Gestern Morgen um 6:00 Uhr gings los. Wir (meine Laufgruppe CaSaGaDi und ich) fuhren zum 4. Bottwartalmarathon zwischen Stuttgart und Heilbronn. Mit uns gemeldete Teilnehmer: 3713. Die Internetseite versprach eine gute Organisation. Leider fanden wir uns bei der Startnummernausgabe in einem riesigen Gedränge wieder. Es ging nicht vor- und nicht rückwärts. Die Frau, die mit meinem Nummernkreis betraut war, war vollkommen überfordert.

Anstehen in stickiger Luft. Dann fiel mir auf, dass sie überhaupt keine Unterlagen mehr herausgab. Die falschen Leute standen am falschen Schalter. wir nicht. Ich gab ihr meine Papiere und bekam die Startnummer. Na geht doch!

Nächstes Problem: 8 Toiletten (vielleicht waren irgendwo ja noch welche) für 3713 Läufer.
Dann gings endlich los. Nach anfänglicher Eiseskälte zeigte sich um 10:00 Uhr die Sonne.
Wir hatten vereinbart, bei unserem letzten Lauf in diesem Jahr zusammen durchs Ziel zu laufen. Das ist normalerweise für mich schwierig, da ich die schwächste Läuferin der Gruppe bin

.Wir liefen durch malerische Orte im Bottwartal. Es ging immer wieder leicht bergauf und bergab. Ein abwechslungsreicher Rundkurs. Der absolute Genuss. Traumhaftes Wetter, herrliche Gegend und 1000 Leute an den Straßen, die uns angefeuert haben. Mein Puls war von Anfang an viel zu hoch. Bald bewegte er sich um die 170. Irgendwie konnte das nicht gut gehen. Allerdings fühlte ich mich wohl.

Trotzdem erwartete ich ab km 15 meinen Einbruch. Der kam aber nicht. Nun musste es doch nach 18 km so weit sein. Mein Kopf sage mir, jetzt kannst du garantiert bald nicht mehr doch meine Beine liefen unbeeindruckt weiter. Es war nur einfach Klasse. Nach km 18 hat dann auch mein Kopf beschlossen, dass dies heute mein erster Lauf werden sollte, bei dem ich nicht auf dem Zahnfleisch in Ziel laufe. Meine Lauffreunde machten indessen schlapp. Ich musste mein Tempo gewaltig zügeln um ihnen nicht davon zu laufen. Wir hatten ja die Abmachung, zusammen durchs Ziel zu gehen. So kam es dann auch. Endzeit: 2:07:13. Diese Zeit entsprach nicht meinen gestrigen Leistungen obwohl ich schneller war (7 Sekunden) als bei meinem gemeinsamen Lauf mit Marathonmädchen Doris und damit meiner bisherigen HM Bestzeit. Für mich habe ich (hoffentlich) gestern gelernt, dass es ganz wichtig ist, den Kopf auszuschalten und einfach nur zu laufen. Laufen findet im Kopf statt!
..... und ich kann die 2 Stunden knacken.....
Wenns so weit ist, sag ich euch allen Bescheid
Viele Grüße
Gabi aus Pirmasens
PS Sorry, dass es so lange wurde, mehr konnte ich nicht streichen..