Tipps zur Laufstil Optimierung - die Arme (Teil 2)
Was ist zu beachten?
Viele Läufer, ob im Training oder im Wettkampf, bewegen die Arme nach innen. Sie zielen
dabei mehr oder weniger stark in Richtung ihres Bauchnabels. Dies fällt auch im Rahmen unserer
Laufanalyse auf. Nur ein Läufer bewegt die Arme parallel zur Laufrichtung. Auffällig ist
auch, dass sich bei einigen Läufern beim schnellen Lauf die Armbewegung verbessert. Dies
ist logisch, da die Arme dann verstärkt eingesetzt werden, um den Körper schneller
nach vorne zu bringen.
Bei einem korrekten Armschwung bewegen sich die Arme seitlich vom Rumpf her nach vorne und nur
ganz leicht nach innen. Ober- und Unterarme sollten ungefähr einen rechten Winkel (90 Grad)
zueinander bilden und die Arme sollten eng am Körper geführt werden.
Sie glauben, es genau so zu machen? Führen Sie selbst einmal eine Videoanalyse durch, das
Ergebnis wird Sie möglicher Weise überraschen. Ich beobachte immer wieder dass Läufer die Arme:
- eher wie Fremdkörper beim Laufen mitbewegen denn als zusätzliches Impulsmittel für die Vorwärtsbewegung verwenden
- zu stark nach innen pendeln lassen
- nach unten hängen lassen und nicht genug anwinkeln
- zu stark anwinkeln
- damit vor dem Körper "herumschlabbern"
- nicht symmetrisch bewegen (z.B. zu weit abstehend vom Körper, ein Arm schwingt stärker als der andere, usw.)
Es hilft, sich bei jedem Lauf einmal mindestens für einige Minuten selbst zu beobachten und zu prüfen, wie
man die Arme bewegt. Wer die Arme korrekt (parallel) und mit ausreichender Impulswirkung (ohne dabei gleich
zu übertreiben!) neben dem Körper pendeln lässt, wird normalerweise schnell einen Unterschied merken:
Der Lauf wird "ganz von selbst" flüssiger und schneller (ggf. sollten Sie beim Tempo gegensteuern, um im
Training nicht zu schnell unterwegs zu sein).
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