Halbmarathon vor einem Marathon

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Halbmarathon vor einem Marathon

Beitragvon Hardy63 » 13.06.2007 / 19:24

Ich habe für nächstes Jahr im Frühjahr die Teilnahme am Halbmarathon in Venlo und am Marathon in Rotterdam (13.04.08) geplant. Aus terminlichen Gründen ist der HM vom 16.03.08 auf den 30.03.08 verlegt worden. Kann man den HM in die Marathonvorbereitung einbauen? Oder sind die 2 Wochen Regenerationszeit zu wenig. Für den Marathon in Rotterdam plane ich eine persönliche Bestzeit von 3:40 Stunden.
Viele Grüße
Hardy
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Beitragvon marathonmaedchen » 13.06.2007 / 20:17

Da peilst du ja ungefähr die Zeit an, die ich auch laufen will im kommenden Frühjahr. Ich würde es nicht machen.
Die Geister spalten sich ja sogar bei der Frage, ob der letzte Lange 1,2 oder 3 Wochen vor dem Marathon gelaufen werden soll, also einen HM auf alle Fälle nicht. Einen 10er evt., aber da muss man schon sehr gut trainiert sein, im Zweifelsfall auch den 10er drei Wochen davor, gerade in unserem Trainings und Leistungsbereich brauchen wir mehr Zeit zur Regeneration als die ganz schnellen Läufer (die halt definitiv noch fitter und leistungsfähiger sind).
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Beitragvon Hardy63 » 14.06.2007 / 10:26

Vielen Dank für Deine Meinung. Ich glaube, dass ich vom Kopf her die gleiche Erkenntnis hatte. Mein Bauch wollte aber noch eine andere (anderslautende) Meinung hören. So langsam scheint sich mein Kopf aber durchzusetzen.
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Beitragvon jens77 » 16.06.2007 / 18:04

:? Was spricht denn dagegen einen Halbmarathon 2 Wochen vor einem Marathon zu laufen :?:
Es muss ja nicht gleich die Bestzeit werden! Man kann ja auch zum Genuss/ Spass laufen.
Und 21 km bezeichne ich in der Marathonvorbereitung nicht unbedingt als Langen Lauf! Ich gehe dabei natürlich davon aus, das die restliche Marathonvorbereitung vernünftig durchgeführt wurde.

Grüße
Jens
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Beitragvon Hardy63 » 17.06.2007 / 11:55

Klingt nachvollziehbar. Nur bei der Stimmung in Venlo ist es schwer, sich nicht mitreißen zu lassen. Auf der anderen Seite bietet sich aber auch die Möglichkeit die Disziplin zu trainieren und gerade nicht das zu hohe Tempo mitzugehen.

Zum Glück habe ich noch etwas Zeit bis zur Anmeldung. Momentan bin ich hin und her gerissen. :?

Grüße
Hardy
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Beitragvon Speedy » 19.06.2007 / 13:34

Es kommt wohl darauf an, wozu der HM dienen soll!
Sieht man ihn als "Generalprobe" an um letztmalig seine Form zu testen und Indikatoren zu finden, wie fit man aktuell ist, dann sollte der letzte große Test 3 oder 4 Wochen vor dem Marathon stattfinden, um noch ausreichend regenerieren zu können.

Ich stimme also Marathonmädchen zu:
Ich selbst würde 2 Wochen vorher keine "Generalprobe" mehr machen!
Die Überlegung von Jens hat natürlich auch was für sich. 2 Wochen vor dem Marathon noch die HM-Strecke zu laufen ist wirklich Gang und Gebe! Ich denke, es ist einfach Einstellungssache. Persönlich laufe ich in der Regel Wettkämpfe, um auch mal eine neue Bestzeit aufzustellen und nicht unbedingt, um aus Spass an der Freude mitzumachen :D Langsam und genußvoll kann ich auch im Training laufen, dafür muss ich keine üppigen Teilnahmegebühren bezahlen.
Vor 15 Jahren hat die Teilnahme an einem Marathon ca. 1/4 von dem gekostet, was man heute bezahlt. Das lässt sich nicht allein mit der Inflation begründen. Bei den HM- und Marathonpreisen der größeren Veranstaltungen sind ja 20 EUR für einen HM schon ein Schnäppchen. Bei vielen Veranstaltern dürfen es gerne auch 40 oder mehr EUR für einen Halbmarathon sein. Nicht gerade wenig, um nur mal so zum Genuß mitzumachen.
Aber das muss natürlich jeder für sich entscheiden.
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Beitragvon jens77 » 19.06.2007 / 18:57

Hallo Speedy

aus finanzieller Sicht gebe ich Dir Recht - was in diesem Fall durchaus ein Argument sein kann.
Aber ich habe z.B. die kleinen Volksläufe diesbezüglich für mich entdeckt. So bin ich z.B. vor kurzem für 6 Euro in Dorfmark einen 10 km "Wettkampf" gelaufen - und zwar zum Spaß. Ich habe dies als Tempoeinheit im Trainingsplan integriert. Und ich muss sagen, der veranstaltende Sportverein hat sich gut ins Zeug gelegt. Ich fühlte mich gut betreut, hatte durchaus Spaß und habe mich dort gut unterhalten. (Ach ja, dank der kleinen Anzahl von Teilnehmern, habe ich es sogar aufs Podest geschafft :D .Ich werde mir künftig öfter solche "Kleinveranstaltungen" raussuchen um den Training einfach mehr Abwechslung zu geben.
Klar muss man sich schon beherrschen, dass man es nicht übertreibt, denn trainieren tu ich ja für den München-Marathon im Herbst.
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Beitragvon Hardy63 » 20.06.2007 / 22:04

Der finanzielle Aspekt ist sicherlich ein Punkt, der beachtet werden sollte. Ich habe mich auch schon manches mal über extreme HM-/Marathonpreise geärgert. Venlo ist mit 14 EUR (in diesem Jahr) aber noch als günstig zu bewerten. Und von Düsseldorf auch schnell zu erreichen.

Ich sehe es ein, dass ein HM 14 Tage vor einem Marathon für eine Standortbestimmung zu knapp ist. Da ich auf Venlo nicht verzichten möchte, (und hier auch keinen reinen Spaßlauf machen möchte) werde ich wohl Rotterdam gegen Düsseldorf tauschen. Danke für die Hinweise, die mir geholfen haben einen Plan zu finden.

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Beitragvon Speedy » 21.06.2007 / 09:44

@Hardy
Prima, dass Du nun weißt, wo es wie genau hingehen soll :D
Dann wünsche ich mal viel Spaß und Erfolg in Rotterdam. Da war ich übrigens schon (obschon nicht zum Laufen). Zu dem Zeitpunkt war Rotterdam zufällig Kulturhauptstadt Europas - allerdings hat mich die Stadt nicht gerade vom Hocker gerissen...

@Jens
Klar, Du hast Recht - "off the beaten tracks" gibt es so einige kleine leckere Laufveranstaltungen. Letztes Jahr z.B. Rodgau Jügesheim, wo ich so zum Spass mit ein paar Freunden mitgelaufen bin. Und die Leistungsdichte war wirklich extrem hoch, eine solche Dichte findet man hier in Köln bei den Laufevents nicht. Das ist ein 10er und rund 50% der Läufer waren schneller als 42 Minuten (bei ca. 700 Teilnehmern). Rund 25 Läufer lagen zwischen 33 und 35 Minuten. Es gibt so einige Laufveranstaltungen, da landet man mit 35 Minuten auf dem Siegertreppchen...
Mit 5 EUR bei Voranmeldung und 7 EUR bei Nachmeldung ein fairer Preis für einen WK. Soweit ist das prima. Jetzt noch die Anfahrtskosten, in diesem Fall von Frankfurt aus, macht hin und zurück bei ca. 100 km noch mal 10 EUR (oder mehr - je nach Auto). Teilt man die Kosten nicht mit den Mitfahrern oder fährt alleine hin, so landet man in diesem Fall bei 17 EUR für den 10er. Für 15 EUR kann ich auch in Köln einen 10er laufen :wink:

Aber klar: Nur am Geld sollte man es auch nicht festmachen (dann wäre es wohl am klügsten, gar nicht erst an WKs teilzunehmen und vielleicht noch barfuß zu laufen, um das Geld für die Laufschuhe zu sparen :shock: )
Aber ich finde generell, die Kosten für die Laufevents stiegen in den letzten Jahren rapide an. Beim Köln Marathon z.B. versucht man, die Preise optisch einigermaßen konstant zu halten, dafür gibt es schon lange kein Laufshirt mehr inklusiv und nunmehr muss man auch für das Pastaessen extra bezahlen. Komisch ist nur, dass die Veranstalter sich über den Teilnehmerrückgang wundern. Sicher, Berlin z.B. ist teuer und dennoch lange vor Anmeldeschluss ausgebucht. Aber längst nicht alle Veranstalter können damit glänzen.
Beispiel Leverkusen HM: Früher hat das Starter-Shirt 8 EUR gekostet. Jetzt 15 EUR. Dafür ist es auch endlich wirklich ein LAUF-Shirt. Mit Werbung von Audi, Saturn, Sparkasse Leverkusen, Asics und Radio Leverkusen drauf. Wenn man im Geschäft (oder bei Marathonmessen - etc.) ein wenig auf Schnäppchenjagd geht, kann man für den Preis auch ein erstklassiges Laufshirt ohne Werbeüberflutung bekommen.
Bei finanzstarken Sponsoren wie Sparkassen, Saturn oder Audi würde ich vorschlagen, dass diese im Gegenzug dafür, dass die Teilnehmer das Shirt später sicherlich beim Laufen tragen und perfekte "Werbeträger" sind, dafür plädieren, dass es das Laufshirt für die Teilnehmer kostenlos oder für wirklich kleines Geld geben sollte...!
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