Allgemeines rund ums Laufen, was sich nicht in eine der anderen Kategorien einordnen lässt
Moderatoren: Buscapé, Speedy
von runner77 » 28.12.2009 / 21:18
Servus zusammen!
Ich stell das Thema mal hier rein, weil ich fast befürchte, dass es weiter unten übersehen werden könnte.
Ich hätt´da mal eine Frage an euch: Hatte schon mal jemand eine Sehnenentzündung? Ich hab mir vor gut 2 Jahren während einer Marathonvorbereitung eine eingefangen, im rechten Fuß, ganz außen am Rist praktisch. Zog sich von den Zehen seitlich nach hinten fast bis zur Ferse. Den Marathon musste ich dann auch abbrechen, ich hab darüber ja einen frustbiergeschwängerten Eintrag gepostet.
Ich war damals beim Arzt, der mir sagte, dass ich das Laufen sein lassen kann, weil das nie wieder gut wird, da die Sehne überlastet ist. Mit Physio und einer längeren Pause hab ichs dann wieder in den Griff bekommen, lief seither vollkommen problemlos und schmerzfrei Marathons, Halbmarathons und einen Marathon bei einem Ironman.
Nach dem IM Anfang September machte ich bewusst eine längere Pause und wollte Mitte Oktober gaaanz langsam wieder mit dem Laufen beginnen.
Und prompt war sie wieder da, meine Sehne, ohne Vorwarnung. Einfach so. Zwei Wochen Pause, nächster Versuch. Ging mehr schlecht als recht. Also hab ich beschlossen, einen Monat zu pausieren. Vorgestern war dann der große Tag. 10 km - 5 gingen, ab 8 wurds richtig schmerzhaft und seither kann ich nciht mehr richtig gehen, es tut sehr weh.
Natürlich werde ich die nächsten Tage zum Arzt gehen, aber vielleicht weiß ja von euch schon mal jemand einen Rat - zumal ich eigentlich schon wieder im Trainingsplan für meinen nächsten IM bin. Noch kommt keine Panik auf, aber im Nu ist das Frühjahr da, und dann sollte es problemlos laufen!
Danke schon mal, Andi
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von Speedy » 29.12.2009 / 09:29
Hallo runner77, da gibt es einige recht ähnliche Themen im Forum - z.B. der hier: Ziehen, Schmerzen in der Achillessehne (wo Du Dich ja selbst an der Diskussion beteiligt hast). Kannst Du denn die "üblichen Verdächtigen" ausschließen? Dazu gehören zu alte Laufschuhe, der Einsatz neuer Laufschuhe die z.B. zu eng sind, zu wenig Dämpfung haben, andere Art des Lauftraining - z.B. geändertere Untergrund usw. Hast Du Einlagen oder bräuchtest Du ggf. welche? Ich selbst habe einen Hohlfuß, bin jahrelang ohne Probleme gelaufen und plötzlich ging es aus heiterem Himmel los. Abhilfe haben gute Einlagen geschaffen. Wobei ich erst beim x-ten Orthopädiefachgeschäft endlich auf eins gestoßen bin, das Ahnung hatte und gute Einlagen macht - bei den vorangehenden waren die Einlagen so schlecht, dass ich sogar noch mehr Schmerzen hatte als ohne Einlagen. Hast Du schon mal probiert, "auf der Stelle zu gehen"? Also linker Fuß auf den vorderen Fußballen (Richtung Zehenspitze), wieder zurück in Normalstellung, dann mit dem rechten Fuß dasselbe und immer abwechselnd. Das trainiert wunderbar die Fußsehnen. Zu Beginn vielleicht erst mal nur 40-50 Mal, dann Pause und nochmals zwei weitere Wiederholungen. Später langsam die Anzahl steigern. Allerdings sollte diese Übung ohne größere Schmerzen möglich sein. Wenn's wehtut, besser nichts über's Knie brechen... Liebe Grüße und gute Besserung! Speedy
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von runner77 » 29.12.2009 / 17:51
Hi Speedy,
die "üblichen Verdächtigen" schließe ich eigentlich aus. Ich hab ja doch schon ein paar Jährchen "Erfahrung" mittlerweile und wüsste nicht, was ich im Moment groß falsch oder anders mache. Schuhe sind gut, nicht alt, Einlagen habe ich, auch relativ neu und hochwertig. Ich hab zur Zeit ein ganz komisches Gefühl, auch beim Gehen, als ob ich mit dem rechten Fuß extrem über den Außenfuß abrollen würde, was ja auch den betreffenden Bereich beanspruchen würde. Wenn ich dann bewusst versuche, den Fuß "gerade" laufen zu lassen, fühlt es sich an, als ob der Fuß gar nicht richtig zu mir gehört! Klingt komisch.... Ich vermute, dass wird viel Arbeit für die Physiotherapeuthin, ich frag mich im Moment nur, wo dass nach einer längeren Pause so plötzlich herkommt. Ich hab übrigens während der Pause weiter Kraftausdauer auf dem Rad bzw. der Rolle gemacht, muskulär sollte sich also nicht allzuviel verändert haben.
Gruß, Andi
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von Speedy » 29.12.2009 / 21:22
Hallo Andi, runner77 hat geschrieben:Hi Speedy, die "üblichen Verdächtigen" schließe ich eigentlich aus. Ich hab ja doch schon ein paar Jährchen "Erfahrung" mittlerweili
weiß ich!  Wollte sicherheitshalber aber trotzdem gefragt haben. Zuerst sollte man wohl immer herausfinden, ob und ggf. was sich geändert hat. Hat sich nichts geändert, wird's schwieriger, das Problem einzugrenzen. runner77 hat geschrieben:Ich vermute, dass wird viel Arbeit für die Physiotherapeuthin, ich frag mich im Moment nur, wo dass nach einer längeren Pause so plötzlich herkommt. Ich hab übrigens während der Pause weiter Kraftausdauer auf dem Rad bzw. der Rolle gemacht, muskulär sollte sich also nicht allzuviel verändert haben.
Naja... da kann ich nur bedingt zustimmen. Hast Du schon mal eine längere Zwangspause einlegen müssen? Sagen wir z.B. mal einen Monat? Und dann folgte einfach mal so ein Lauf über 20 km? Ich habe so eine Erfahrung (etwas weniger extrem) schon mal hinter mich bringen dürfen. Ergebnis: MUSKELKATER. Dabei habe ich so was zuvor schon seit Jahren nicht mehr gehabt, ausgenommen nach einem Marathon - aber das ist ja ein Thema für sich. Du hast zwar Kraftausdauer betrieben, warst auf dem Rad (etc., etc.), aber die Belastung für Deine Füße war eben nicht so wie beim Laufen. Das ist genauso, wie jemand ein Top-Läufer sein kann (jedoch nie Rad fährt) und trotzdem üblen Muskelkarter bei (z.B.) 50 km Radfahren bekommen kann (eine Distanz, wo Du vermutlich gerade erst anfängst warm zu werden). Da werden einfach andere Muskelgruppen beansprucht, die sonst nie trainiert wurden. So was wie Du gerade hast, ist mir auch schon passiert. Wenn auch nur ansatzweise, LÄNGST nicht so extrem und es ging auch schnell wieder weg. Vielleicht ist es einfach so, dass die Füße eine Art "Trainingsentwöhnung" durchgemacht haben. Es fehlte der regelmäßige starke Reiz, der beim Laufen auftrat, die Füße haben sich entspannt, einiges hat sich geändert und dann kamen wieder die (nunmehr ungewohnteren) Laufeinheiten. Aber ich bin kein Physiotherapeut und denke, der Gang zu eben einem solchen wäre eine sehr gute Idee. Wir haben mit Chris ja einen Therapeuten im Team. Allerdings steht der momentan nicht zur Verfügung und eine "Ferndiagnose" ist halt auch was anderes, als wenn sich ein Experte das mal "live" anschauen kann... Gruß, Speedy
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von Speedy » 07.01.2010 / 18:56
Hallo runner77,
gibt es schon was Neues? Warst Du vielleicht inzwischen beim Physiotherapeuten/Osteopathen oder anderem Spezialisten, der professionelles Licht ins Dunkle bringen konnte?
Wünsche Dir auf jeden Fall gute Besserung bzw. viel Erfolg dabei, das in den Griff zu bekommen!
Liebe Grüße Speedy
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von runner77 » 11.01.2010 / 12:58
Hallo Speedy, danke der Nachfrage. Ich war leider noch nicht in Behandlung, meine Physiotherapeuthin wurde krank. Ich bin jetzt zwar wieder so gut wie schmerzfrei, hab selbst mal ziemlich viel Dehn- und Kraftsachen gemacht und glaube, dass sich der ganze Fuß bzw. das Bein wieder insgesamt besser anfühlt. Ich werde aber noch ein bißchen warten mit dem Laufen, weil die Entzündung mit Sicherheit noch schlummert. Aber mit dem MTB durch den Schnee düsen macht auch Spaß Grüße, Andi
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von Speedy » 13.01.2010 / 12:55
Hallo runner77, klingt ja so, als würdest Du Dich im Alleingang kurieren. Vielleicht ist ja was dran an der Aussage, die Wasseronkel im diesjährigen Interview macht: Ich finde, dass Läufer die zu Ärzten laufen, ihre Beschwerden auch nicht schneller losbekommen.Ohne gleich so rigoros zu sein muss ich sagen, dass meine Erfahrungen bzgl. Sportverletzungen und Arztbehandlung auch nicht die besten sind. Allerdings habe ich da durchaus deutlich bessere Erfahrungen mit Physiotherapeuten/Masseuren gemacht. Ärzte diagnostizieren Krankheiten, von denen wir bisher nicht wussten, dass sie überhaupt existieren. Die Physiotherapeuten sind dann die Praktiker, die uns helfen, die Beschwerden in den Griff zu kriegen. 
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von runner77 » 13.01.2010 / 22:14
Hallo Speedy, ein Arzt sieht halt in der Regel nur das Wehwechen, rät dann vielleicht noch zu kräftigem Dehnen und verschreibt neue Einlagen. So läuft es doch meistens. Ein guter Physio oder Masseur sieht sich das "Leiden" eher ganzheitlich an und geht auf meist nicht direktem, aber effektiven Weg vor. Das sind zumindest meine Erfahrungen. Ganz im Alleingang werd ichs nicht machen, ich muss nur warten, bis meine Physiotherapeutin wieder gesund ist. Hoffentlich gehts schnell, ich bin langsam auf Laufentzug!! 
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von runner77 » 06.03.2010 / 15:01
Tag zusammen,
es ist an der Zeit, dass ich mal wieder einen kurzen Lagebericht abgebe. Ich komm langsam wieder klar mit dem Fuß, bin in Behandlung und hab ein ganz gutes Gefühl. Meine Physiotherapeutin meinte, dass evtl. sogar die Pause ursächlich war und die Achillissehen blockiert war. Jetzt heißt es viel dehnen, Gymnastik und Kinesio Taping. Ich war jetzt schon einige Male auf dem Laufband, das hat ganz gut hingehauen. Ich bin also guter Hoffnung. Abgesehen vom Laufen steigen mittlerweile natürlich schon wieder meine Radumfänge, Schwimmen steht auch zweimal in der Woche auf dem Programm. Das Radprogramm wurde heute leider schon wieder durch neue Schneemassen unterbrochen, das heißt wieder ab in den Keller auf die Rolle. Wird langsam ziemlich öde!! Aber ich bin guter Hoffnung, dass sich der Winter heute zum letzten Mal aufbäumt. Es reicht!!
Viele Grüße, Andi
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