diesem Grund krank werde kann) ist durchaus Grundlage für eine spannende Diskussion Mit dem "durch die Nase atmen" habe ich übrigens keine Probleme. Es ist halt auch eine Frage des Tempos. Bei einem Puls von 90% der maxHF atmet wahrscheinlich kein Läufer der Welt kilometerlang ausschließlich durch die Nase. Aber bei relativ moderatem Tempo ist es durchaus möglich, nur bzw. überwiegend durch die Nase zu atmen. Das eignet sich meiner Meinung nach übrigens auch als "Trainingstrick". Z.b. um als Coach seine rasenden Schützlinge dazu zu bringen, sich auch mal an einen langsameren Lauf heranzutrauen und nicht bei jedem Lauf mit maximalen Ergeiz loszurennen nach dem Motto: "Nur wenn ich mich danach fix und fertig fühle, hat es auch was gebracht!". Es grüßt euch Speedy
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von Königskind » 23.12.2009 / 22:10
Hallo Speedy es scheint eine einmalige Sache zu sein bei Dir. Habe etwas im Netz gesucht, aber nicht wirklich etwas brauchbares gefunden, der allgemeine Tenor liegt auf harmlos, also die Kälte für die Lunge, was Dein Lauf in Toronto ja beweist. Jene die sagen es könnte etwas machen gehen davon aus, dass die Lunge ein Grundproblem hat und die Kälte die dazu kommt, dann nicht gut ist. Eine andere These ist, dass die Kälte mehr Feuchtigkeit produziert in der Lunge und diese dann abgehustet werden muss. Wenn das aber bei Dir der Fall wäre, müsstest Du immer Husten nach so einem Lauf. Die Frage scheint also unerklärbar zu sein. Da andere Läufer damit ja kein Problem haben. Du sagst ja ein bis zwei Stunden nach dem Lauf, könnte es auch etwas anderes sein das Deine Lunge gereizt hat nach dem Lauf? Ich denke dass unsere Lunge durchaus in der Lage ist solche Tempis auszuhalten unbeschadet, wir können ja auch in die Arktis reisen ohne Probleme. Was denkst Du?
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von Speedy » 28.12.2009 / 09:14
Nun, wenn man es an sich selbst erfährt und danach 1,5 Wochen Husten hat, neigt man wohl dazu, das als real anzusehen  ... und nach der Ursache zu fragen. Wenn man dann sieht, man ist laufen gewesen und gleich danach ging es los mit dem Husten, vermutet man ein Ursache-Wirkungs-Prinzip. Also den Lauf in der Kälte als Auslöser mit der Folge, Husten bekommen zu haben. Natürlich ist nicht auszuschließen, dass sekundäre Faktoren hinzukamen. Aber auch wenn die Literatur der Ansicht ist, durch einen Lauf in der Kälte bekäme man keinen Husten, bedeutet das nicht, dass es deshalb unmöglich ist. Auch im (beinahe) Jahre 2010 finden Forscher noch neue Erkenntnisse und die Menschheit weiß noch längst nicht alles Fakt ist: Ich laufe auch nicht erst seit einigen Monaten, sondern schon seit vielen Jahren und - soweit ich mich erinnere - hatte ich noch nie Husten wegen eines Laufs durch die Kälte bekommen. Was aber nicht unbedingt den Umkehrschluss zulässt, dass es deshalb unmöglich wäre, davon Husten zu bekommen. Viele Grüße Speedy
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von Königskind » 28.12.2009 / 15:13
Hallo Speedy falls ich Dir in irgendeinerweise auf den Schlips getreten sein sollte, möchte ich mich entschuldigen. War überhaupt nicht meine Absicht und gerade weil ich weiss, dass Du kein Anfänger bist versuchte ich herauszufinden ob der Husten einen Zusammenhang mit dem Lauf haben konnte oder eher nicht. Und ich habe ja nicht ausgeschlossen, dass es so sein könnte, gell Also bitte entschuldige meine vielleicht nicht durchgedachten Worte, Freunde? Sei lieb gegrüsst Königskind
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von Speedy » 29.12.2009 / 09:12
Königskind hat geschrieben:Hallo Speedy falls ich Dir in irgendeinerweise auf den Schlips getreten sein sollte,
Nee, kein Problem Ich finde die Diskussion eher spannend. Bin also laufen gewesen, habe direkt danach Husten bekommen und der Grundtenor ist, dass das eigentlich gar nicht möglich ist. Wenn man sich vorher schon krank gefühlt hat, braucht man sich natürlich nicht wundern, wenn es dann ausbricht. Wenn man zuvor aber kerngesund war, was dann? Vielleicht stand bereits eine unterschwellige (unbemerkte) Erkältung im Startloch. Oder aber der Husten kam tatsächlich vom Laufen. Wenn es plötzlich fast 20 Grad kälter ist als bei den Läufen der Vorwochen, finde ich das eine plausible Möglichkeit. Viele Grüße Speedy
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