Was ist der Body Mass Index?
Der BMI ist eine Methode, um festzustellen, ob jemand unter-,
normal-, oder übergewichtig ist.
Für die Ermittlung des BMI benötigen Sie nichts weiter, als Ihr Gewicht
und Ihre Körpergröße.
Besonders für Laufeinsteiger ist die Ermittlung des BMI eine komfortable
und einfache Methode, um eventuelle Gefahren durch Über- oder Untergewicht
abzuschätzen.
Der BMI ist kein „Blankoschein“ und ersetzt nicht – besonders wenn Sie
bereits über 35 Jahre alt sind oder gesundheitliche Beschwerden haben –
den Vorabcheck durch einen qualifizierten Arzt.
Auch gibt der BMI allenfalls einen Richtwert an und eignet sich nicht
für professionelle Vergleiche.
Betrachten wir zwei Personen, beide 1,75 Meter groß mit einem Gewicht von 69 Kg.
Beide haben somit einen BMI von 22,53 und sind normalgewichtig.
Gut.
Schön!
Aber die eine Person treibt 4 Mal die Woche Sport, ist fit und verfügt über
trainierte Muskeln, die andere Person treibt überhaupt keinen
Sport und hat leichten Fettansatz statt Muskeln.
Dieser Sachverhalt kann nicht durch die Ermittlung des BMI erfasst werden.
Welche der beiden Personen wird wohl trainierter sein?
Für einen Vergleich würde sich beispielsweise die Messung des Körperfettanteils
Mittels einer Resonanzwaage oder auch eine (aufwendigere) Laktatwertmessung
durch einen Sportmediziner eignen.
Ein Läufer ist 1,79 Meter groß und wiegt 70 Kg. Er hat einen Körperfettanteil
von 9%, was einem sehr guten Wert entspricht.
Sein BMI beträgt 21,85, was einem normalen Wert entspricht, jedoch in keiner
Weise den Fitnessgrad erfasst (Spitzenläufer haben einen Körperfettanteil von
5-12 %).
Eine andere Person, die keinen Sport treibt, ist gleich groß, wiegt jedoch nur
67 Kg und hat einen Körperfettanteil von 18%, was durchaus (je nach Alter)
noch einem guten Wert entspricht.
Der Läufer mit nur 9% Körperfett ist – wenig überraschend - wesentlich
trainierter als der Nichtsportler, der 3 Kg weniger wiegt.
Dennoch hat der Nichtsportler einen besseren BMI-Wert als der trainierte
Läufer!
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