Kiel-Marathon

Hier ist Raum für eure Lauferlebnisse, Höhepunkte bei Wettkämpfen und Kurioses, das euch während eurer Läufe widerfahren ist.

Moderator: Speedy

Kiel-Marathon

Beitragvon jens77 » 02.03.2008 / 16:59

Hallo zusammen,
heute möchte ich einen kurzen Abriss zum 14.Famila-Kiel-Marathon am 23.02.2008 zum Besten geben.
In Kiel muss man einen 10,5km Kurs vier Mal bewältigen - und es kommt noch schlimmer, es ist eine Punkt-zu-Punkt-Strecke, d.h. man läuft die gleiche Strecke zurück auf der man schon hinzu gelaufen ist. Dadurch darf man als Marathoni 7 Mal am Ziel vorbei laufen bevor man endlich finishen kann. Also im wahrsten Sinne des Wortes, ein Marathon der sich im Kopf entscheidet. Allerdings ist die durchgehend asphaltierte Strecke sehr schön, da man immer an der Kieler Förde entlangläuft. 8)
Leider ist die Strecke für die Läufer nicht abgesperrt. So muss man nicht nur auf den Gegenverkehr der Läufer achten, sondern auch auf diverse Fußgänger, Radfahrer und Inlineskater die ebenfalls das schöne Wetter (8°C bei Sonnenschein und leichten Wind) genutzt haben um aus der Wohnung zu kommen. :x
Wer meine letzten Berichte gelesen hat, weis, dass ich die auch hier nur aus Plaste bestehenden Trinkbecher kritisiere. Diesmal kam ich aber einigermaßen mit denen klar, wobei Pappbecher für mich noch immer ungeschlagen sind (neben Trinkflaschen natürlich, wo ich ja auch immer eine dabeihabe).
Organisatorisch lief alles glatt und Parkplätze gab es auch genügend. Neben dem Marathon war noch ein 10.5 km Lauf und ein Halbmarathon, sowie Wettbewerbe für Handbiker und Walker im Angebot.
Zuschauer gab es außer eine Handvoll am Start keine auf der Strecke, d.h. Eigenmotivation war der alleinige Antrieb. Die paar Menschen die in anliegenden Cafe´s saßen, waren so laut wie meine Fische im Gartenteich - na toll!
Naja, war sowieso nicht mein Tag. Habe die letzten zwei Wochen nicht ausreichend trainieren können, war beruflich sehr belastet. Daher wusste ich, das für meine Verhältnisse nix gescheites beim Lauf rauskommt. Trotzdem kann ich mit 3:24:11 Std noch gut leben, denn, wenn ich alle Faktoren zusammennehme, ist das für den Saisoneinstieg noch immer ein guter Einstiegswettkampf gewesen, auch wenn ich diesen nächstes Jahr nicht mehr laufen werde. Zu groß ist mein Ehrgeiz eine neue Bestzeit zu erzielen - und da müssen eben alle Rahmenbedingungen stimmen!

Grüße
Jens
Dein größter Gegner bist Du selbst!
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Beitragvon marathonmaedchen » 04.03.2008 / 08:51

Hallo Jens,

das heißt also, du bist a c h t(!!) mal die selbe Strecke gelaufen??? Und das bei Gartenteichstimmung??
Alle Achtung, dass da noch so eine Zeit rausgekommen ist. Ich bin mal den Rhein Marathon gelaufen, da mussten wir 4mal das Gleiche laufen mit so wenig Publikum, dass ich mir manchmal nicht sicher war, ob ich denn noch auf der Strecke bin. Bei aller Naturliebe ist sowas schon äußerst demotivierend bei einem Marathon.
Einen Marathon als Einstiegswettkampf find ich eh sehr mutig 8)

liebe Grüße, Doris
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Beitragvon wyk » 11.03.2008 / 18:41

Mich stören 8 Runden überhaupt nicht. Beim Elbtunnel-Marathon in Hamburg läuft man 48(!) Runden und man hat einen Sau-Spaß!
Den Kielmarathon werde ich mir vormerken für das nächste Jahr als Vorbereitung für die Saison.
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Beitragvon Speedy » 17.03.2008 / 18:10

Hallo Jens,

danke für den Bericht. Diese Laufberichte sind doch immer wieder eine echte Bereicherung für das Forum. Egal ob sie einen WK nun positiv hervorheben oder kritisch beurteilen. So haben auch Andere etwas von Deinem Erfahrungsschatz.
Andererseits nehmen Läufer das oft auch sehr unterschiedlich wahr. Also mein Dinge wäre so eine Punkt-zu-Punkt Strecke, die man 4x hin und 4x zurück läuft nicht, andere finden sie aber vielleicht GANZ TOLL (z.B. weil die Clique an der Strecke Stimmung macht und man sie so 8x passiert).

Bei meinen langen Trainingseinheiten (die ich verletzungsbedingt leider schon länger nicht mehr absolvieren konnte) macht mir das auch ein bisschen zu schaffen. Da deponiere ich die Flüssigkeit im Auto und laufe 10 Kilometerrunden. Bei 30 km sind das also 3 identische Runden, die selbst im schönen Wald auf Dauer etwas nervig werden können. Allerdings wohl kein Vergleich zu Deinem "Kiel-Erlebnis". Oft ändere ich in der zweiten Runde die Richtung (laufe also in umgekehrte Richtung) und dann in der dritten Runde steht erneut eine Richtungsänderung an, damit sich wenigsten einigermaßen die Illusion einschleicht, "mal was Neues zu sehen".

Auf der Tartarbahn ist es noch weniger toll, wenn man sich sagt: "Noch 12 Runden, noch 11 Runden, noch 10 Runden,...". Da spielt dann viel mentale Stärke mit rein, um das erfolgreich durchzustehen. Ich weiß, 03:24:11 h ist nicht Deine Bestzeit, aber Du hast es (trotz Frust) durchgestanden und kannst sicher sein, dass Dich eine Menge Läufer um diese Zeit beneiden dürften :D
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