Der Laufalltag
"Nur wer im Training schnell läuft, wird sich auch steigern!"
Nach diesem Motto scheint das Gross der Läufer unterwegs zu sein. Je nach Studie
wird davon ausgegangen, dass ca. 70-80% der Läufer zu schnell laufen.
Und es trifft durchaus nicht nur Anfänger. Auch ambitionierte Läufer und selbst Profis
lassen sich gerne dazu verleiten, zu schnell zu laufen.
Die Läufercommunity von RUNNING LIFE macht es selbstverständlich richtig.
Auch ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich nicht zu schnell unterwegs bin.
Ich doch nicht!
Zu schnell sein, schnaufen statt laufen, schlechter Laufstil..., das sind immer nur
die Anderen!
Unweigerlich taucht die Frage auf, wo denn all diese Anderen sind, wenn jeder von
uns alles richtig macht? Woher kommen diese 70 oder 80 Prozent schneller Läufer,
die nicht belobigt, sondern kritisiert werden sollten?
Um unser Tempo und den sinnvollen Trainingsbereich festzulegen wird gerne auf
die "Maximale Herzfrequenz", die "Anaerobe Schwelle", "Laktatwertmessung" und
Ähnliches hingewiesen. Darauf kommen wir später zu sprechen.
Beginnen wir zunächst im Kleinen:
Eine Faustregel lautet, nur so schnell zu laufen, dass man sich dabei noch
unterhalten kann. Zu Recht bemängelt der aufgeklärte, erwachsene Läufer, dass
er oft alleine läuft und es seltsam anmuten würde, dabei Selbstgespräche zu führen.
Im Selbstversuch kam ich auf eine ganz einfache Idee:
Im Winter empfiehlt es sich bei starker Kälte, ab und zu durch die Nase zu atmen,
um die Luft etwas vorzuwärmen, bevor sie in die Lunge gelangt.
Dieser "Trick" wurde nun dahingegen modifiziert, dass ich ausprobierte, 2 Minuten
lang in meinem "üblichen" Trainingstempo zu laufen und dabei ausschließlich durch
die Nase zu atmen.
Wohlgemerkt: Ein Selbsttest, für den es meines Wissens keinerlei wissenschaftliche
Untersuchungen gibt. Dennoch soll hier die These gewagt werden dass, wer schon
nach einer halben Minute japsend durch den Mund atmen muss, mit Sicherheit zu
schnell unterwegs ist. Wer hingegen hinreichend langsam läuft, sollte auch
nach 2 Minuten durch-die-Nase-atmen noch fit genug sein, um anschließend wieder
locker und gleichmäßig durch den Mund atmen zu können, ohne erschöpft vor sich
hin zu keuchen.
Wie machen es eigentlich die Anderen?
Zu diesem Thema kann nachfolgend an einer kleinen Umfrage teilgenommen werden.
Wer sich bei seiner Antwort nicht sicher ist, kann auch zunächst diesen Artikel
zu Ende lesen und erst im Anschluss an der Umfrage teilnehmen.
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