Was lief falsch?

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Was lief falsch?

Beitragvon beate53 » 16.05.2007 / 18:02

Hallo zusammen,

bisher habe ich noch keine Beiträge im Forum verfasst, aber doch beim regelmäßigen Lesen viele gute Tipps für mein Träining gefunden und hoffe nun, dass mir jemand einen Tipp geben kann.
Ich bin 53 Jahe alt und laufe seit April 2005 regelmäßig 4 mal die Woche 60 bis 75 km.
Im vergangenen Jahr habe ich bereits an zwei Marathonläufen teilgenommen und erfolgreich beendet. In Monschau (recht anspruchsvolle Strecke in der Eifel) in 4,19 Std. und den 4 Städte Marathon am Niederrhein in 3,59.
Am vergangenen Sonntag, 14. Mai habe ich am Karstadt Marathon teilgenommen. Ich habe wie bei den anderen Läufen auch, entsprechend trainiert, lange Läufe, Tempotraining usw.
Mein Ziel war es, den Marathon wieder unter 4 Stunden zu laufen.
Bis zum km 35 lief alles optimal, dann der Einbruch. Ich bekam Krämpfe in beiden Beinen und absolvierte die restlchen Kilometer mehr schlecht als recht, unterbrochen von Gehpausen und kam nach 4,28 ins Ziel.
Seitdem suche ich nach einer Erklärung?
Vielen Dank im Voraus
Beate
beate53
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Beitragvon marathonmaedchen » 16.05.2007 / 20:51

Liebe Beate,

alle Achtung, wenn das wirklich kein Tippfehler ist, läufst seit deinem 51. Lebensjahr regelmäßig und legst solche Zeiten hin!! Da musst du wirklich ein Lauftalent sein.
Manchmal kann man keine plausible Erklärung finden, auch im Training hat man doch immer wieder mal Tage, an denen gar nichts geht und zwei Tage später könnte man Bäume ausreißen. Der menschliche Körper ist nicht immer gleich leistungsbereit - manchmal steckt ein Infekt im Körper den wir gar nicht realisieren aber unser Imunsystem arbeitet auf Hochtouren und ist mit einer zusätzlichen Belastung ganz und gar nicht einverstanden und gibt uns durch blockierende Muskeln zu verstehen "soweit und nicht mehr". Oder eine kaum merkbare Steigung hat den arg beanspruchten Muskeln zugesetzt, oder warst du vielleicht übertrainiert, vielleicht auch nicht genügend regeneriert??? Ansätze über Ansätze, aber wenn du keine Antwort finden kannst dann versuch den Lauf ad acta zu legen, manchmal ist es halt wie es ist - Basta! Paula Radcliffe ging es bei der Olympiade auch nicht besser - nur dass ein Profi dann aussteigt und sich nicht wie der Hobbyläufer kaputt läuft.
Ohne genaue Kenntnisse deiner Trainingsdaten wird dir hier im Forum auch keiner wirklich helfen können - vielleicht kannst du ja Kontakte zu einer Laufgruppe mit erfahrenen Läufern aufnehmen und dein Training analysieren, vielleicht gibt es dann doch irgendwo einen Ansatz.

Liebe Grüße, Doris
marathonmaedchen
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Beitragvon Suelztalrunner » 17.05.2007 / 12:01

Hallo Beate,

die Frage 'woran hat's gelegen' hat sich sicher jeder Läufer schon mal gestellt. Wie Doris schon schrieb: analysieren und abhacken, dann mit vollem Elan in den nächsten WK.
Hier noch eine interessante Seite die dir vielleicht weiterhilft:

http://www.herbertsteffny.de/ratgeber/martrai2.htm
Zuletzt geändert von Suelztalrunner am 12.02.2011 / 18:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon beate53 » 17.05.2007 / 21:54

Hallo Doris, hallo Egbert,

vielen Dank für die Antworten.
Ihr habt wohl recht, jetzt vier Tage nach dem Lauf, sind die Schmerzen in den Beinen und damit die Entäuschung überwunden. Der Lauf ist abgehakt und die Vorbereitungen auf den nächsten können beginnen.
Wenn ich mir die Tipps aus dem Link zu Herbert Steffny ansehe und versuche zu beantworten, fällt mir schon die eine oder andere Begründung ein. Vieleicht lag es an meiner Furcht vor der großen Veranstaltung , das war mein erster City-Marathon mit so vielen Mitläufern, bisher habe ich nur an kleineren Veranstaltungen teilgenommen. Der Unterschied war schon sehr groß.
Übrigens trainiere ich nach den Trainingsplänen von Herbet Steffny.
Das ich erst seit gut 2 Jahren laufe ist übrigens kein Tipfehler.
Zu meinem 50. Geburtstag bekam ich ein Probeabbo für ein Fitnesstudio geschenkt. Dort trainierte ich dann täglich Ausdauer- und Krafttraining. Zweimal in der Woche nahm ich an Kursen Aerobic und Aqua-Jogging teil.
Nach einer Weile wurde das langweilig, ich fühlte mich nicht ausgelastet und beschloss daher zu laufen so lange, schnell und weit wie ich wollte.
Heute tut es mir leid, dass ich damit nicht schon viel früher angfangen habe.
Also noch einmal vielen Dank und viele Grüße
Beate
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Beitragvon Speedy » 18.05.2007 / 11:13

Hallo Beate,

Marathonmädchen hat es ja schon vorweggegriffen: Ohne eine genaue Analyse (bei der man alle Parameter kennt) wird es wohl kaum eine Antwort geben. Und selbst dann kann es gut sein, dass 5 Experten zu 5 unterschiedlichen Ergebnissen kommen. :wink:

Ein Tipp zu der Sache mit dem Krämpfen (die nun wirklich die meisten Marathonläufer kennen!): Wenn es irgendwie möglich ist, lasse ich mir vor allem auf Marathonstrecken, wo ich Freunde positionieren kann, zwischen Kilometer 28 bis 30 von einem Freund eine zuvor selbst gemixte Getränkeflasche geben. Darin sind Apfelschorle, ein bis zwei Magnesiumtabletten und (igitt!) ca. ein Teelöffel (etwas weniger) Kochsalz enthalten. Schmeckt nicht gut, darauf kommt es aber auch nicht an.

Viele Läufer glauben, Magnesiummangel ist für die Krämpfe verantwortlich. Das ist auch nicht direkt falsch. Noch wichtiger ist aber, dass der Körper oft unter NaCl- (Kochsalz-) Mangel leidet.
Die Frage ist allerdings auch, ob jeder so eine Mischung wie die zuvor von mir beschriebene verträgt (oder womöglich Durchfall bekommt etc.). Wer es nachahmen will: Unbedingt vorher einmal im Training bei einem langen Lauf ausprobieren! Keine Experimente mit unbekannten "Tricks" direkt im Wettkampf. Vor allem nicht bei einem Marathon/Ultralauf!
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