Erfahrungsaustausch rund um die Sportlergesundheit
Moderator: Buscapé
von runner77 » 15.06.2008 / 19:43
Hallo zusammen!
@Jannchen:
Es ist natürlich schwierig, Dir aus der Ferne Tipps zu geben in Sachen Ernährung, aber ganz nach landläufiger Meinung und eigener Erfahrung würde ich Dir ganz einfach die eine oder andere Banane mehr vorschlagen. Die liefert Dir neben der ihr nachgesagten Wirkung "stopfend" zu sein auch noch eine Menge Energie für Deine Läufe. Imodium Akut einzuwerfen, um einen Lauf ohne Ausflug in die Botanik zu überstehen, würde ich persönlich schon als ziemlich bedenklich einstufen. Lass Dich doch einfach mal beim Doc oder in der Apotheke beraten, vielleicht gibt es homöapathische Tröpfchen, wenn sonst gar nichst hilft. Ansonsten würde ich Dir empfehlen, statt hellem Brot auf Vollkornsachen umzusteigen und Dich insgesamt ballaststoffreich zu ernähren. Also ruhig auch Vollkornnudeln, Naturreis... Mag sich zwar zunächst komisch anhören, weil dadurch ja die Verdauung angeregt wird. Aber der beste Weg wäre doch, mit leerem Darm auf die Laufrunde zu gehen. Und da kann balaststoffreiche Ernährung mit regelmäßigem Stuhlgang schon helfen. Kommt natürlich drauf an, wie Du es verträgst. Zu Deinem Schokoladenkonsum kann ich mich als selbst Betroffener nur schlecht äußern  Man sollte es halt nicht übertreiben, aber das weiß ja jeder selber! Viel Erfolg! Und noch was, ich bin natürlich auch nur Laie!
@Wasseronkel:
Ich möchte Dir ganz grundsätzlich mal entgegen halten, dass jede Form der radikal einseitigen Ansicht, egal in welcher Beziehung, nicht gut ist. Mich würde mal interessieren, ob Du Vegetarier bist, und wenn nein, von wo Du Dein Fleisch und Deine Wurst beziehst. Falls ja, wie deckst Du Deinen Eiweißbedarf. Du schreibst in einem Deiner Beiträge von "WischiWaschi". Ich bin der Meinung, wenn nach einem AOK Vortrag ein übergewichtiger Nicht-Sportler (geht der überhaupt dahin??) einmal in der Woche statt einer Wurstsemmel ein Müsli oder ein Vollkornbrot mit Quark frühstückt, ist das doch weder schlecht noch "WischiWaschi". Hast Du Kinder, bzw. mußt Du Deine täglich Ernährung mit jemandem "teilen"? Da gehen die Probleme dann los. Ich schaue wohl darauf, dass meine Kinder wenig Zucker zu sich nehmen. Aber wenn sie sich ein Eis wünschen, dann ist es meist so, dass ich mir auch eins kaufe. Man kann alles übertreiben! Man kann es ja halten wie man will, aber man sollte dann nicht über die Urteilen, die es nicht so handhaben wie man selbst! Und für einen großen Teil der laufenden Bevölkerung gilt halt nun mal die Regel, dass am Wettkampftag nichts vollwertiges oder ballaststoffhaltiges gefrühstückt werden soll. Wenn Dein Magen das mittlerweile ignoriert ist das für Dich erfreulich, aber Du solltest nicht den sich "normal" ernährenden ein schlechtes Gewissen wegen zwei Weißmehlsemmeln mit dick Marmelade machen!! Ich hoffe Du verstehst mich, denn auch mir ist nicht daran gelegen, dich "dumm anzumachen"!
Allen anderen wünsch ich guten Appetit!!
Grüße, Andi
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von Wasseronkel » 15.06.2008 / 22:11
Hallo, runner 77
>Ich möchte Dir ganz grundsätzlich mal entgegen halten, dass jede Form der radikal einseitigen Ansicht, egal in welcher Beziehung, nicht gut ist. <
Da geb ich Dir recht. Wir haben aber heute durch das Internet die Moeglichkeit ohne grossen Aufwand sich schlau zu machen und die Moeglichkeit einer Verarschung den Riegel vorzuschieben.
>Mich würde mal interessieren, ob Du Vegetarier bist, und wenn nein, von wo Du Dein Fleisch und Deine Wurst beziehst.<
Bin seit Jahreswechsel zu 99% Vegetarier. Wurst esse ich seit Jahren nicht mehr, Wurst ist heute ein von den minderwertigsten Nahrungsmittel ueberhaupt. Warum nur 99% Vegetarier? es kann mal vorkommen das ich mal Fleisch esse, wenn ich dann wieder mein Problem bekomme weiss ich es woher ich es habe. Dieses Problem heisst Karpalttunnelsyndrom, lt Schulmedizin kann man es nur durch Operation wegbekommen. Es verschwindet aber auch wenn man auf tierisches Eiweis verzichtet, darum bin ich jetzt Vegetarier.
>Falls ja, wie deckst Du Deinen Eiweisbedarf.<
Mein Eiweisbedarf decke ich in erster Linie mit Getreide, mit keimfaehigen Getreide und Gemuese.
> Du schreibst in einem Deiner Beitraege von "WischiWaschi". Ich bin der Meinung, wenn nach einem AOK Vortrag ein übergewichtiger Nicht-Sportler (geht der überhaupt dahin??) einmal in der Woche statt einer Wurstsemmel ein Müsli oder ein Vollkornbrot mit Quark frühstückt, ist das doch weder schlecht noch "WischiWaschi"<
Wenn dieser nach dem Vortrag auf Muesli und Vollkornbrot umsteigt so kommt er vom Regen in die Traufe. Das Wurstsemmeln nicht Gesund sind fuer sein uebergewicht hat er bestimmt schon mal erfahren und wenn er jetzt umsattelt mit dem Hintergedanken etwas gegen sein Uebergewicht zu tun isst er jetzt Muesli und Vollkornbrot und es bleibt alles beim Alten. Gekaufte Muesli ob schon gemischt oder nicht ist genau so Minderwertig wie die Wurstsemmeln. Dem Vollkornbrot sind in der Regel nur 30% Vollkorn oder Kleie enthalten. Man braucht nur eine Packung Haferflocken in die Hand nehmen und das Verfalldatum lesen und darauf findet man in der Regel ein einjaeriges Verfallsdatum. Hafer aus Vollkorn das geflockt wird ist hoechstenfalls 14 Tage geniessbar dann wird es ranzig durch das Fett in den Randschichten, darum werden die Randschichten das Leben des Getreides entfernt oder erhitzt um dieses zu vermeiden zurueck bleibt ein Minderwertiges Nahrungsmittel das das Uebergewicht foerdert. Mit dem Vollkornbrot verhaelt es sich aehnlich, zum groesstenteil minderwertiges Getreide.
> Hast Du Kinder, bzw. musst Du Deine täglich Ernährung mit jemandem "teilen"? Da gehen die Probleme dann los.<
Unserer Kinder sind inzwischen 21 und 23 und da gibt es keine Probleme.
Zum Groesstenteil zumindest wenn sie zuhause sind machen sie mit, Zucker brauchen wir kaum da keiner den Tee oder Kaffee damit suesst und alle beide in erster Linie Leitungswasser trinken.
>Ich schaue wohl darauf, dass meine Kinder wenig Zucker zu sich nehmen. Aber wenn sie sich ein Eis wünschen, dann ist es meist so, dass ich mir auch eins kaufe. Man kann alles übertreiben!<
Es ist doch nichts dagegen zu sagen, bin auch der Meinung man muss nichts uebertreiben aber ich sollte wissen was Plunder oder Mist ist oder nicht. Jeder weiss das Zucker im Eis ist und das nicht gerade das Gesuendeste ist also werden die wenigsten taeglich pfundweise davon essen. Viel schlimmer ist der versteckte Zucker in den Fabriksnahrungsmitteln, Zucker ist das schlimmste Suchtmittel was wir haben, bei Saeuglinge geht es schon los. Lies einmal die Inhaltsangaben, man findet ueberall Zucker darin, manchmal steht darauf ohne Zucker dann findest Du dabei Inhalte die mit "ose" enden ist alles Zucker. Zucker findet man auch in Zigaretten, es gibt kaum etwas ohne Zucker.
>Man kann es ja halten wie man will, aber man sollte dann nicht über die Urteilen, die es nicht so handhaben wie man selbst!<
Ich verurteile keinen, war früher auch einer von diejenigen die sich von der Nahrungsindustrie verarschen liessen. Verurteilen tue ich die Krankenkassen, Aerzte und andere die sich als verlaengerte Arme der Nahrungsmittelindustrie zur Verfuegung stellen. Die Allgemeinheit wird von denen nur verarscht wie die es nur haben wollen und 80% der heutigen Krankheiten sind auf diese Ernaehrung zurueck zufuehren.
> Und fuer einen groessen Teil der laufenden Bevoelkerung gilt halt nun mal die Regel, dass am Wettkampftag nichts vollwertiges oder ballaststoffhaltiges gefrühstückt werden soll. Wenn Dein Magen das mittlerweile ignoriert ist das für Dich erfreulich, aber Du solltest nicht den sich "normal" ernährenden ein schlechtes Gewissen wegen zwei Weißmehlsemmeln mit dick Marmelade machen!!<
Doch, ich finde man soll offen darueber reden, woher manche Krankheiten oder auch Wehwechen kommen damit manche anfangen koennen zu denken und sich schlau zu machen welche andere Moeglichkeiten es noch gibt. Ob einer eine Veraenderung vorzieht oder nicht ist ganz alleine seine Entscheidung.
Bin seit ca. 8 Jahren daran, die Ernaehrung umzustellen und vor ca. 4 Jahren bei der Vollwertkost durch Lebensmittel gelandet.
Mit 44 Jahren ging es bei mir los, Bandscheibenvorfall, Nierensteine, laufend Nierenentzuendung, dann 25kg Uebergewicht, Bluthochdruck.
Mit 50 fiel mir das Buch" Sie sind nicht krank,sie sind Durstig" in die Hand und da fing ich an meine Ernaehrung anzuzweifeln. Spaeter auch den Inhalt des Buches anzuzweifeln und kam dann in Richtung Dr. Strunz. Beim Strunz war dann der Gedanke wie konnten sie frueher leben ohne Nahrungsergaenzung und bin anschliessend bei der Vollwert nach Dr. Brucker, Dr. Schnitzer, Dr.Kollath gelandet. Heute sind alle meine Wehwechen verschwunden, habe das Uebergewicht weg dann erst begonnen mit dem Laufen und fuehle mich fiter als mit 25.
Gruss Wasseronkel
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von Speedy » 16.06.2008 / 09:41
Hallo Jannchen,
Ursachen für eine Reizung des Magen-Darm-Traktes sind Stress, intensive Belastungen und mechanische Erschütterungen. Ca. 30-40% der Läufer klagen gelegentlich oder regelmäßig über das Bedürfnis des Stuhldrangs, die Häfte davon neigt sogar zu Durchfall. Ursachen sind:
Stress
Die meisten Läufer, die schon mal einen Wettkampf gelaufen sind, kennen das Problem: Vorher ist man aufgeregt und muss unbedingt noch mal auf die Toilette. Schuld daran ist eine erhöhte Aktivität des vegetativen Nervensystems. Der Körper befindet sich (psychisch gesehen) in erhöhter Alarmbereitschaft. Bei einem Trainingslauf sollte das aber nicht gerade der Fall sein
Intensive Belastung
Sowohl hohes Tempo als auch exzessive lange Trainingseinheiten erhöhen die Gefahr, dass der Magen-Darm-Trakt überreagiert. Der Mehrbedarf an Energie für die Durchblutung der Muskulatur wird dadurch kompensiert, dass Körper die Durchblutung der Verdauungsorgane zurückschraubt. Hier wurden Rückgänge bis zu 80% gemessen.
Mechanische Erschütterungen
Durch das ständige aufsetzen während des Laufs und die daraus resultierende Erschütterung reagiert besondern empfindliche Mägen auf diesen Reiz.
Auswege:
So gesund z.B. Äpfel sind, sollte man sie nicht unmittelbar vor dem Lauf konsumieren. Ebenso wenig eignen sich konzentrierte Nahrungsmittel wie Schokolade, Kohlenhydratgels oder Mineralgetränke. Der Körper versucht die hohen Konzentrationen dadurch auszugleichen, dass er Wasser in den Magen-Darm-Trakt abgibt, daraus resultieren entsprechende Probleme (Bauchkrämpfe, Durchfall,....). Auch fettreiche Nahrungsmittel eignen sich nicht, da sie lange im Magen bleiben und diesen unnötig aufblähen.
Du solltest also zunächst einmal probieren, vor allem vor einem Lauf (in den ca. 3-4 Stunden davor) auf konzentrierte und fettreiche Nahrungsmittel zu verzichten. Auch solltest Du darauf achten, wann Deine Probleme auftreten. Immer? Oder vor allem (bzw. verstärkt) bei hohen Belastungen oder langen Läufen? Lassen sie sich mindern, indem Du die Belastungsintensitäten langsam und gleichmäßig aufbaust? Also z.B. nicht 2 Wochen lang maximal 8-10 Kilometerläufe und dann ganz plötzlich mal eben rasch ein 20er. Es hilft oft auch, vor allem auf längeren Strecken, regelmäßig kleinere Mengen zu trinken. Mit Hilfe eines Getränkegurts ist das problemlos machbar.
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von Jannchen » 16.06.2008 / 11:40
Hey,
vielen Dank erstmal für eure ausführlichen und schnellen Antworten!
Ich beantworte mal alle Beiträge in einem Text und natürlich habe ich einige neue Fragen
Die erste Frage die sich mir stellt, ist, welcher der Unterschied zwischen Lebensmittel und Nahrungsmittel ist. Nahrungsmittel sind stark behandelt und Lebensmittel kommen ohne viele Verarbeitungsprozesse aus, oder wie? Es drängt sich ja eigentlich auf, dass die natürlichen Lebensmittel gesünder sind, ich werde gewiss auch verstärkt darauf achten.
Ich esse schon zwei oder drei Stunden vor dem Lauftraining gar nichts mehr, da ich ungerne mit vollem Magen laufe, vllt sollte ich doch etwas leichtes essen - die Banane zB?
Grade bei Stress bin ich anfällig für Durchfall, das stimmt leider, aber im Allgm - auch durch das Laufen - bin ich relativ ausgeglichen und das Training ist für mich keine Stresssituation.
Meist tritt der Durchfall, wenn er kommt, zwischen 3. und 7. Kilometer etwa auf - ich trainiere relativ gleichmäßig im gemäßigten Tempo - schneller als Jogger, aber auch entfernt von Spitzenbereichen.
Den Tipp mit dem Apothekenbesuch finde ich gut, ich möchte er gerne mal mit einem natürlichen Mittel versuchen.
Ihr ratet mir fast durchgehend, mit dem Zucker sparsamer zu sein - warum? Ist er nicht einfach eine schnelle Energiequelle, die von euch pauschal verteufelt wird? Ich möchte natürlich niemanden angreifen, aber mir liegt immer viel an Erklärungen - ich vermute einfach, (verarbeiteter) Zucker passt nicht in die bewusste, natürliche ballaststoffreiche Ernährung, oder?
Ich hoffe, ihr seid wieder so schnell und hilfreich, ich bedanke mich 
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Jannchen
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von Wasseronkel » 16.06.2008 / 20:10
Hallo Jannchen, habe mal versucht nach der Kollath-Tabelle Lebensmittel und Nahrungsmittel zu trennen. Umso weiter nach unten umso ungesünder
Lebensmittel
natürliche
Nüsse, zb. Wal-, Hasel-, Kokosnuß, Mandeln
Ölfrüchte, z.B. Oliven, Sesam, Leinsaat, Sonnenblumenkerne
Getreide, z.B. Weizen, Roggen Gerste, Reis, Hirse, Buchweizen, gekeimtes Getreide
Gemüsefrüchte, z.B. Tomaten, Gurken, Kürbis, Melonen, Paprika
Obst, z.B. Beeren-, Kern- oder Steinobst, Südfrüchte, Trauben
Gemüse, z.B. Keim-, Frucht-, Blüten-, Stengel-, Wurzel-, Knollen-, Zwiebel-, Blattgemüse
Würzkräuter, z.B. Petersilie, Schnittlauch, Kresse
Honig, z.B. Blütenhonig, Waldhonig, unerhitzt
Rohmilch, z.B. Kuh-, Schaf-, Ziegenmilch
Muttermilch
Rohe Eier
Naturquellwasser, Mineralwasser von der Quelle
mechanisch veränderte
Geriebene Nüsse
Naturbelassene, kaltgepreßte Öle
Gemahlenes Getreide als Vollkornschrot oder Vollkornmehl, unerhitzt
Geschnittene Gemüsesalate
Zerkleinertes Obst
Rohmarmelade
Naturtrübe Säfte aus rohem Obst und Gemüse
Geschälte, geriebene, zerkleinerte Gemüsesalate
Unblanchierte Tiefkühlkost (Obst, Gemüse, Kräuter)
Geschnittene Kräuter
Butter, Sahne, Buttermilch, Magermilch, Molke
Muscheln, Tartar
Leitungswasser ohne chemische Zusätze
fermentativ veränderte
Mitwirkung der Eigenfermente, Hefen, Bakterien
Unerhitzte Breie aus Vollkornschrot oder Vollkornmehl (Frischkornbrei)
Gärsäfte, z.B. Most aus Trauben, Äpfeln und Birnen
Gärgemüse, z.B. Sauerkraut, milchsaure Gurken, saure Bohnen
Sojasauce
Met
Dickmilch, Joghurt, Kefir, Quark, Käse - aus Rohmilch
Fleisch und Fisch, unerhitzt, luftgetrocknet, geräuchert, in Lake eingelegt
Gärgetränke, z.B. Wein und Bier ohne chemische Zusatzstoffe, Kaltauszug von Teekräutern
Nahrungsmittel
erhitzt
Gebäcke aus Vollkornmehlen, z.B. Vollkornbrot, Vollkornbrötchen, Vollkornkuchen
Gekochte Gerichte aus Vollkorn, z.B. Vollkornnudeln, Vollreis, Hirse, Buchweizen, Mais
Vollkorngetreideflocken, z.B. Hafer-, Gerste-, Hirseflocken, Fertigmüsli
Gekochte Hülsenfrüchte, z.B. Linsen, Erbsen, Erdnüsse, Kastanien
Sojamilch, Sojakäse, Tofu
Gekochte Kartoffeln, Pilze, Artischocken
Gemüsegerichte
Gekochtes Obst, z.B. Kompott, Mus, ohne Zucker
Pasteurisierte, gekochte Milch, Schmalz, Butter, Sahne, Käse - aus pasteurisierter Milch
Fleisch, Fisch, Eier, gekocht oder gebraten
Gekochter Tee, Gemüsebrühe, Getreidekaffee
konserviert
Dauerbackwaren, z.B. Knäckebrot, Zwieback
Vollkornbrot in Dosen oder durch Chemikalien haltbar gemacht
Obstkonserven, eingemachtes Obst, Marmeladen mit Zucker
Obst und Gemüsesäfte in Flaschen und Dosen
Trockenobst
Gemüsekonserven in Dosen und Gläsern (Baby- und Kleinkindkost!)
Salate, durch Chemikalien haltbar gemacht
H-Milch, H-Sahne
Sterilisierte Milch und Sahne
Fleisch und Fischkonserven, Erhitztes Fleisch und Fisch, durch Chemikalien haltbar gemacht (z.B. Phosphate in der Wurst)
Leitungswasser, Mineralwasser und Heilquellen in Flaschen
Wein und Bier mit chemischen Zusatzstoffen, Dosenbier, Kunstwein, Likör
präpariert
Kunstfette, z.B. Margarine, chemisch gewonnene Öle, Kokosfett
Stärkemehl, Auszugsmehl, z.B. Weizenmehl, Roggenmehl
Produkte aus Auszugsmehl, z.B. Weißbrot, Schwarzbrot, Nudeln, Grieß, Reis, Fertigsuppen, -saucen und -salatsaucen
Fabrikzucker, z.B. weißer Haushaltszucker, brauner, Frucht-, Trauben-, Milch-, Malzzucker
Schokolade, Konfekt, Süßigkeiten
Produkte aus Auszugsmehl und Fabrikzucker, z.B. Kuchen, Torten
Produkte aus Sojabohnen, z.B. Fleisch, Wurst
Künstliche Aromastoffe, Vitamine, Fermente, Nährstoffe
Trockenmilch (Baby- und Kleinkindnahrung!), Kondensmilch
Trockenei, Fleischextrakt, Ferment-, Hormon-, Eiweißpräparate
Künstliche Mineralwasser, Branntwein
Limonaden, Frucht- und Colagetränke in Flaschen, Dosen und Beuteln
Ein paar Stimmen zum Zucker
http://www.wahrheitssuche.org/zucker.html
http://www.wahrheitssuche.org/zucker.html
http://www.optipage.de/zucker.html
Gruß Wasseronkel
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von jens77 » 16.06.2008 / 20:13
Zuerst muss man mal unterscheiden, von welchem Zucker (=Kohlenhydrate/KH) wir sprechen.
Denn, wie beim Fett auch, gibt es gute und schlechte KH (da kann man z.B. 2 KH-varianten die mit -ose enden auch gut heißen, das wären Zellulose und Hemizellulose, die als Aufbau- oder Strucktur-KH bezeichnet werden).
Um zu verstehen, warum Zucker auch nur in Maßen konsumiert werden soll, einen Exkurs in die Biochemie.
Zucker ist wichtig, denn, da insbesondere das Gehirn hochgradig von Glucose als Energieträger abhängig ist und keine Fette verwerten kann, muss der Blutzuckerspiegel in engen Grenzen gehalten werden. Dessen Regulation erfolgt durch das Zusammenspiel von Insulin und Glucagon.
Und hier finden wir das Schlechte. Nehme ich zuviel Zucker auf einmal auf, schießt der Insulinspiegel in die Höhe um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Ist der Zucker verwertet, haben wir im Blut wiederum ein Insulinüberschuss, der verstärkt zu Heißhungerattacken führt und zwar solange, bis sowohl der Insulinspiegel, als auch der Zuckerspiegel ausgeglichen sind.
Dazu sollte man dann wiederum wissen, das KH in Einfach-, Zweifach-, Dreifach- und Vielfachzucker unterteilt werden.
Einfachzucker (Glucose (Traubenz.), Fructose (Fruchtz.), Galactose (Schleimz.) u.a.) gelangen nahezu ungebremst in das Blut, da sie bereits in der Form aufgenommen werden, wie der Körper sie verarbeiten kann.
Mehrfachzucker wie Stärke, Zellulose und Glykogen müssen erst vom Körper in ihre Einzelteile zerlegt werden, dadurch gelangt dieser Zucker eher langsam und gleichmäßig in das Blut. (Gleiches gilt natürlich auch für die Zweifach- und Dreifachzucker.
 Hier liegr also der Hase im Pfeffer! Um so einfacher der Zucker für den Körper zu verwerten umso negativer macht sich ein KH-Überschuss bemerkbar. Und grundsätzlich gilt für die KH-Zufuhr das Gleiche wie für die Fette und Eiweise - die Menge macht den Menschen fett.
Hoffe habe nichts wichtiges vergessen, habe leider wenig Zeit in letzter Zeit.
Gruß Jens
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von Jannchen » 19.06.2008 / 12:02
Noch mal Dankeschön für eure Antworten.
Nach dem ich die Berichte über Zucker gelesen habe, geht es mir schon etwas schlechter... Schokolade ist sozusagen mein tägliches Brot, schließlich braucht man keine Vorbereitungszeit, es geht schnell und man ist sofort gesättigt.
Ich bin auch relativ "essfaul", habe/hätte also Probleme ohne Schokolade oder andere Süßigkeiten die Energie/Kalorien täglich aufzunehmen, die ich brauche... dann muss ich also eine größere Brotbüche anschaffen und mehr Vollkornbrote schmieren
Ein natürliches/pflanzliches Mittel konnte man mir in der Apotheke übrigens nicht geben bzw anbieten, ich versuche das Problem jetzt mit einem Hefepräparat in den Griff zu bekommen und hoffe gleichzeitig, dass meine Temposteigerung bei den Läufen, vllt auch etwas ändern kann.
Liebe Grüße 
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von Speedy » 20.06.2008 / 17:39
Jannchen hat geschrieben:Nach dem ich die Berichte über Zucker gelesen habe, geht es mir schon etwas schlechter... Schokolade ist sozusagen mein tägliches Brot, schließlich braucht man keine Vorbereitungszeit, es geht schnell und man ist sofort gesättigt.
Hallo Jannchen,
wenn Du mich fragst, ist das auch alles eine Frage der Gewohnheit. Es fällt Menschen schwer, von lieb gewonnen Gewohnheiten abzulassen. Aber so ein knackiger Apfel, womöglich vom Baum oder Bauern, eine saftige Karotte, frisch geschält, eine Banane aus Ländern, wo die Sonne viel schöner scheint als bei uns - na, übt das etwa gar keinen Reiz auf Dich aus?
Eine Sünde zwischendurch und ein gelegentlicher Schokoriegel - dagegen ist nichts einzuwenden. Ernährungsexperten empfehlen sowieso, nichts rigoros zu verbieten, denn dadurch wächst die Sehnsucht auf Verbotenes erst Recht!
Ich hoffe, Marathonmädchen findet Deinen Beitrag (vielleicht schaut sie nicht regelmäßig so weit unten in der Themenliste?). Meines Wissens ist sie Ernährungsberaterin - vielleicht hat sie die richtigen Tipps für Dich!
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von schwarzwaldmadel » 20.06.2008 / 18:44
@speedy
Stell doch das Gesundheitsdingens weiter hoch in der Themenliste und Walking und Triathlon weiter runter- ist doch eh kaum frequentiert.
Das mit der Lust auf frisches Obst und Gemüse ist doch so: Wenn ich Lust darauf habe und das habe ich oft, dann hau ich mir das Zeug auch rein. Wenn ich aber verdammt nochmal Schokolade will, dann will ich keine Banane, sondern Schokolade, fette, süsse, leckere Schokolade und am Liebsten viel davon!  So, das musste raus!
Und jetzt geh ich einkaufen. Soll ich dir was mitbringen Jannchen?? 
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von jens77 » 20.06.2008 / 19:31
@Speedy
Hast Recht, man soll sich nicht alles verbieten, allerdings muss man, wenn man sich was gönnt auch beherrschen können.
Auch wenn Du meinen Ausführungen als Ernährungsberater nicht zu trauen scheinst  , verweise ich freundlichst auf meinen vorletzten Satz im letzten Beitrag von mir zum Thema.
Die Menge machts und beim Zucker eben auch um welche Zuckerart es sich handelt; so wie man beim Fett die gesättigten von den einfach oder mehrfach ungesättigten Fetten unterscheidet und es eben auch 22 (um die Anzahl bitte nicht streiten, macht selbst uns Berater verrückt, da die Angabe je nach Fachbuch zwischen 20 und 24 liegen) verschiedene Aminosäuren gibt, die unser Körper braucht um körpereigenes Eiweiß aufzubauen - und dadurch manch ein Eiweißriegel disqualifiziert werden muss-weil minderwertig.
In einer ausgewogenen Ernährung hat alles seinen Platz (sonst wär´s ja nicht ausgewogen). Aber die Verhältnisse müssen eben stimmen.
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von Speedy » 23.06.2008 / 08:25
Ich werde es überleben!
Schließlich kann mir der gute Jens nicht immer in jedem Punkt zustimmen. Aber insgesamt harmonieren wird thematisch ziemlich gut und spielen uns effizient die Bälle zu
Übrigens, Jens:
Nichts gegen Dich! Aber eine Antwort zu Jannchens Problem haben wir (mich eingeschlossen) immer noch nicht gegeben: Was kann sie gegen ihre Probleme tun? Vielleicht hilft ja schon etwas Ernährungsumstellung. Aber ein "Zaubermittel" aus der Apotheke, welches Durchfall während der Trainingsläufe verhindert, scheint es nicht zu geben. Oder wir kennen zumindest keins. Daher dachte ich an unser Marathonmädchen, das vielleicht noch Kniffe kennt, die uns bislang unbekannt sind. 
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von Jannchen » 23.06.2008 / 10:22
Guten Morgen,
zZ bin ich noch bei imodium akut und Perentorol (Hefe).
Aber ich versuche jetzt jede Woche ein- oder zweimal ohne imodium akut zu laufen und schaue, ob es geht - bisher hat mir auch regelmäßiges Training gefehlt, evt gewöhnt sich mein Magen-Darm-Trakt auch mit der Zeit daran. Hoffe ich.
Meine Ernährung wird auch jeden Tag ein wenig gesünder. Völlig werde ich der Schokolade sicher nicht abschwören, doch die ärgsten Zeiten sind vorbei. Laut Ernährungswissenschafttlern müsste ich sicher sehr dick sein, habe aber einen BMI von 19 und bin auch dank FitnessStudio sehr sportlich. Ich bin nur etwas besorgt, wegen der Insulinausschüttung und Langzeitfolgen, aber bisher läuft alles.
Und frisches Obst und Gemüse ziehe ich häufig der Schokolade vor!
Also sollte ich vermutlich viel Wert auf Ballaststoffe legen, oder?
Dunkles Brot, Haferflocken - und was noch?
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von schwarzwaldmadel » 23.06.2008 / 14:43
Hast du schon mal testen lassen, ob du eine Lebensmittelunverträglichkeit hast? 
Niemand ist weiter von der Wahrheit entfernt, als der der alle Antworten weiß.
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von Jannchen » 25.06.2008 / 14:04
@ schwarzwaldmädel
Testen lassen habe ich mich auf Lebensmittelunverträglichkeiten noch nicht. Zumal das Problem nur beim Laufen und bei schlimmen Stress auftritt, den ich glücklicherweise so gut wie nie habe.
Da ich an stress- und lauffreien Tagen alles quer durcheinander essen kann und auch sonst keinerlei Allergien habe, schließe ich das für mich aus.
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