Hallo Lina,
Gratulation zu Deinem Entschluss, mit dem Laufen anzufangen. Gleich ein Tipp, der sich zwar nicht auf Deine Frage bezieht aber wichtig ist: Geh es langsam an. Je nach Kondition auch erst mal im Wechsel zwischen Laufen/Gehen. Erst mal 3 Minuten flott gehen, dann 2 Minuten joggen, dann 2 Minuten gehen, wieder 3 Minuten Joggen - so etwas in der Art. Übertreibe es trotz des Ziels "Abnehmen und zwar gerne möglichst schnell!" nicht gleich, sonst hörst Du möglicher Weise schneller auf, als Du angefangen hast. Menschen tun nun mal lieber Dinge, die Spaß machen, statt sich zu quälen
Es dauert halt oft ein wenig, bis der Spaß kommt und man sich steigert.
Nun zu Deiner Frage:
Folgendes ist richtig: Wer auf leeren Magen läuft, bei dem wird mehr Energie aus den Fettreserven bezogen. Daher kann es z.B. bei der Vorbereitung zum Marathon sinnvoll sein, gleich morgens nach dem Aufstehen einen längeren Lauf zu machen, ohne vorher was gegessen zu haben. Denn beim Marathon ist es wichtig, dass der Körper nicht zu schnell die Kohlenhydratreserven aufbraucht. Aus denen allein könnte nicht mal ein Profi einen Marathon laufen.
Für Anfänger ist das aber eher unsinnig. Der Effekt ist bei kürzeren Distanzen nicht sehr groß. Zudem besteht die Gefahr der Unterzuckerung bzw. der "Hungerrast" (d.h. nach dem Lauf musst Du dringend was essen - am liebsten was Süßes!). Ein bereits trainierter Läufer kann es viel besser wegstecken, mit wenig Kohlehydratreserven zu laufen als ein Anfänger.
Überschätzt wird auch der Kalorienverbrauch. Bei einer halben Stunde Dauerlauf verbrauchst Du abhängig vom Tempo, Laufstil, persönlichen Voraussetzungen, usw. vielleicht 300-400 Kcal. Also bestenfalls 1/5 von dem, was Du bereits im Ruhezustand während 24 Stunden verbrauchst. Laufen allein wird daher nicht unbedingt zu einem schnelle Gewichtsverlust führen. Falls Du mehr isst als sonst, ist der Effekt möglicher Weise sogar hinfällig. Den größten Effekt erzielst Du mit Sicherheit, indem Du Dich zugleich vernünftig ernährst, jeden Tag auch Obst isst...