Laufschuh zum Trailschuh

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Laufschuh zum Trailschuh

Beitragvon MRunner » 27.12.2008 / 19:09

Hallo Leute,
wünsche frohe Weihnachten gehabt zu haben!

Hab vor ein paar Wochen meinen 4 Jahre alten Cumulus ausrangieren wollen. Dann hab ich den Versuch gewagt. Alte Sohle abgeschliffen bzw. abgeterennt. Neue Crosslaufsohle mit Neoprenkleber aufgeklebt.
Läuft sich bei Schnee u. Eis jetzt ganz prima.
Hier im Norden kommt das mit dieser Wetterlage ja nicht so oft vor.

Die Langsohle hat mich nicht viel gekostet, da ich aus dem Schuhbereich komme. Sternprofil!
Ich denke, ein Schuhmacher macht euch das für ca 25- 35 Euro.

So allen einen guten Rutsch (aber mit guten Grip beim Laufen)
ins neue Jahr

Viele Grüße
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Beitragvon Speedy » 02.01.2009 / 13:55

Frohes Neues Jahr euch allen!

MRunner: Dein Beitrag interessiert mich brennend!
Was genau hast Du da gemacht, wie viele Kilometer hatten die Schuhe bereits auf dem Buckel (lässt sich ja bei entsprechender Dokumentation der eigenen Läufe im RUNNING LIFE Lauftagebuch mit einem Klick ermitteln)?

Der Kernpunkt ist nämlich: Hast Du da nur die Sohle ausgetauscht (die schwarze Gummierung) oder - was ich für weniger wahrscheinlich halte - den kompletten "Unterbau" der Laufschuhe?
Denn eine ausgetauschte Sohle allein richtet es in der Regel auch nicht mehr, wenn die Schuhe z.B. schon 1.200 oder 1.500 Kilometer gelaufen wurden und die Dämpfeigenschaft womöglich völlig ruiniert ist. Dann kommt man meiner Einschätzung nach mittelfristig besser weg, wenn man sich auf einer Marathonmesse neue Laufschuhe für 70 oder 80 EUR anschafft, als wenn man nochmal 25-30 EUR in die alten Treter steckt.

Ich lasse mich aber gerne aufklären! :greedy:
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Beitragvon MRunner » 06.01.2009 / 19:50

Hallo Speedy,
den kompletten Boden habe ich nicht gewechselt sondern nur die schwarze Laufsohle.
Das Paar hat ca. 1000 km auf dem Buckel. Die Statistik finde ich übrigens richtig gut. So wechsel ich die Schuhe jedenfalls häufig. Z. ZT. habe ich 5 Paar im Sortiment. Der besagte cumulus war schon an der Mülltonnenkannte angelangt, weil sich das Fersenfutter auch schon löst. Da ich aber eine eigene Orthopädieschuhmacherwerkstatt betreibe wollte ich mal testen ob das überhaupt geht.
Ich bin überrascht über das Ergebnis. Das Paar ist jetzt zwar 5o Gramm schwerer geworden, fühlt sich beim Laufen aber gut an. Ha Versuch gelungen! Einen Schuh hatte ich abgeschliffen. War nicht gut- blaue stinkende Wolkenbildung trotz Absaugung. Den zweiten hab ich chirugisch mit dem Messer operiert, geschliffen, verklebt und hält noch gut.
Einen Mizuono? hab ich neulich auch noch umgebaut. Ging wesentlich besser und wurde beim Sonntagslauf bei Schnee u. Matsch für gut befunden.
So mache Feierabend und laufe bei -7 Grad mit den gepimpten Schuhen nach Hause!

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Beitragvon Speedy » 07.01.2009 / 13:35

Oha!

Dann bist Du also vom Fach! :wink:
Trotzdem habe ich meine Zweifel...

Wohlgemerkt: Nichts gegen Dein Experiment. Ich finde es auf jeden Fall interessant und einen bereichernden Beitrag. Aber ob sich Dein Vorgehen für Läufer lohnt, die Ihren Schuhen nicht selbst ein Facelifting verpassen wollen oder können? Je nach Laufschuh, Gewicht des Läufers, Laufstil etc. können gute Laufschuhe nach 1.000 Kilometern durchaus noch eine respektable Dämpfung aufweisen. Ewig lang haltbar sind sie diesbezüglich aber trotzdem nicht mehr. Wenn man es selbst hin bekommt, für kleines Geld eine durchgewetzte Sohle auszutauschen - warum nicht?

Aber ca. 25-30 EUR würde ich nicht mehr in solche Laufschuhe stecken - eine Neuanschaffung scheint mir da doch der bessere und sicherere Weg zu sein. Bzgl. Verletzungen kann es sich schnell rächen, wenn man durchgelaufene Laufschuhe zu lange weiter benutzt. Auch eine neue Sohle schafft die verbrauchte Dämpfung nicht wieder her und ich könnte mir vorstellen, dass der Laufschuh dann zu lange in Verwendung bleibt, denn schließlich hat man sich die Arbeit gemacht (oder dafür bezahlt), die Sohlen auszutauschen - da steigt die Hemmschwelle für eine rechtzeitige Entsorgung.
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Beitragvon MRunner » 07.01.2009 / 20:14

Klar muß man natürlich abwägen, ob es sich noch lohnt.

Ich meine aber, daß so ein alter Treter durchaus für Spezialeinsätze noch seine Verwendung finden kann. Er muß halt noch ein gutes Lauf u. Tragegefühl geben.
Ich habe übrigens noch ein ganz altes Paar im Gebrauch. 90er Jahre Ultraleicht++!
Benutze ich aber nur für Wettkämpfe bis 10 km. Mit keinem war ich bisher schneller (':wink:') Bin aber schon auf der Suche nach einem besseren Nachfolger. Bitte um Tips


Thema Dämpfung wird auch meines Erachtens zu hoch gehängt.
Der Mensch funktioniert doch am Besten, wenn er unterschiedliche Reize und Einflüsse bekommt. Genauso wie einseitige Ernährung schlecht ist verhält sich das auch mit dem Bewegungsapparat.
Deshalb empfehle ich mindestens 3 Paar verschiedene Laufschuhe zu verwenden. Unterschiedliche Marken und Eigenschaften.
Vom Nike Free oder Barfußschuh bis zum supergedämpften Kayano o. ä.
Der Mensch kann sich auf fast auf alles einstellen.
Die Trainingslehre hat das Prinzip doch auch aufgegriffen .
Oder wie seht ihr das?

Gruß MRunner
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Beitragvon Speedy » 08.01.2009 / 12:32

MRunner hat geschrieben:Ich habe übrigens noch ein ganz altes Paar im Gebrauch. 90er Jahre Ultraleicht++!
Benutze ich aber nur für Wettkämpfe bis 10 km. Mit keinem war ich bisher schneller (':wink:') Bin aber schon auf der Suche nach einem besseren Nachfolger. Bitte um Tips

Es gibt einige ultraleichte Modell, z.B. von Asics. Wollte ich mir auch mal anschaffen, dazu ist es dann aber doch nicht gekommen. Ich hatte einfach kein gutes Gefühl in den Schuhen. Leicht waren sie ja. Aber der Seitenhalt war für meine Füße definitiv nicht ausreichend.
Vor einiger Zeit habe ich zu diesen Thema eine Diskussion mitverfolgt, die ich an dieser Stelle nicht vorenthalten will: Während solche ultraleichten Laufschuhe für Wettkämpfe über kürzere Strecken für viele Läufer brauchbar sein können, sind sie es oft auf langen Strecken (speziell: Marathon) nicht. Nicht jeder ist ultraleichter Afrikaner und kommt mit der oft eher bescheidenen Dämpfung der ultraleichten Laufschuhe klar. Auch passen solche Schuhe nicht zu jedem Fuß (Seitenhalt, Stützung).

MRunner hat geschrieben:Thema Dämpfung wird auch meines Erachtens zu hoch gehängt. Der Mensch funktioniert doch am Besten, wenn er unterschiedliche Reize und Einflüsse bekommt.

Zustimmung.
So lange das nicht bedeutet, dass der Mensch 3 Paar Laufschuhe hat, von denen alle 3 durchgelaufen sind. Oder aber dass überwiegend die durchgelaufenen Laufschuhe zum Einsatz kommen bzw. vorzugsweise auf langen Trainingsstrecken. Also ich bin vor einigen Wochen wegen des Wetters (Schlamm und Matsch im Wald) mehrfach hintereinander mit älteren Laufschuhen gelaufen. Als ich dann wieder zu neueren Laufschuhen (mit nur 200 km Laufleistung) wechselte, war das ein Unterschied wie Tag und Nacht. Nur: Die alten Schuhe waren deshalb keineswegs unangenehm zu tragen! Nur fällt einem oft erst dann auf, wie verbraucht sie eigentlich schon sind, wenn man Vergleichsmaßstäbe hat.

MRunner hat geschrieben:Deshalb empfehle ich mindestens 3 Paar verschiedene Laufschuhe zu verwenden. Unterschiedliche Marken und Eigenschaften.
Vom Nike Free oder Barfußschuh bis zum supergedämpften Kayano o. ä.
Der Mensch kann sich auf fast auf alles einstellen.

Mehrere Paar Laufschuhe sind auf jeden Fall empfehlenswert. Aber diese Folgerung bedeutet ja nicht, dass die Laufschuhe deshalb verbraucht sein müssen. Es schadet in der Regel wohl nicht, wenn man hin und wieder mal 5 oder 10 km mit seinen betagten Tretern unterwegs ist. So viel Abwechslung ist okay. Mit Betonung auf "hin und wieder" - zur Regel würde ich es aber nicht machen. Wohin das führen kann, zeigen einige Beiträge hier im Forum von Läufern, die nur noch durchgelaufene Schuhe im Einsatz hatten (Verletzungen und Schmerzen inklusive) und dann bass erstaunt waren, als sie sich ein neues Modell zugelegt hatten.
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