Anfängerfragen

Alle haben irgendwann einmal angefangen. Erfahrungsaustausch, Tipps und Tricks für Anfänger.

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Anfängerfragen

Beitragvon Riela » 18.01.2012 / 20:42

Hallo zusammen
Ich (weiblich, 38 Jahre, BMI 25) gehöre zu den blutigen Anfängern und trainiere immer noch mit dem Ziel, 30 Min am Stück zu laufen. Ich habe mit einem Laufen-Gehen-Laufen-Plan gestartet, an dem ich immer noch arbeite und der mir sehr viel Spass macht. Und hier komme ich schon zu meinem eigentlichen Problem: Ich glaube, es macht mir sogar zuviel Spass, auf diese Art und Weise zu trainieren.
Ich habe schon ein paar Bücher, Magazine und Websites bezüglich Laufen durchgeschmökert und das Ziel aller ist irgendwann – wenn es hoch kommt – einen Marathon zu laufen oder zumindest eine Trainingseinheit von 1- 2 Stunden zu bewerkstelligen. Wenn ich die entsprechenden Trainingspläne sehe, stelle ich immer wieder fest, dass alles auf das Ziel hinausläuft, möglichst lange Strecken möglichst gut zu bewerkstelligen.
Nun zu meiner eigentlichen Frage: Wie kann ich mein Training abwechslungsreich und immer wieder anspruchsvoller gestalten, wenn ich mein Zeitbudget auf maximal 45 Minuten dreimal wöchentlich beschränke? Gibt es da Varianten und Möglichkeiten, die nicht nur auf die Trainingsdauer abzielen und – vor allem! – die das Training kurzweilig machen? Oder ist es ein „Muss“, die Dauer irgendwann auf 60-90 Minuten zu erhöhen und diese immer im gleichen Tempo zu laufen?
Ich freue mich sehr auf Eure Antworten und Anregungen!
Danke & liebe Grüsse
Riela
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Re: Anfängerfragen

Beitragvon Speedy » 19.01.2012 / 14:39

Hallo Riela,

willkommen im Forum! :D :D
Riela hat geschrieben:Hallo zusammen
Ich (weiblich, 38 Jahre, BMI 25) gehöre zu den blutigen Anfängern und trainiere immer noch mit dem Ziel, 30 Min am Stück zu laufen. Ich habe mit einem Laufen-Gehen-Laufen-Plan gestartet, an dem ich immer noch arbeite und der mir sehr viel Spass macht. Und hier komme ich schon zu meinem eigentlichen Problem: Ich glaube, es macht mir sogar zuviel Spass, auf diese Art und Weise zu trainieren.
Ich habe schon ein paar Bücher, Magazine und Websites bezüglich Laufen durchgeschmökert und das Ziel aller ist irgendwann – wenn es hoch kommt – einen Marathon zu laufen oder zumindest eine Trainingseinheit von 1- 2 Stunden zu bewerkstelligen. Wenn ich die entsprechenden Trainingspläne sehe, stelle ich immer wieder fest, dass alles auf das Ziel hinausläuft, möglichst lange Strecken möglichst gut zu bewerkstelligen.

Das klingt nach "Gruppenzwang" bzw. Rudelführung. Individualität heißt nicht, das zu machen, was alle machen, sondern das zu machen, was man selbst für sinnvoll oder richtig hält. Ich kenne einen Fitnesstrainer (Inhaber eines Fitnessclubs), der ist jahrelang fast jeden Morgen gelaufen. 5 oder 6 Mal in der Woche, losgelegt hat er kurz nach dem Aufstehen. Soweit ich weiß, ist er immer dieselbe Distanz gelaufen: 10 Kilometer. Für ihn war weder die Zeit wichtig, noch hat er jemals Wettkampfambitionen gezeigt und sich auch nie für eine Marathonteilnahme interessiert. Bei dem Pensum, welches er gelaufen ist, hätte er bei einem 10 Kilometer-Wettkampf sicher einen Großteil der anderen Teilnehmer abgehängt. Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, was seine Bestzeit im Training war, aber es müssten so um die 43 Minuten auf 10 km gewesen sein.

Ich finde Deine Aussage, dass Du nach einem Plan läuftst, der Dir "sehr viel Spaß macht" am wichtigsten. Viel zu viele Anfänger hören viel zu schnell wieder auf, weil sie sich zu viel vornehmen, zu hohe Ziele setzen und gerade deshalb keinen Spaß am Laufen haben. Ich würde an Deiner Stelle einfach weiter machen wie bisher. Wenn Dir danach ist, dann läufst Du ab und an den Lauf mal schneller oder legst ein kleines Tempointervall ein. Vielleicht läufst Du auch mal kürzer (z.B. statt 30 Minuten nur 20 Minuten) und dafür zügiger. Das schafft Abwechslung und neue Trainingsanreize. Keiner schreibt Dir vor, dass auch Du unbedingt 1-2 Stunden am Stück laufen können musst oder gar die Marathonteilnahme anpeilen.
Du kannst Deinen Trainingsplan genausogut als wunderbare Anleitung und Motivation zum Einstieg ansehen und Dich dazu entscheiden, danach ohne Trainingsplan weiter zu laufen.

Riela hat geschrieben:Nun zu meiner eigentlichen Frage: Wie kann ich mein Training abwechslungsreich und immer wieder anspruchsvoller gestalten, wenn ich mein Zeitbudget auf maximal 45 Minuten dreimal wöchentlich beschränke? Gibt es da Varianten und Möglichkeiten, die nicht nur auf die Trainingsdauer abzielen und – vor allem! – die das Training kurzweilig machen? Oder ist es ein „Muss“, die Dauer irgendwann auf 60-90 Minuten zu erhöhen und diese immer im gleichen Tempo zu laufen?

Abwechslungsreich kannst Du trainieren, indem Du mal eine längere Trainingszeit einbaust, mal eine kürzere Zeit, mal langsamer läufst, mal schneller, die Laufstrecken und ggf. Streckenprofile (flach, hügelig, Wald, Wiese, Straße,...) variierst, Dich vielleicht mit einer Bekannten zusammetust und ab und zu wird zu zweit gelaufen... oder die Teilnahme an einer Laufgruppe... Es gibt viele Möglichkeiten.
Wenn Du keine Lust hast 60-90 Minuten zu laufen, dann machst Du das eben nicht :P
Und was das "immer gleich Tempo" angeht: Solche Trainings machen durchaus Sinn - z.B. um sich an ein konstantes Tempo im Wettkampf zu gewöhnen. Aber das bedeutet nicht, dass man jeden Lauf immer die gleiche Distanz und dasselbe Tempo laufen sollte. Im Gegenteil: Variables Training ist wichtig für die Leistungssteigerung.

Liebe Grüße
Speedy
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