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Vom 23.04 bis 29.04.2007 heißt es Abschied nehmen.
Speedy stellte sich als Letzter
unserem Interview.
Mit unserem zwölften Interview nach ebenso vielen Wochen neigte sich der Interview-Marathon
seinem Ende entgegen. Speedy hat mit 2.923 Kilometer den 8. Platz in der Jahresbesenliste
2006 belegt.
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Hallo Speedy!
Sie sind der Letzte in unserer Interviewreihe. Letztes Jahr auch schon. Grämt Sie das nicht irgendwie? |
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Ach, das geht schon in Ordnung. Die Anderen waren auch dieses Mal einfach schneller. |
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Zunächst möchten wir uns nach einigen statistischen Daten erkundigen.
Wie sieht es bei Ihnen bezüglich Alter, Größe, Gewicht und Körperfettanteil aus?
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35 Jahre, 185 cm, 76 Kg, 8,5% Körperfett. |
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Wie viele Jahre laufen Sie jetzt schon?
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18 Jahre sind das inzwischen. |
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Was war der Grund/die Motivation, dass Sie mit dem Laufen begonnen haben?
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Bei mir ging es nach einem Unfall wirklich "Unterhalb von Null" los. Es war kein leichter
Start. Daran kann ich mich noch gut erinnern und deshalb auch nachvollziehen, dass es für
Anfänger oft schwer ist.
Damals lief ich in Freiburg und es kam ab und an vor, dass Herbert Steffny mit einem Lauffreund
auf "meiner" Strecke unterwegs war. Irgendwie musste ich das immer bewundern, wie locker und luftig
die unterwegs waren. |
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Betreiben Sie noch andere Sportarten? Welche und wie häufig?
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Also derzeit nur noch Fitness-Training und (zweckorientiertes von Punkt A nach Punkt B führendes)
Radfahren. Früher kamen über ein Dutzend Sportarten zusammen. Aus völlig verschiedenen Kategorien. |
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Laufen Sie eher in der Gruppe, oder überwiegend allein? Warum?
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Meistens allein. 1 bis 2 Mal die Woche ist Laufgruppe angesagt. Das ist eine nette Abwechslung, man kann miteinander
plaudern und meistens geht es in beschaulichem Tempo durch den Wald. Dennoch möchte ich die einsamen Läufe
(wenn man das so nennen kann, schließlich trifft man doch öfter mal Lauf-Bekannte) nicht missen. Da kann
man sein eigenes Tempo laufen, je nach Tagesform und Umstände genau das durchziehen, was gerade passend
scheint. Ob Regenerationslauf oder Wohlfühltempo, ob Intervalltraining oder flottes Tempoläufchen. |
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Auf wie vielen unterschiedlichen Laufstrecken laufen Sie regelmäßig?
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In der Stadt ist die Auswahl naturgemäß begrenzt wenn man nicht die Straßen hoch und runterlaufen will
und dabei Abgase schnuppern. Es bleiben die unterschiedlichen Varianten der Strecken im Stadtwald und am Rhein übrig. |
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Wie schaut es mit Ihrem Laufstreckenprofil aus?
In was für einem Gelände laufen Sie im Training überwiegend?
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Überwiegend flach, entweder auf Asphalt oder auf Waldwegen. Im Stadtwald kann man einige Hügel rauf und
runterflitzen um so ein wenig "Berglauf" zu simulieren. |
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Wann laufen Sie am häufigsten (Morgens/Mittags/Nachmittags/Abends)?
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Unter der Woche entweder in der Mittagspause oder Abends. Am Wochenende meist morgens oder am frühen Mittag. |
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Zum "inneren Schweinehund": Wie motivieren Sie sich, wenn Sie einmal keine Lust zum Laufen haben?
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Das kommt eigentlich nicht so oft vor. Ab einem gewissen Trainingsumfang fällt es eher schwer, auch mal kürzer
zu treten. Dann fühlt man sich oft wunderbar schuldig ;-) Mir hilft es auch, Lauftagebuch zu führen. Da behalte
ich die Übersicht, wann eigentlich wo was und wie schnell war. |
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Wie viele paar Laufschuhe besitzen Sie welche aktuell noch in Verwendung sind?
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4 Paar. |
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... und welches ist Ihre Lieblings-Laufschuhmarke – warum?
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Spielt eigentlich keine so große Rolle. Wegen Hohlfuß sind die Einlagen wichtiger als der Laufschuh.
Der muss natürlich auch passen, gut dämpfen, Halt bieten. |
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Wie viele Wettkämpfe sind Sie im letzten Jahr (2006) gelaufen?
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Zwei Zehner, einen Halbmarathon und einen Marathon. |
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Was ist Ihr läuferisches Ziel für dieses Jahr bzw. kurz-, mittel- und langfristig?
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Dieses Jahr würde ich gerne beim Marathon etwas näher an die magische 3-Stunden-Grenze rücken.
Das war schon für das letzte Jahr geplant, aber da lief einiges Schief.
Längerfristig hoffe ich, unter 3 Stunden zu kommen. Das wäre aber wahrscheinlich frühestens
nächstes Jahr drin. Vielleicht schaffe ich es auch nie. Aber:
Hört nicht auf zu träumen! |
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Hatten Sie (wie wohl die meisten von uns) schon einmal durch das Laufen verursachte
gesundheitliche Probleme?
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Eigentlich nur eine Sache, die nervt dafür umso mehr: Durch den Hohlfuß und rund 15 Jahre Lauftraining
ohne Einlagen (bei denen es keine Probleme gab), sind plötzlich Verhärtungen an beiden Fußsehnen entstanden.
"Myogelose" wusste der Fachmann das Kind sogleich beim Namen zu nennen. Ich habe bei 5 unterschiedlichen
Orthopäden die Erfahrung gemacht, dass die gerne die Hand aufhalten, aber wenig zu helfen wissen. Z.t. muss man
wochenlang auf einen Termin warten, verbringt dann noch mal einige Stunden im Wartezimmer und bei der Audienz
(die nach wenigen Minuten vorbei ist) schaut der Arzt oft nicht mal richtig hin.
Das Originellste, was man sich da erhoffen kann, ist das Verschreiben von Einlagen und ggf. Massage/Physiotherapie
wobei wegen der Gesundheitsreform bei Letzterem geknausert wird. Mit 6x Behandlung ist solchen Problemen aber
nun mal nicht beizukommen.
Wenn man andererseits berücksichtigt, wie viele Kosten wir aktiven Läufer den
Krankenkassen ersparen, weil es oft nicht (oder nicht so früh) zu den bei Nicht-Sportlern üblichen gesundheitlichen
Problemen kommt, dann ist das alles ein großer Witz... |
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Treten solche Überlastungsbeschwerden nur sporadisch oder regelmäßig auf?
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Es sieht nicht so aus, als gehen die Myogelosen noch mal weg. Aber mit Einlagen lässt es sich dennoch laufen. |
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Was tun Sie dagegen?
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Umfangreiches Stretching nach dem Laufen gehört immer dazu. |
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Ihre Ausrüstung: Was verwenden Sie außer Laufschuhen und Laufbekleidung noch? Von welchen Marken?
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Eigentlich verwende ich nur Laufschuhe und Funktionsbekleidung. Und natürlich eine Pulsuhr. Wobei ich mich nur
selten dazu überwinden kann, den Pulsgurt umzuschnallen. Das Teil nervt irgendwie. Und bei längeren Läufen
(30 km und mehr), wo z.B. in der Marathonvorbereitung die Pulserfassung sinnvoll ist, schubbelt der Gurt und
erzeugt wunde Stellen. Nicht so toll. |
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Laufliteratur: Lesen Sie Bücher über das Laufen, Laufzeitschriften oder Online-Redaktionsbeiträge? Welche?
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Im Laufe der Jahre habe ich schon das eine oder andere Buch gelesen. Aber ich informiere mich nicht regelmäßig sondern
eher zielorientiert. Wenn ich z.B. Antworten zu Fragen suche (die sich oft aus der täglichen Laufpraxis ergeben), dann
schaue ich, wo ich die finden kann. Oft wird man auch im Internet fündig. Wobei man kritisch bleiben sollte: Nicht alle
Tipps auf allen Laufseiten sind auch sinnvoll. |
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Achten Sie speziell auf Ihre Ernährung – z.B. vegetarische Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel?
Ist dies fortwährend der Fall oder nur sporadisch (z.B. die letzten
Wochen/Monate vor einem Marathon)?
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Ich ernähre mich nicht so furchtbar gesund, aber auch nicht direkt schlecht. Fleisch kommt gar nicht auf den Teller.
Ab und zu was Süßes, das hat schon was. Viel Obst darf nicht fehlen, Salate finde ich auch sehr gut.
Thema Nahrungsergänzungsmittel: Bei extensivem Training und sehr vielen Kilometern kommen schon mal Brausetabletten mit
Magnesium zum Einsatz. Außerdem ausreichend Salz. Grundsätzlich halte ich jedoch nicht so viel davon.
Wenn man einen Fitnessriegel konsequent weiterentwickelt und dabei keine Mühe scheut, wird man am Ende bei einer
Banane landen! Was der Körper braucht findet man günstiger (und besser verträglich) in Gemüse und Obst. |
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Zu guter Letzt: Wir alle haben einmal angefangen, sind vom Nicht-Läufer
zum Läufer mutiert. Welche Tipps oder welche Ratschläge würden Sie einem
Anfänger mit auf den Weg geben, damit es klappt und er (oder sie) dabei bleibt?
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Leute: Nehmt euch nicht so viel auf einmal vor! Für den Anfang lieber kürzere Strecken und nur
(zeitlich) relativ kurze Laufeinheiten, dafür aber regelmäßig - 3x die Woche dürfen es schon sein.
Wichtig ist, so langsam anzufangen, dass man das Laufen nicht nur als Mühsal und Last empfindet. Es ist nicht
unbedingt schwer, mit dem Laufen anzufangen. Aber es ist für Anfänger schwer, dabei zu bleiben. Oft wollen
Anfänger viel zu viel auf einmal und laufen vor allem viel zu schnell. Und nach einigen Wochen ist der Zauber
in sehr vielen Fällen schon wieder vorbei. Man braucht Geduld. Es dauert eben einige Wochen oder einige Monate, bis
der Körper sich daran gewöhnt hat. Aber dann ist der Einstieg in der Regel auch geschafft und mit steigender Form
folgt auch immer mehr Spaß. Ich wünsche euch super Läufe! Euer Speedy. |
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Wir bedanken uns für dieses Interview. |
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