Temperaturumschwung und Laufsport

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Temperaturumschwung und Laufsport

Beitragvon 4run » 24.05.2010 / 20:06

Letzte Woche war's in Zentraleuropa insgesamt ziemlich frisch. Lauftechnisch war ich wegen eines Besuchs nahe der Schweiz unterwegs bei 7-10 Grad und eisigem Wind. Mit der richtigen Equipment - lange Laufhose, Sleeve, usw. - war es ganz gut auszuhalten, obwohl ich mir unter einem schönen Lauf im "Wonnemonat Mai" eigentlich was anderes vorstelle. Der letzte Lauf fand, wie schon der erste, bei ca. 8 Grad statt.

Zwei Tage später und weiter nördlich dann der nächste Lauf bei 25 Grad und praller Sonne. Ich muss sagen: Das ist schon eine gewisse Umstellung, die ich in dieser Form eigentlich vor allem erlebt habe, wenn ich im Winter in Deutschland unterwegs war und sich dann ein Urlaub auf den Kanaren dazwischengeschmuggelt hat. Zumindest beim ersten Lauf ist das meist relativ belastend. Daher gehe ich den nach Möglichkeit mit angezogener Handbremse an.

Wie habt ihr den Klimaumschwung erlebt bzw. die rasanten Temperatursprünge verkraftet?
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Re: Temperaturumschwung und Laufsport

Beitragvon Enibas » 26.05.2010 / 19:09

Also ich persönlich habe damit weniger Probleme, aber ich kann ja auch im Sommer noch bei 30 Grad laufen, ohne dass es mich sonderlich belastet. Aber wir haben in unserem Leipziger Laufseminar für den Leipzig-Marathon am 25. April trainiert und zwar bei eigentlich nur einem Wetterzustand: Kalt. Und da erst 19 Uhr unser Training begann, auch sehr lange Zeit nur im Dunkeln. Erst zum Schluss war es uns vergönnt, das Training ohne künstliches Licht zu Ende zu bringen. Und ganz plötzlich zum Wettkampf-Tag waren es 22 Grad und strahlender Sonnenschein. Und ich hörte von sehr vielen Läufern, dass sie mit dieser rapiden Wetteränderung Probleme hatten. Viele waren so gehandicapt, dass sie nicht die Zeiten laufen konnten, zu denen sie eigentlich in der Lage gewesen wären. Alle stöhnten unter der "Hitze", die eigentlich noch gar keine war.
Fazit: Der Kreislauf braucht wohl bei den meisten Menschen eine Weile, sich auf höhere Temperaturen umzustellen, wenn die Steigerung sehr abrupt kommt. Andersherum ist das wohl einfacher.

Aber mit so einer Steigerung ist ja auch in den nächsten Tagen nicht zu rechnen. Wir werden mit freundlichen Temperaturen ja nicht gerade verwöhnt. Zum Laufen eigentlich ideales Wetter, wenn es ansonsten nicht schon regelrecht depressiv machen würde. Ich würde also auch eine Kreislaufanpassung (bei der ich mich nicht so leistungsfähig fühle) aufgrund plötzlich auftretender sommerlicher Temperaturen sehr gern in Kauf nehmen.
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Re: Temperaturumschwung und Laufsport

Beitragvon sirikit » 29.05.2010 / 15:41

Hallo,
ich habe auch gerade eine Halbmarathon-Vorbereitung bei, bis auf ein paar Ausnahmen, kühleren Temperaturen hinter mich gebracht. Allerdings sind mir niedrigere Temperaturen wesentlich lieber. Es war nur die Angst im Nacken, dass der Wettkampf (15.Mai) dann ausgerechnet wärmer ist, bei nicht genügender Eingewöhnung an diese Temperatur. Das trat dann allerdings nicht ein. So gefroren hab ich noch nie beim Halbmarathon. Kurz vor dem Start hab ich zum Glück noch ein Shirt mit langem Arm angezogen. Die kurze Hose war ok, nur weiß ich jetzt, warum manche Läufer Handschuhe tragen. Ich hab mir gedacht, bei 8° ist das nicht notwendig, da ich im Winter die Handschuhe meistens nach einiger Zeit ausziehen muss. Sogar die Wasserbecher bei den Verpflegungsstationen konnte ich fast nicht halten und die Ärmel des Shirts waren so eng, dass ich sie nicht über die Hände ziehen konnte. Zeit war natürlich für meine Verhältnisse gut, da ich wie gesagt kühle Temperaturen mag.
Heute beim Trainingslauf war es wieder warm (22°) und so kann ich mich vielleicht doch noch langsam an den Sommer gewöhnen. Da ich vor 3 Jahren bei einem "warmen" Wettkampf einen Kreislaufkollaps bei km 18 hatte, hab ich da immer die "Angst im Nacken". Es wurde dann im Krankenhaus auch eine Schilddrüsenunterfunktion festgestellt, ich weiss also nicht, ob es nur die Temperatur war.

Ich wünsche uns Läufern aber trotzdem einen schönen Sommer.

Sigrid
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Temperaturumschwung und Laufen

Beitragvon Speedy » 08.06.2010 / 15:38

Läufer kommen sicherlich unterschiedlich gut klar mit hohen oder niedrigen Temperaturen. Wenn zwischen zwei Trainingseinheiten aber einmal 8 Grad und kurz darauf 25 Grad herrschen (Beitrag von 4run), dann ist das schon ein Wort.

Es muss ja nicht gleich so weit führen, dass man als Läufer gleich den Kollaps bekommt. Aber auch Läufer, die mit Hitze eigentlich gut klarkommen, müssen bei so einem Temperatursprung mit Leistungseinbuße rechnen. Bei gleichem "Wohlfühltempo" während des Trainings also eine langsamere Zeit bzw. bei gleicher Zielzeit höhere Anforderungen.

Das macht sich ja auch bei Wettkämpfen bemerkbar. Vergleich man beim selben Marathon in unterschiedlichen Jahren die Zielzeiten - selbst die der besten Läufer - so sind diese deutlich besser, wenn (z.B.) 18 Grad geherrscht haben gegenüber (z.B.) 25 Grad. Letzteres ist ja, vor allem beim Lauf in der Sonne, nun auch nicht gerade wenig. Man schwitzt mehr und dehydriert schneller.
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