Die Fußspitze sollte beim Laufen nach vorne zeigen. Bei vielen Läufern zeigt sie hingegen
nach außen. Dadurch wird schlechter aufgesetzt und ein Teil der nach vorne wirkenden
kinetischen Energie geht verloren.
Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Laufarten
Dem Ballen- bzw. Vorfußlauf
bei dem der Läufer sozusagen auf dem Vorderfuß "tänzelt". Das sieht optisch
prima aus und wird Ihnen vielleicht den einen oder anderen bewundernden Blick
einbringen. Bei längeren Strecken ist die Belastung für die Bänder und Sehnen
enorm. Inklusive der damit einhergehenden Verletzungsanfälligkeit (z.B. an der Achillessehne!).
Es gibt Marathonläufer, die mit dieser Laufart die komplette Strecke zurücklegen können
(vor allem, wenn sie klein und leicht sind). Für die meisten Langstreckenläufer ist
dieser Stil jedoch nicht empfehlenswert.
Für Sprinter hingegen oder auch für Mittelstreckenläufer ist dieser Stil ideal, um mit
hohem Tempo laufen zu können.
Dem Fersen- bzw. Rückfußlauf
Hier wird mit der Ferse aufgesetzt und über den kompletten Fuß hinweg abgerollt,
bevor dann wieder über den Vorfuß abgedrückt wird.
Dies ist die Laufart, mit der auch die meisten Spitzen-Marathonläufer unterwegs sind.
Einerseits werden Bänder und Sehnen geschont, andererseits eignet sich dieser Stil
für schnelles (langes) Laufen.
Dem Mittelfußlauf
Dabei wird weniger mit der Ferse und mehr mit dem Mittelfuß aufgesetzt. Die Belastung
ist dann etwas geringer als beim Fersenlauf, andererseits wird die Außenkante des Fußes
stärker beansprucht. Vor allem für Läufer mit Überpronation eignet sich diese Laufart.
Die Praxis
In der Regel werden Sie, bewusst oder unbewusst, zwischen den verschiedenen Laufarten
abwechseln. Wer bergauf läuft, läuft automatisch mehr über den Vorfuß, wer bergab läuft
stärker über die Ferse. Bei schnellen Tempointervallen werden Sie ebenfalls über den Vorfuß
laufen.
Um einer einseitigen Belastung vorzubeugen ist es durchaus sinnvoll, zwischen den
verschiedenen Laufarten zu wechseln. Manch Marathonläufer wechselt während des Wettkampfs
hin und wieder bewusst den Laufstil, um dadurch die Monotonie des Laufs zu durchbrechen.