Trainingslauf am 08.05.2005
Trainingslauf zum Bremer Halbmarathon am 20.05.2005
Was für ein Sonntagslauf!
Nach einem reichhaltigen und späten Mittagessen, bei dem ich den Nachtisch
bereits weitergereicht hatte, konnte ich es kaum erwarten, bis ich meinen Lauf
starten würde. Ich war in Süddeutschland zu Besuch und wie es auf Familientreffen
so ist, wird man faul, träge und dick vom Essen, Sitzen und Trinken... -
also bin ich raus und kämpfte mit den ungewohnten Steigungen und Streckenverläufen,
als das Gewitter heranzog.
Schon nach den ersten Tropfen nahm mein Gesicht die Form eines zufriedenen Vollmonds
an und ich nahm mein Käppi ab, wollte ich doch jeden Tropfen genießen.
Schnell schüttete es wie aus Kübeln und mich zerriss es fast, konnte
ich doch meine Mundwinkel einfach nicht mehr weiter nach oben ziehen.
Irgendwie liebe ich das Laufen im Regen. Wenigstens eine Zeit lang.
Nun mischte sich zwischen den Regen auch noch Hagel und ich lief direkt im Zentrum
des Gewitters. Blitz und Donner folgten und ich musste mich beherrschen, musste
mich zwingen weiter zu laufen und nicht zu tanzen. Ich war mir der Gefahr bewusst
und sah zwei ältere Herrschaften im Schutze einer Haltestelle nur mit dem
Kopf schütteln...
Ich aber, ich war frei, ich war eins mit der Natur, ich durfte laufen!
Das Gewitter zog schnell vorbei und nun fröstelte es mich. Ein wenig Sorge
machte mir der Gedanke, dass ich mich erkälten könnte. Also nahm ich
jetzt extra Wegstrecken mit Steigungen, damit ich ins Schwitzen geriet. Bald
war ich beinahe wieder trocken (dieses Funktionszeug ist schon klasse) und die
Sonne kam raus. Die Wärme auf der Haut tat gut.
Die genaue Streckenlänge war auf den unbekannten Wegen schwer einzuschätzen
und die vielen Steigungen machen es mir noch schwerer. Vermutlich bin ich ca.
15 Kilometer in 2 Stunden gelaufen.
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