ich habe gerade Mörderarbeitswochen vor meinem Urlaub, ich schreibe in den nächsten Tagen - versprochen
StuhlgangModerator: Buscapé
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Hallo Jannchen,
versuch mal löffelweise Heidelbeer Muttersaft (Reformhaus) einzunehmen, möglich wäre auch ein ungesüßter Tee aus getrockneten Heidelbeeren - beides hat eine stopfende Wirkung und ist natürlich ohne Nebenwikungen. Aber: Durchfall ist eine ernst zu nehmende Erkrankung des Magen Darm Traktes und du solltest nicht den Fehler machen, nur die akuten Beschwerden zu lindern, sondern die Ursachen erkennen und behandeln. Sicher ist es möglich, dass die Ursachen im Bereich der Ernährung zu finden sind, dafür spräche dein hoher Zuckerkosnsum (Jens hat das ausführlich erläutert) und deine doch eher ballaststoffarme Ernährung. Dennoch solltest du eine organische Störung von einem guten Internisten ausschließen lassen. Tips zu Ernährungsumstellung in einem Forum zu geben, halte ich mittlerweile für fast nicht machbar. Zu unterschiedlich sind die persönlichen Ausgangs- voraussetzungen und gewohnheiten, sowie das Wissen über Ernährung und auch die persönlichen Vorlieben oder Abneigungen, welche es ja allesamt zu berücksichtigen gilt. Ich halte es für unumgänglich, dass man seine Ernährungsumstellung aktiv in die Hand nimmt. Das kann als Einstieg in einem guten Vollwert Seminar erfolgen, danach Literatur über vollwerige Ernährung besorgen und mit fundiertem Wissen entscheiden wie gesund oder auch nicht wir uns ernähren wollen, es liegt alles in unserer Hand! Mein Vollwert Herz schlägt eindeutig für den Wasseronkel. Obwohl ich mich phasenweise den süßen Verlockungen nicht entziehen kann, auch gerne mal ein Gläschen Wein genieße, ernähre ich mich in der Regel absolut vollwertig und fühle mich damit seit über 25 Jahren auf der sicheren gesunden Seite. Ich finde Wasseronkels Ernährung nicht radikal, sondern konsequent gesund. Dennoch bin ich der Überzeugung, dass ein Mensch, der sein mogentliches Toastbrot mit Butter und Marmelade gegen einen Haferflockenbrei mit einer Banane oder einen Apfel austauscht einen klaren Schritt in Richtung "gesünder essen" gemacht hat. Das gesüßte und gröstete Fertigmüsli aus dem Supermarkt ist jedoch in der Tat eine Verarschung und hat mit gesunder Ernährung eher wenig zu tun. Müsli wie ich es empfehlen würde besteht aus geschrotetem Getreide (über Nacht eingeweicht), feingeschnittenem Obst (Apfel, Banane, Pfirsich, Beeren was das Angebot hergibt und schmeckt), getrocknete feinstgeschnittene Datteln (ergeben eine natürliche Süße, auch Feigen, Aprikosen, Weinbeeren oder Pflaumen sind möglich), frisch geschrotete Nüsse und Johurt (auch Buttermilch, Molke, Soyamilch oder O-Saft je nach Geschmack und Verträglichkeit). Es gibt aber auch Leute, die diese Pampe einfach nicht runterkriegen, dann spricht doch wirklich nichts gegen Vollkornbrot (jaaaa, es gibt echtes Vollkornbrot Es gibt in vielen Bereichen Entwicklungsmöglichkeiten in Richtung beste Ernährung. Weißbrot - Haferflocken - Getreideschrot - Getreide mit eigener Mühle - und das Ganze aus biologischem Anbau Aber eine Entwicklung muss auch beginnen dürfen Soviel zunächst, Grüße, Doris
Mal eine Frage an Wasseronkel,
du hast hier schon öfters von Braunhirse geschrieben. Über Braunhirse habe ich auch mal was im Zusammenhang mit Arthrose gelesen. Es ging da um Für und Wieder der ungeschälten Braunhirse und der geschälten gelbpigmentierten Braunhirse. Der Schreiberling riet sogar von der ungeschälten Braunhirse ab. Von welcher Hirse sprichst du, wieviel nimmt man pro Tag davon zu sich und wie bereitet man die zu? Zuletzt geändert von Suelztalrunner am 12.02.2011 / 17:44, insgesamt 1-mal geändert.
Leben bedeutet unterwegs zu sein, nicht möglichst schnell ankommen!
Hallo, wir nehmen die ungeschälte Braunhirse. Für uns ist Braunhirse auf keinenfall eine Nahrungsergänzung, sondern ein Lebensmittel und es kommen täglich 2 Esslöffel in das Müsli hinein. Meine Frau ist sehr begeistert davon da ihr lästiges Versensporn danach verschwand. Ob eine Athrose nur durch Genuss von Braunhirse verschwindet? ich weiß es nicht, zweifle daran meineserachten ist dazu mehr erforderlich. Mein Rat dazu wäre umsteigen auf Vollwert nach Dr. Brucker und nicht nach DGE und das wichtigste absoluter Verzicht auf jedliches tierisches Eiweiss.
Gruß Wasseronkel Unser Gesundheitswesen kostet zuviel, es schließt zu viele Menschen aus, und es fördert weder Gesundheit noch verhindert es Krankheit. Es ist Zeit sich zu erheben, reinen Tisch zu machen und die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst zu übernehmen.
@ wasseronkel
Ich nehme mal an, das du dich früher auch ganz normal ernährt hast. Mich würde intressieren, wie lange es gedauert hat bis du dich komplett auf Vollwert umgestellt hattest und ob es dir anfangs schwer gefallen ist. Vor allem wenn man irgendwo eingeladen ist oder ins Restaurant geht wird es doch bestimmt schwierig sein oder? Wie gesagt, ich muss unbedingt auch meine Ernährung umstellen, darum meine Fragen. Wie war es mit dem Sport? Hast du dort eine Veränderung gemerkt? Viele Grüße Andrea Niemand ist weiter von der Wahrheit entfernt, als der der alle Antworten weiß.
Hallo, war früher normaler Esser, war kein großer Esser da es meist genügte das Essen anzuschauen um zuzunehmen und außerdem Kettenraucher. Mit 44 war ich Nierensteine und danach mindestens 1 - 2x eine Nierenentzündung im Jahr. Mit 50 wurde ich mit Verdacht auf Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert was aber von zwei Ärzten nicht erkannten Lungenentzündung war. Die Folge war meinerseits sofortiges Einstellen des Rauchens von täglich 80 Zigaretten auf 0. Die Quittung kam im Zunahme des Gewichtes und hatte dann ca 25 Kilo mehr als es sein sollten. Das Binden der Schuhbänder war eine Katastrophe der Bauch war überall hinderlich und der Blutdruck war auch auf 195 zu 95. Jetzt gab es die Möglichkeit vom Arzt mit Blutdrucksenkendemittel dem zu Leibe zu rücken. Mein Vertrauen zu Ärzte war soundso schon am Nullpunkt und irgendwann in dieser Zeit bekam ich von meinen Sohn das Buch geschenkt "Sie sind nicht krank, Sie sind durstig" vom Dr.med.F.Batmanghelidj. Mit diesem Buch begann die ganze Umstellung zuerst in Richtung Wasser, mit Wasser und Salz hatte ich in kürzester Zeit einen Blutdruck von 120 zu 65. Auch das Gewicht reduzierte sich, nach ca 1 Jahr kamen mir Zweifel an dieser Stillrichtung mit Wasserund Salz alles heilen zu können. Es stellten sich dann auch eine Unanehmlichkeit im Nachtröpfeln vom Urin ein womit ich weiter auf der Suche war einen richtigen Weg zu finden und bin dann beim Dr. Strunz und seinem Buch "Frohmedizin" gelandet. Damit war auch die Unanehmlichkeit schnell verschwunden, verschiedenen Nahrungsmitteln eingenommen und ausprobiert und wenn auch viele sagen sie bringen nichts konnte ich dennoch einen Nutzen sehen. Nur der Kopf war weiter auf der Suche, wie konnten die Menschen früher leben und überleben ohne Nahrungsergänzung und kam bei dieser Suche auf Dr. Brucker, Dr.Schnitzer und Dr.Kollath. Damit begann meine Zeit mit der Vollwerternährung, ich war relativ schnell davon überzeugt bis die Familie mitzog dauerte es etwas länger. Meine Frau arbeitet in einer Apotheke und war deshalb auch mehr für die Richtung Nahrungsergänzung aber inzwischen ißt sie auch morgens ihren Frischkornbrei. Bei der Umstellung von Nahrungsergänzung zu Vollwert war inzwischen 15 Kilo an Gewicht verschwunden und fing dann mit dem Laufen an. Das Laufen war zuerst für mich unvorstellbar da ich kaum länger als 30 Minuten gehen konnte ohne Schmerzen im Knie zu bekommen. Als Jugendlicher war ich früher immer zum Bergsteigen unterwegs und hatte mir laut Aussage vom Arzt das Knie kaputt gemacht und sollte es unbedingt operieren lassen was ich immer verneinte und jetzt war das plötzlich Vergangenheit wie Nierenentzündungen und all der Kram. Früher war ich derjenige der immer die ganze Familie mit Schnupfen und der ganzen Erkältungskram ansteckte und heute weiß ich garnicht mehr was das ist. Das Umstellen war für mich einfach und ich sehe es auch nicht fanatisch wenn ich auch heute zu 95% Vegetarier bin das für mich vor zehn Jahren noch unvorstellbar war, genau so mit der Rohkostanteil liegt heute bei 80 Prozent. Fühle mich heute mit der Vollwert und mit dem Laufen fiter als mit 25 Jahren. Das Schöne an der Vollwerternährung nach Brucker es gibt kein Kalorien zählen, auch wenn ich wie die letzten 4 Wochen kaum zum Laufen kam blieb das Gewicht stabil. Manchmal kommt das Gefühl auf als wenn der Körper mehr aus den Lebensmittel herausholt wenn man läuft und wenn man kaum Bewegung hat eben weniger. Mit dem Auswärtsessen habe ich kein problem, es gibt beinahe überall Salate und eine richtige Salatplatte, was will man mehr. Und wenn irgendwo nur Fertigsalate gibt dann gehe ich dort nicht mehr hin und trinken gibt es für mich nur kohlensäurefreies Wasser. Somit beende ich meinen Roman, wenn Du noch Fragen hast, kein Problem. Gruß Wasseronkel
Unser Gesundheitswesen kostet zuviel, es schließt zu viele Menschen aus, und es fördert weder Gesundheit noch verhindert es Krankheit. Es ist Zeit sich zu erheben, reinen Tisch zu machen und die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst zu übernehmen.
Mal davon abgesehen, das deine körperlichen Beschwerden weg sind, wie sieht es mit deiner sportlichen Leistungsfähigkeit aus? Ich weiß, das wir alle keine Superhelden sind, aber hast du Abstriche machen müssen in Ausdauer oder Kraft bzw. Schnelligkeit? Und ich meine jetzt nicht zwangsweise Wettkämpfe, sowas merkt man ja auch beim normalen Trainingslauf.
Und wie heißt das Buch von dem du redest? Von Bruckner gibt es ja verschiedene (du siehst, ich fange schon an zu schnüffeln Gruß Andrea Niemand ist weiter von der Wahrheit entfernt, als der der alle Antworten weiß.
Hallo, da ich vorher nicht gelaufen bin kann ich darüber nicht berichten, kann nur sagen wenn ich heute einen Wettkampf laufe ist der für mich am nächsten Tag vergessen, habe dann keine Einbrüche beim Training. Das heißt ich laufe meist am nächsten Tag wieder voll ohne Einbuße.
Z.B. Schwarzwald-Halbmarathon 2006 Zeit 2Std.2Minuten noch sehr stark mit Nahrungsergänzung ausgelegt. 2007 Zeit 1Std. 42 Minuten dabei volle Vollwertkost. Will aber nicht sagen das dies nur mit Vollwert möglich war, sondern nur das es nicht langsamer macht. Das beste Buch von Brucker finde ich ist "Unser Nahrung-unser Schicksal", darin wird klar wie wir von der Nahrungsindustrie verarscht und verkauft werden. Gruß Wasseronkel Unser Gesundheitswesen kostet zuviel, es schließt zu viele Menschen aus, und es fördert weder Gesundheit noch verhindert es Krankheit. Es ist Zeit sich zu erheben, reinen Tisch zu machen und die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst zu übernehmen.
jeder mensch isst andersmeine botschaft an alle streitenden: jeder mensch ist anders und isst anders. ich glaube, wichtig ist (wie auch bereits gesagt wurde): hauptsache, man fühlt sich wohl dabei. natürlich davon ausgehend DASS man fühlt und in der annahme, dass die individuelle entscheidung auf einer ausreichenden selbstwahrnehmung fußt. beim essen sollte es keine dogmen geben.
zum "ausnahmezustand wettkampf": ich würde nie vor nem langen lauf oder wettkampf was essen, was ich sonst nicht auch esse. guten apo und guten lauf! julia
Richtig Julia!
jeder Mensch hat andere Vorlieben un puncto Geschmack, während drei meiner Kinder mit Genuss ihren morgendlichen Frischkornbrei oder Frischkornmüsli (Definitionssache) essen, löst er bei meiner großen Tochter Würgereiz aus. Aber es gibt ja zum Glück Alternativen und kein Rosenkohlhasser muss ihn essen, weil es zum Glück eine Vielzahl an gesunden Gemüsen gibt. Aber sich grundsätzlich auf seine Selbstwahrnehmung zu verlassen kann in vielen Fällen äußerst trügerisch sein. Unser genialer Körper hat eine Menge Puffersysteme, mit denen "schlechte Zeiten", die es in der Natur ja gibt, ausgleichen kann. Bei einem übersäuerten Körper und ich behaupte mal, dass ein Großteil unserer Bevölkerung übersäuert ist, können unsere Systeme über Jahrzehnte puffern ohne dass der Mensch merkt, dass es ihm schlecht geht. Erst der Supergau wenn der Körper so entmineralisiert ist, dass Schäden an Gelenken, Knochen und Bindegewebe vorliegen, merkt Mensch schmerzlich dass er krank ist. Dann heißt es mit 50: Das Alter halt - da kann man nix machen! Oder die Menschen die immer "gesund" waren und mit 40 an Darmkrebs erkranken und binnen kurzer Zeit jung sterben müssen.... Gewiss, Krankheiten gab es zu jeder Zeit und wird es immer geben, aber in unserer Zeit, wo wir doch medizinisch so gut versorgt sind, haben wir eine unglaublich hohe Zahl an vermeidbaren Krankheiten die wir uns mit unserem Verhalten selbst antun. Ich freue mich wirklich bei meinem Engagement in Sachen Ernährung über jeden kleinen Fortschritt den ich durch überzeugungsarbeit leisten konnte (z. Bsp. dünne Apfelsaftschorle statt Mezzo Mix bei Kindern), aber das sehe ich als Anfang. So lange Leute wie Wasseronkel als "extrem" "unnormal" und "Körnerfresser" und Fast Food Konsumenten als normaler als Vollwertler gesehn werden, muss ich einem befreundetem Arzt und Ernährungsexperten recht geben, der von einer ganzen verlorenen Generation (er bezieht sich da auf Krankheiten) spricht. Fragt doch mal ein Paar Jugendliche mit schlechten Ernährungsgewohnheiten ob sie sich wohlfühlen, die Probleme kommen nämlich erst Jahre später, soviel zu Wahrnehmen. Einige können es, wahrscheinlich diejenigen, die eh gesund leben, die meisten aber nicht!
Dazu mal ein anderer Gedanke:
Ein Problem ist, neben fehlendem Wissen welche Nahrungsmittel gesund bzw. ungesund sind, sicherlich auch auch die Auswahl. Vor 50 Jahren gab es viele der heute angebotenen ungesunden Nahrungsmittel noch gar nicht bzw. nicht in diesem Umfang (inklusive Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe usw.). Selbst das, was damals vielleicht schon erhältlich war, konnte sich nicht jeder leisten - schon gar nicht in schöner Regelmäßigkeit. Auch bewegt haben sich die Menschen auf der Arbeit mehr. Die Tendenz geht ja immer stärker zum "Schreibtischjob". Die Essgewohnheiten werden sicherlich auch vom Zeitfaktor mitbestimmt. Wer tagtäglich 8,9,10 und mehr Stunden arbeitet, hat oft nicht mehr die Zeit und Lust, Abends gesund und damit oft relativ zeitaufwendig zu kochen. Ein weiterer Punkt ist das, was uns die Werbung auf's Auge drückt. Es soll einerseits schnell zuzubereiten sein, verspricht andererseits ganz tollen Geschmack. Diesen Botschaften kritisch gegenüberzustehen, wird niemandem in die Wiege gelegt. Diverse Forschungsprojekte versuche in jüngerer Zeit zu belegen, dass eine gesund Ernährungsweise in einem direkten Zusammenhang zum Bildungsstand der betreffenden Personen steht. Wer eine höhere Bildung hat, wählt kritischer aus. Wer besser gebildet ist, verdient häufig auch besser und kann sich daher auch gesündere (teurere!) Lebensmittel - z.B. aus dem Bioladen leisten. Daher hat die EU ja auch - zunächst noch unverbindlich - eine Kennzeichnungspflicht bei Lebensmitteln eingeführt, durch die der Konsument möglichst auf einen Blick erkennen kann, was in den jeweiligen Produkten drin steckt und wie kalorienhaltig der Inhalt ist. Eine erste Idee war wie in Großbritannien eine Art "Ampelkennzeichung" einzuführen. Grün = gesund, Gelb = mäßig gesund, rot = ungesund. Aus der Angst der Hersteller heraus, rot markierte Lebensmittel würden dann deutlich weniger gekauft, hat man sich für das derzeitige System entschieden und gibt die Inhalte nicht plakativ mit Farben, sondern als RDA-Werte (Recommended Daily Allowance = empfohlene Tageszufuhr) in Prozent an. Ein Kritikpunkt ist, dass der Konsument auch diese Werte erst einmal kritisch beurteilen können muss. Aber auch die "Ampelmarkierung" hat ihre Tücken. So würden beispielsweise Nüsse aufgrund ihrer hohen Kalorienzahl eine rote Einstufung bekommen, obwohl sie (in Maßen konsumiert) durchaus sehr gesund sind... Enthalten sie doch jede Menge ungesättigte Fettsäuren, Mineralien, Spurenelemente, Vitamine und Eiweiß. Egal wie man es betrachtet: Einerseits muss uns die Möglichkeit gegeben werden, Informationen über die Inhaltsstoffe zu erhalten. Andererseits muss jeder Einzelne lernen, diese Informationen auch richtig einschätzen und bewerten zu können. Bei Kindern und Jugendlichen kommt hinzu, dass diese sich stark am (Ess-)Verhalten ihrer Eltern orientieren bzw. "essen was auf den Tisch kommt". Sind bereits die Eltern schlecht informiert bzw. kochen viel Ungesundes, braucht man sich nicht zu wundern, dass die Kinder es meist nicht besser machen. Genauso gilt der Umkehrschluss: Schauen wir uns doch mal an, was bei Marathonmädchen auf den Tisch kommt. Jede Menge Gesundes. Und bei ihr steht vermutlich immer ein gut gefüllter Obstkorb im Zimmer (Apfel und Banane statt Schokoriegel...). Hier werden den Kindern ganz andere Essmuster vermittelt als in vielen anderen Haushalten. If riding in an airplane is flying, then riding in a boat is swimming, if you want to discover the elements - leave your vehicle.
Speedy hat Folgendes geschrieben:
Dazu mal ein anderer Gedanke: Ein Problem ist, neben fehlendem Wissen welche Nahrungsmittel gesund bzw. ungesund sind, sicherlich auch auch die Auswahl. Vor 50 Jahren gab es viele der heute angebotenen ungesunden Nahrungsmittel noch gar nicht bzw. nicht in diesem Umfang (inklusive Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe usw.). Selbst das, was damals vielleicht schon erhältlich war, konnte sich nicht jeder leisten - schon gar nicht in schöner Regelmäßigkeit. Auch bewegt haben sich die Menschen auf der Arbeit mehr. Die Tendenz geht ja immer stärker zum "Schreibtischjob". Vor 50 Jahren hatte ein Nahrungsmittelgeschäft mal um die 70 m² und bekam man alles für das tägliche Leben und heute haben solche Geschäfte 3000m². Was sind das wohl für Produkte die die heutigen Regale füllen? Die Essgewohnheiten werden sicherlich auch vom Zeitfaktor mitbestimmt. Wer tagtäglich 8,9,10 und mehr Stunden arbeitet, hat oft nicht mehr die Zeit und Lust, Abends gesund und damit oft relativ zeitaufwendig zu kochen. Abends gesund essen ist kein Problem brauche dazu keinen Herd, Obst und Gemüse roh, gibt es etwas gesünderes? Ein weiterer Punkt ist das, was uns die Werbung auf's Auge drückt. Es soll einerseits schnell zuzubereiten sein, verspricht andererseits ganz tollen Geschmack. Diesen Botschaften kritisch gegenüberzustehen, wird niemandem in die Wiege gelegt. Diverse Forschungsprojekte versuche in jüngerer Zeit zu belegen, dass eine gesund Ernährungsweise in einem direkten Zusammenhang zum Bildungsstand der betreffenden Personen steht. Wer eine höhere Bildung hat, wählt kritischer aus. Wer besser gebildet ist, verdient häufig auch besser und kann sich daher auch gesündere (teurere!) Lebensmittel - z.B. aus dem Bioladen leisten. Obst und Gemüse ist nicht unbedingt teurer als die Fertigprodukte die Ungesund eingenommen werden. Obs BIO sein muß ist die andere Frage, ich traue diesem Frieden nicht so. Daher hat die EU ja auch - zunächst noch unverbindlich - eine Kennzeichnungspflicht bei Lebensmitteln eingeführt, durch die der Konsument möglichst auf einen Blick erkennen kann, was in den jeweiligen Produkten drin steckt und wie kalorienhaltig der Inhalt ist. Eine erste Idee war wie in Großbritannien eine Art "Ampelkennzeichung" einzuführen. Grün = gesund, Gelb = mäßig gesund, rot = ungesund. Aus der Angst der Hersteller heraus, rot markierte Lebensmittel würden dann deutlich weniger gekauft, hat man sich für das derzeitige System entschieden und gibt die Inhalte nicht plakativ mit Farben, sondern als RDA-Werte (Recommended Daily Allowance = empfohlene Tageszufuhr) in Prozent an. Ein Kritikpunkt ist, dass der Konsument auch diese Werte erst einmal kritisch beurteilen können muss. Aber auch die "Ampelmarkierung" hat ihre Tücken. So würden beispielsweise Nüsse aufgrund ihrer hohen Kalorienzahl eine rote Einstufung bekommen, obwohl sie (in Maßen konsumiert) durchaus sehr gesund sind... Enthalten sie doch jede Menge ungesättigte Fettsäuren, Mineralien, Spurenelemente, Vitamine und Eiweiß. Egal wie man es betrachtet: Einerseits muss uns die Möglichkeit gegeben werden, Informationen über die Inhaltsstoffe zu erhalten. Andererseits muss jeder Einzelne lernen, diese Informationen auch richtig einschätzen und bewerten zu können. Bei Kindern und Jugendlichen kommt hinzu, dass diese sich stark am (Ess-)Verhalten ihrer Eltern orientieren bzw. "essen was auf den Tisch kommt". Sind bereits die Eltern schlecht informiert bzw. kochen viel Ungesundes, braucht man sich nicht zu wundern, dass die Kinder es meist nicht besser machen. Genau das ist es und dieses wird meist falsch gesehen, besonders auch von der medizinischer Seite. Hat jemand schwierigkeiten mit hohen Blutdruck da heißt es schnell einmal vorbelastet von den Eltern. Bei mir war es auch so, hatte Blutdruck von 190/95 und mein Vater hatte mit 38 seinen ersten Herzinfarkt und es hieß Vorbelastet kann man nichts machen nimm Betablocker. Ja ich war Vorbelastet vom Vater aber nicht durch den Blutdruck sondern mit dem Fressen, weil ich genau das gerne gegessen habe wie mein Vater auch. Nur durch die Ernährungumstellung habe ich heute einen Blutdruck von 120/65. Genauso gilt der Umkehrschluss: Schauen wir uns doch mal an, was bei Marathonmädchen auf den Tisch kommt. Jede Menge Gesundes. Und bei ihr steht vermutlich immer ein gut gefüllter Obstkorb im Zimmer (Apfel und Banane statt Schokoriegel...). Hier werden den Kindern ganz andere Essmuster vermittelt als in vielen anderen Haushalten. Sehe es auch bei unseren Kindern, was heißt Kinder sie sind Erwachsen mit 23 und 21, aber sie machen sich Gedanken über die Ernährung und machen dabei gerne mit zwar nicht 100% aber das macht nichts, aber der Weg dorthin ist schon viel wert. Gruß Wasseronkel Unser Gesundheitswesen kostet zuviel, es schließt zu viele Menschen aus, und es fördert weder Gesundheit noch verhindert es Krankheit. Es ist Zeit sich zu erheben, reinen Tisch zu machen und die Verantwortung für unsere Gesundheit selbst zu übernehmen.
Um einmal mit Goethe zu reden: "Die Masse könnt ihr nur durch Masse zwingen" [Faust] Einerseits müssen die heutigen Supermärkte mehr Menschen ernähren als vor 50 Jahren, andererseits: So lange die Produkte gekauft werden, wird das Angebot stetig ausgeweitet. Angebot und Nachfrage... Würden die Sachen gar nicht nachgefragt werden, so würden sie nach und nach aus den Regalen verschwinden oder zumindest in abgeänderter Form angeboten. Natürlich spielt hier auch die Werbung mit rein: Es wird ein Bedarf geweckt, der aus ursprünglicher Sicht eigentlich gar nicht vorhanden wäre. Auch die Werbemöglichkeiten sind heute anders als vor 50 Jahren... Solange sich an neuen Produkten gut verdienen lässt, werden auch immer neue auf den Markt geworfen. Zumindest aus betriebswirtschaftlicher Sicht hat das auf jeden Fall auch Vorteile. Die Produkte entwickeln sich nicht von selbst, der Vertrieb wickelt sich nicht von allein ab, der Verkauf auch nicht (usw.). Mit anderen Worten: Das schafft auch Arbeitsplätze und zwar nicht zu knapp. Ob deshalb gleich so viele ungesunde Sachen auf den Markt geworfen werden müssen, ist natürlich eine ganz andere Frage. Aber künstlich entwickelte Lebensmittel sind leider meist längst nicht so gesund wie "natürliche" Nahrungsmittel.
Ja, ich weiß ja, dass Du da sehr konsequent bist! Und aus Deiner Sicht und mit Deiner Vorgeschichte handelst Du absolut richtig. Ich bin auch immer wieder erstaunt, wie viele interessante Details und Ratschläge Du zum Thema Ernährung beisteuern kannst. Andererseits: Wie Du selbst sagst: "Sehe es auch bei unseren Kindern, was heißt Kinder sie sind Erwachsen mit 23 und 21, aber sie machen sich Gedanken über die Ernährung und machen dabei gerne mit zwar nicht 100% aber das macht nichts, aber der Weg dorthin ist schon viel wert." Nicht jeder kann oder will so konsequent sein wie Du. Und nicht bei jedem sind die Voraussetzungen gleich. Ich bin z.B. selbstständig und habe häufig über lange Phasen sehr arbeitsintensive Tage. Da reicht es dann nicht mal für eine Mittagspause bzw. nur für eine ganz kurze. Das "Mittagessen" sieht entsprechend aus... Da gibt es keine Kantine, ich fahre auch nicht mal schnell nach Hause und die Chefin des Hauses hat schon gekocht und alles steht auf dem Tisch. Und der Dörnerladen (o.ä.) um die Ecke reizt nun wirklich auch nicht permanent (obwohl es da durchaus auch Gesundes gibt!). Da besteht das Mittagessen dann häufig aus Apfel, Banane, Reiswaffeln und ähnlichem. Ich denke, auch Du kannst nachvollziehen, dass ich dann Abends gerne mal was Warmes esse - nur so zur Abwechslung. Noch ein Apfel oder rohes Gemüse reicht dann einfach nicht, schon gar nicht tagtäglich If riding in an airplane is flying, then riding in a boat is swimming, if you want to discover the elements - leave your vehicle.
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