ich möchte euch kurz meinen Leidensweg schildern. Vielleicht kann ja der oder die andere von euch mich wieder aufbauen.
Ich laufe jetzt wieder regelmäßig seit ca. 3 Monaten. Wieder, weil das Knieproblem nicht neu ist.
Meine Motivation war, das ich doch deutlich an Gewicht zugelegt hatte. Mein Highscore lag bei 102 Kg. Das war auch mein Startgewicht als ich wieder zu laufen anfing. Heute wiege ich 91 Kg
Ich fing also 4-5 mal die Woche wieder mit kurzen läufen so um die 3 km an und steigerte die Distanz kontinuirlich. So hatte ich auch in kurzer Zeit (ca. 4 Wochen) meine persönliche Bestleistung erlaufen, 10,5 km in 58 min.
Soweit alles gut. Bereits nach kurzer Zeit fing allerdings mein linkes Knie an zu schmerzen. Es war ein leicht ziehender Schmerz links vorne unter der Kniescheibe. Ich laufe, da das Problem ja bekannt ist, von Anfang an mit einer Kniebandage um das Knie etwas zu stützen.
Vor gut 6 Wochen wurden die Schmerzen dann deutlich stärker und aus dem leichten ziehen wurde ein starker, stechender Schmerz der teilweise so heftig war das mir die Tränen in die Augen schossen.
Schlimmer noch war es dann nach dem Laufen. Ich konnte kaum gehen. Besonders Treppen abwärts zu gehen bereitete mir sehr große Probleme.
ich also zum Arzt. Der Hausarzt meinte ich solle weniger laufen und wenn möglich nicht auf Asphalt um die Belastung zu reduzieren. Nach dieser allerweltsaussage bat ich um eine Überweisung zu einem Orthopäden.
Dieser Untersuchte das Knie dann sehr gründlich und fragte mich aus was mein Trainigsverhalten, Laufstrecken, Dauer, Zeit, Gewicht usw. angeht.
Sein Fazit: Ich sollte das Laufen lassen und Fahradfahren!
Das war der Hammer. genau das wollte ich auf keinen Fall hören. Er sagte ich wäre an der Kreuzung wo es an der Arthose vorbeigeht leider falsch abgebogen.
Diese Diagnose kann und will ich aber irgendwie nicht wirklich akzeptieren. Ich bin gerade mal 38 Jahre alt und fühle mich sonst Topfit. Der Arzt sagte auch das sonst alles in bester Ordnung sei und ich eine sehr starke und gesunde Muskulatur hätte, dieses Problem aber durchaus trotzdem auftritt und nicht besonders selten ist. Von weiteren, das Knie belastenden Sportarten rät er mir aber unbedingt ab, da Arthrose nicht Therapiebar ist.
Das musste ich erst einmal verdauen. Ich fing also mit Schwimmen an um wenigstens nicht in ein Motivationsloch zu fallen.
Nach einigen Wochen, die Schmerzen sind inzwischen abgeklungen, ermunterte mich meine Frau mit ihr eine kurze Runde (4,6 km) zu laufen. Dies ging auch gut ohne jeglichen Schmerz. Diese kurze Runde bin ich zuletzt gestern wieder gelaufen und habe keinen Schmerz feststellen können.
Hat der Doc nun unrecht gehabt oder was? Habe ich es in zu kurzer Zeit einfach nur übertrieben? Helfen neue Schuhe mit noch besserer Dämfung?
Bitte baut mich wieder auf. Schwimmen ist zwar auch ne schöne Sportart aber ohne Laufen fehlt irgentetwas.
Gruß
jeans4fun






